28/11/2025
Rheuma betrifft nicht nur die Gelenke – auch die Lunge 🫁 kann mitbetroffen sein
Viele Menschen denken bei Rheuma zuerst an schmerzende oder geschwollene Gelenke. Doch entzündlich-rheumatische Erkrankungen können viel mehr: Sie können auch die Lunge beeinflussen. Besonders bei rheumatoider Arthritis, systemischer Sklerose, Lupus oder Myositiden kommt es häufiger zu Veränderungen im Lungengewebe.
Was kann passieren?
• Interstitielle Lungenerkrankung (ILD): Entzündungen im Lungengewebe, die zu Husten, Atemnot und manchmal zu Vernarbungen (Fibrose) führen.
• Pleuritis: Eine Entzündung des Brustfells, die stechende Schmerzen beim Atmen verursacht.
• Rheumaknoten in der Lunge: Meist gutartig, aber oft ein Hinweis auf eine aktivere Erkrankung.
• Lungenhochdruck: Vor allem bei systemischer Sklerose oder Lupus möglich – führt zu schneller Erschöpfbarkeit.
• Erhöhte Infektanfälligkeit: Sowohl durch Rheuma selbst als auch durch bestimmte Medikamente.
Wichtige Warnzeichen, die man ernst nehmen sollte:
• Atemnot bei Belastung oder sogar in Ruhe
• Trockener, hartnäckiger Husten
• Druck oder Schmerzen im Brustbereich
• Ungewöhnliche Müdigkeit
• Häufige Atemwegsinfekte
Warum ist das wichtig?
Je früher Lungenveränderungen erkannt werden, desto besser lassen sie sich behandeln. Moderne Therapien können Entzündungen deutlich bremsen und das Fortschreiten verhindern.
👉 Wenn Sie eine rheumatische Erkrankung haben, lohnt es sich, die Lunge regelmäßig kontrollieren zu lassen – z. B. durch Lungenfunktion, Ultraschall oder CT.
👉 Und wenn neue Beschwerden beim Atmen auffallen: lieber einmal zu viel abklären lassen als einmal zu wenig.
Die Lunge ist ein stiller Mitspieler bei vielen Rheumaformen – achten gut auf sie!
OA. Dr. Yacoub