03/05/2026
Hallo,
wer hier von Euch schon länger da bei ist, dem ist hoffentlich aufgefallen, das ein BewusstSein 💚 ein wichtiger Schlüssel zur Selbstregulation bedeutet.
Persönliche Autonomie:
Das menschliche Bedürfnis und die Fähigkeit, das eigene Leben nach eigenen Vorstellungen zu planen, Verantwortung zu übernehmen und frei zu entscheiden.
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Selbstregulation :
ist die Fähigkeit, eigene Gedanken, Emotionen, Impulse und Verhaltensweisen aktiv zu steuern, um Ziele zu erreichen und das Nervensystem in Balance zu halten. Sie ermöglicht es, trotz Stress handlungsfähig zu bleiben, Versuchungen zu widerstehen und soziale Normen einzuhalten. Diese Kompetenz fördert Selbstwirksamkeit, Autonomie und ist zentral für die psychische Gesundheit.
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Je besser Du Dich kennst, also auch Deine Triggerthemen, desto besser kannst Du Dich regulieren und desto weniger beeinflussen bzw. steuern Dich autonome Reaktionen im Alltag.
Kennst Du Deine Reize, welche als Reaktion aus Deiner Untererregung hervorgehen, ist es leichter und schafft einen Umgang damit umzugehen.
Es hilft Dir auch, wenn das altbekannte Scheisssgefühl hochkommt, Deinen Beobachter 👀 zu aktivieren und einmal langsam kräftig ein und auszuatmen.
So erschaffst Du Dir 1-2 Sekunden Zeit darauf zu reagieren.
Es beeinflusst Dein Handeln aus dem. Bewusstsein und nicht das alte Gefühl aus deinem Unterbewusstsein.
Deine Untererregung will deine Steuerung übernehmen.
Untererregung (fachsprachlich Hypoarousal) ist ein Zustand des Nervensystems, in dem die körperliche und emotionale Aktivierung unter das normale Maß sinkt.Man kann es sich wie einen biologischen "Shutdown" vorstellen: Wenn Stress oder Bedrohung so überwältigend werden, dass weder Kampf noch Flucht möglich erscheinen, schaltet das System ab, um Energie zu sparen und Schmerz zu dämpfen.
Typische Anzeichen in diesem Zustand fühlt man sich oft "offline" oder wie in Watte gepackt.
🟢Emotional: Gefühllose Leere, Taubheit, Gleichgültigkeit oder Depression.
🟢Körperlich: Chronische Müdigkeit, schlaffe Muskeln, niedriger Blutdruck, flache Atmung und schnelles Frieren.
🟢Mental: Konzentrationsstörungen, Gedächtnislücken, das Gefühl, "nicht richtig da zu sein" (Dissoziation) oder eine Lähmung bei Entscheidungen.
Der biologische Hintergrun das Konzept des "Window of Tolerance" (Toleranzfenster) nach Daniel Siegel erklärt dies gut:
Im Fenster: Wir sind wach, aufmerksam und können Emotionen regulieren.
Übererregung (Hyperarousal): "Gaspedal" – Angst, Panik, Wut (Kampf/Flucht).Untererregung (Hypoarousal): "Notbremse" – Erstarren, Kollabieren, Abschalten (Todstellreflex).
💡 Was hilft bei Untererregung?Anders als bei Stress, bei dem Entspannung nötig ist, braucht das System in der Untererregung sanfte
Aktivierung:
Bewegung: Sanftes Auf- und Abbewegen der Füße, Dehnen oder ein kurzer Spaziergang.
Sinnesreize: Stark duftende Öle, kaltes Wasser im Gesicht oder das bewusste Benennen von Farben im Raum.
(Orientierung).Körperkontakt:
Sich selbst sanft abstreifen oder eine Gewichtsdecke nutzen, um die Körpergrenzen wieder zu spüren.
Möglichkeiten :
☀️Notiere welche Ereignisse und Umstände Dich in die Untererregung ziehen
☀️Schreibe auf, welche Körperemfindungen Dich in die Untererregung bringen.
Verstehe dadurch Deine Muster.
Was kann Dir in diesen Momenten helfen, reguliert zu bleiben, also nicht hineinzufallen ?
Was könnte Dir klar in diesen Momenten helfen ?
Übungen, Atemübungen, Musik, Gerüche , Menschen, Handlungen..
Alles Liebe und viel Freude bei deinen Erkenntnissen 🙏
Herzliche Grüße
Stefan