26/01/2025
Teil 2 mit sehr interessanten Fakten, die (denke ich) einige von uns betreffen! 😉
𝐄𝐧𝐭𝐳ü𝐧𝐝𝐮𝐧𝐠𝐞𝐧 𝐠𝐫𝐞𝐢𝐟𝐞𝐧 𝐈𝐡𝐫𝐞 𝐆𝐞𝐥𝐞𝐧𝐤𝐞 𝐚𝐧 – 𝐒𝐭𝐨𝐟𝐟𝐰𝐞𝐜𝐡𝐬𝐞𝐥𝐤𝐮𝐫 & 𝐚𝐧𝐭𝐢𝐞𝐧𝐭𝐳ü𝐧𝐝𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞 𝐄𝐫𝐧ä𝐡𝐫𝐮𝐧𝐠 𝐡𝐞𝐥𝐟𝐞𝐧 (𝐓𝐞𝐢𝐥 𝟐)
Wie gut eine entzündungshemmende, pflanzliche Ernährung für die Gelenke ist, belegte jüngst die Studie „Plants for Joints“ des Rheumatologen van Schaardenburg, der Universität Amsterdam. Patienten mit Knie- und Hüftarthrose oder entzündlichem Rheuma nahmen an einem viermonatigen Programm mit pflanzlicher Ernährung teil. Die Ergebnisse sprechen für sich:
• 𝐀𝐫𝐭𝐡𝐫𝐨𝐬𝐞-𝐏𝐚𝐭𝐢𝐞𝐧𝐭𝐞𝐧: Schmerzen und Gelenkfunktion verbesserten sich im Vergleich zur Kontrollgruppe um fast 40 %.
• 𝐑𝐡𝐞𝐮𝐦𝐚-𝐏𝐚𝐭𝐢𝐞𝐧𝐭𝐞𝐧: Die entzündliche Aktivität in Gelenken und Blut ging deutlich zurück.
Besonders bemerkenswert: Noch zwei Jahre nach Abschluss der Studien bestätigten Nachbeobachtungen die langfristigen Verbesserungen.
𝐄𝐧𝐭𝐳ü𝐧𝐝𝐮𝐧𝐠𝐞𝐧 𝐤𝐨𝐦𝐦𝐞𝐧 𝐚𝐮𝐬 𝐯𝐢𝐞𝐫 𝐁𝐞𝐫𝐞𝐢𝐜𝐡𝐞𝐧
Und Ernährung ist der Auslöser von allen:
• 𝐁𝐢𝐨𝐬𝐭𝐨𝐟𝐟𝐚𝐫𝐦𝐞 𝐄𝐫𝐧ä𝐡𝐫𝐮𝐧𝐠: Hochverarbeitete Produkte - zu süß, zu fettig, zu wenig Ballaststoffe, zu wenig Biostoffe –sind der Hauptfaktor für Entzündungen im Körper und lassen Sie zusätzlich an Gewicht zunehmen.
• Ü𝐛𝐞𝐫𝐟𝐥ü𝐬𝐬𝐢𝐠𝐞 𝐅𝐞𝐭𝐭𝐳𝐞𝐥𝐥𝐞𝐧 setzen Dutzende von entzündlichen Botenstoffen frei, die Ihre Blutgefäße, das Gehirn und auch die Knorpel in den Gelenken angreifen.
• 𝐈𝐡𝐫 𝐌𝐢𝐤𝐫𝐨𝐛𝐢𝐨𝐦, also Ihre Darmbakterien, verändern sich bei hoch verarbeiteter Ernährung. Die Bakterien setzen dann weniger antientzündliche Stoffe frei. Man weiß, wir setzen in der westlichen Welt nur noch ein Drittel dieser wichtigen „Postbiotika“ frei. Gut gefütterte Darmbakterien, die viele Ballaststoffe und Pflanzenstoffe bekommen, sind der Hauptproduzent für diese antientzündlichen Botenstoffe für Ihren Körper.
