09/01/2026
Ein neuer Blick auf den Alltag mit chronischer Nierenerkrankung
Ein Bericht für Menschen, die jeden Tag Stärke zeigen
Eine Diagnose wie „chronische Nierenerkrankung“ verändert vieles – aber sie nimmt einem nicht die Fähigkeit, ein erfülltes, aktives und selbst bestimmtes Leben zu führen. Viele Betroffene berichten, dass gerade dieser Moment der Diagnose ein Wendepunkt war: ein Punkt, an dem sie begannen, bewusster zu leben, sich besser zu informieren und neue Wege zu finden, ihre Gesundheit aktiv mitzugestalten.
„Ich bin nicht meine Krankheit“ – Ein Satz, der Mut macht
Viele Nierenpatientinnen und -patienten erleben, dass ihr Umfeld sie plötzlich anders sieht. Doch die Wahrheit ist: Eine Nierenerkrankung definiert nicht den Menschen. Sie ist ein Teil des Lebens, aber nicht das ganze Leben.
Was Betroffene besonders stärkt:
*Wissen über die eigene Erkrankung
*Ein gutes Netzwerk aus Ärztinnen, Ärzten, Angehörigen und Mitpatienten
*Der Austausch mit Menschen, die ähnliche Erfahrungen machen
Gerade Selbsthilfegruppen wie Niere.Kärnten zeigen, wie wertvoll Gemeinschaft sein kann. Hier entstehen Freundschaften, Unterstützung und oft auch ein Lächeln in Situationen, in denen man es nicht erwartet.
Wissen stärkt – und schützt
Viele Patientinnen und Patienten berichten, dass sie sich nach der Diagnose zunächst überfordert fühlten. Doch je mehr sie über Ernährung, Medikamente, Dialyseformen oder Transplantation erfuhren, desto sicherer fühlten sie sich.
Wichtige Erkenntnisse, die immer wieder genannt werden:
*Fragen stellen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Verantwortung.
*Regelmäßige Kontrollen helfen, Komplikationen früh zu erkennen.
*Eine angepasste Ernährung kann den Alltag spürbar erleichtern.
*Bewegung – im eigenen Tempo – verbessert Wohlbefinden und Energie.
*Die Kraft der Gemeinschaft
Viele Betroffene sagen, dass sie erst durch den Austausch mit anderen verstanden haben, dass sie nicht allein sind. Ob bei Veranstaltungen, Informationsabenden oder einfach bei einem Kaffee – das Gefühl, verstanden zu werden, ist unbezahlbar.
Gemeinschaft bedeutet:
*Erfahrungen teilen
*Sorgen aussprechen dürfen
*Mut machen
*gemeinsam lachen
*und manchmal auch gemeinsam schweigen
Gerade in Kärnten zeigt sich, wie stark eine regionale Gemeinschaft sein kann, wenn Menschen füreinander da sind.
Ein Leben voller Möglichkeiten
Trotz Dialyse, Medikamenten oder Wartezeit auf eine Transplantation: Das Leben bleibt bunt. Viele Patientinnen und Patienten entdecken neue Hobbys, reisen, engagieren sich ehrenamtlich oder setzen sich für andere ein.
Sie beweisen jeden Tag, dass Lebensfreude nicht von perfekten Nierenwerten abhängt, sondern von Haltung, Unterstützung und dem Mut, weiterzugehen.