17/01/2026
Manchmal tut nicht nur der Verlust weh, sondern auch das, was wir uns erhofft hatten.
Nicht nur die Beziehung, sondern auch das, was wir uns darin erhofft hatten. Das Potential, das wir darin gesehen haben.
Der Job, der uns Sicherheit geben sollte und in dem wir unser Potential hätten zeigen und verwirklichen können.
Die Therapie oder das Supplement, von dem wir glaubten, es würde endlich Erleichterung bringen.
Die Enttäuschung, wenn es dann doch nicht so kommt, wie wir es uns gewünscht und erhofft haben, ist gross. Und wir trauern nicht nur um das, was war, sondern auch um die Zukunftsbilder, die wir daran geknüpft haben. Um all die Möglichkeiten, die sich plötzlich in Luft auflösen.
Vielleicht ist dieser Schmerz sogar schwerer zu tragen, weil er uns zeigt, wie sehr wir gehofft haben.
Und der Schmerz zeigt auch unsere Bedürfnisse auf, und wie wichtig es ist, diese ernst zu nehmen, sie nicht zu vergraben, sondern dazu zu stehen.
JA, ich wünsche mir eine Beziehung mit diesen Werten (definiere diese für dich).
JA, ich möchte einen Job, in dem ich … (beende den Satz für dich).
JA, ich darf mich gesund fühlen (körperlich, mental, emotional) und gebe nicht auf.
Deshalb bleibt die Frage so berührend: Vermissen wir das, was war – oder betrauern wir vor allem das, was nie stattfinden durfte?