31/12/2025
Sylvester – Vergangenes zurücklassen und schauen was die Zukunft bringt
Man nennt den 31. Dezember häufig auch Altjahrstag und das erklärt den Zweck, als letzter Tag eines Jahres das alte Jahr zu verabschieden, während am Neujahrstag das neue willkommen geheißen wird.
Peitschenknallen oder das Abfeuern von Schüssen (Feuerwerk?) sollte die Vegetation wieder aufwecken aber auch böse Geister vertreiben. Viele alte Sprüche zeigen es. Mit vielen Ritualen wollte man die Fruchtbarkeit der kommenden Vegetationszeit ankurbeln. Eine Überlieferung erzählt von einem Bauer der horchte ob der Wind wohl stark genug wehte und die Bäume kräftig schüttelte. War das der Fall, ging er davon aus, dass die Wintergöttin die Obstbäume schüttle damit es ein gutes Jahr wird. War es aber windstill, dann ging er selbst hinaus zum schütteln damit es im kommenden Jahr eine reiche Ernte gäbe.
Da das Wetter für die Bauern sehr wichtig war wurden zu Sylvester orakelt. So wurde auch das Zwiebelorakel befragt. Eine Zwiebel wurde der Längs nach aufgeschnitten und die schiffchenartigen Innenschalen wurden für ein Wetterorakel genutzt. Zwölf Schalen für die zwölf Monate wurden auf ein Brettchen gelegt und mit Salz bestreut. Am nächsten Tag wurde dann orakelt. Schalen die viel Wasser gezogen hatten, wiesen auf einen regnerischen Monat hin, die eher trockenen auf Sonne und Wind.
Auch wir haben immer noch Sylvesterbräuche um zu orakeln und zu schauen was das neue Jahr bringt. Denkt nur ans Bleigießen. Die gegossenen Figuren sollen uns Hinweise auf die kommenden Ereignisse im neuen Jahr geben.
Aber auch die Glücksbringer wie Vierklee oder Hufeisen werden nach wie vor gerne weitergeschenkt.