• 𝐒𝐢𝐞 𝐟𝐚𝐡𝐫𝐞𝐧 𝐈𝐡𝐫𝐞 𝐆𝐞𝐧𝐬𝐨𝐟𝐭𝐰𝐚𝐫𝐞 𝐡𝐞𝐫𝐮𝐧𝐭𝐞𝐫: Die fehlenden Biostoffe sorgen dafür, dass Gene sich schließen, die Entzündungen herunterfahren könnten. Das Auf- und Zufalten von Genen nennt man Epigenetik. Dafür trägt jeder selbst Verantwortung.
𝐃𝐢𝐞 𝐒𝐭𝐨𝐟𝐟𝐰𝐞𝐜𝐡𝐬𝐞𝐥𝐤𝐮𝐫 𝐯𝐞𝐫𝐛𝐞𝐬𝐬𝐞𝐫𝐭𝐞 𝐬𝐜𝐡𝐨𝐧 𝐛𝐞𝐢 𝐯𝐢𝐞𝐥𝐞𝐧 𝐬𝐜𝐡𝐦𝐞𝐫𝐳𝐞𝐧𝐝𝐞 𝐆𝐞𝐥𝐞𝐧𝐤𝐞, denn sie geht jeden der obigen vier Bereiche an:
• Das schädliche Bauchfett wird drastisch vermindert.
• Große Portionen Gemüse und Superantioxidantien aus Beeren stimulieren in der Stoffwechselkur die Produktion antientzündlicher Botenstoffe. Gleichzeitig werden entündungsfördernde, hochverarbeitete Kohlenhydrate und gesättigte Fette komplett weggelassen.
• Zusätzliche Vitamine und Omega-3 reduzieren Entzündungen stark. Dies wurde in vielen Metaanalysen sowohl für die Vitamin C, D, E, Folsäure und B6 und für Omega-3 nachgewiesen.
• Die Darmbakterien bekommen die Hälfte des täglichen Ballaststoffbedarfs auf der Stoffwechselkur als zusätzliches Futter. Das lässt sie produktiv werden mit entzündungshemmenden Stoffen.
Zusätzlich liefert die Stoffwechselkur durch das Ausprobieren neuer Rezepte eine Vielzahl an Pflanzenstoffen, die sonst nie auf den Teller kämen.
𝐌𝐞𝐝𝐢𝐭𝐞𝐫𝐫𝐚𝐧 𝐞𝐬𝐬𝐞𝐧 𝐟ü𝐫 𝐝𝐢𝐞 𝐆𝐞𝐥𝐞𝐧𝐤𝐞
Auch die traditionelle mediterrane Ernährung lohnt sich für die Gelenke, denn sie wirkt entzündungshemmend. Bei Arthrose wurde 2017 im Journal of Nutrition, Health and Aging die Wirksamkeit der Mittelmeerkost nachgewiesen. Wichtig ist dabei die traditionelle Form der Ernährung, nicht das, was heutzutage auf Mallorca oder Kreta im Hotel serviert wird.
Im Spiegelbestseller "𝐎𝐍/𝐎𝐅𝐅-𝐆𝐞𝐬𝐮𝐧𝐝𝐡𝐞𝐢𝐭. 𝐃𝐞𝐧 𝐊ö𝐫𝐩𝐞𝐫 𝐧𝐞𝐮 𝐞𝐫𝐬𝐜𝐡𝐚𝐟𝐟𝐞𝐧 𝐝𝐮𝐫𝐜𝐡 𝐄𝐫𝐧ä𝐡𝐫𝐮𝐧𝐠" zeige ich ganz praktisch, wie mediterrane Ernährung, Superantioxidantien aus dunklen Beeren, Kräuter & Gewürze, Omega-3 und Vitamine Entzündungen messbar senken.
Ihr
Andreas Jopp
Quellen:
1. Zhang W et al. Osteoarthritis and diet. Br J Sport Med. 2007; 41(4): 231-236.
2. Poalino S et al. Interactions between microbiota, diet/nutrients and immune/inflammatory response in rheumatic diseases: focus on rheumatoid arthritis. Rheumatolgia. 2019; 57 (3):151-157.
3. González-Gay M et al. Omega-3 fatty acids and rheumatoid arthritis. Sem Arthr Rheum. 2010; 39(5): 402-413.
4. Bélanger A et al. The effect of a Mediterranean diet on inflammatory markers in patients with knee osteoarthritis. Nutr J. 2015; 14(1): 1-8.