28/05/2026
Orangensaft zum Frühstück und Zitronensaft im Wasser, können nach einer Krebstherapie plötzlich zum "Problem" für deine Verdauung werden.
Vor allem dann, wenn du bereits mit Verdauungsbeschwerden zu kämpfen hast.
Dabei willst du dir doch eigentlich mit vielen Vitaminen etwas Gutes tun oder?
Ich kenne das Problem selbst nur zu gut. Man weiß auf einmal gar nicht mehr, was man noch essen kann und überhaupt noch verträgt.
Das hat einen bestimmten Grund.
Deine Darmschleimhaut kann nach einer Krebstherapie empfindlicher und gereizter sein und es kann passieren, dass Nährstoffe schlechter aufgenommen werden.
🍊 Zitrusfrüchte bringen in dieser Phase gleich zwei "Probleme" mit sich.
Das erste ist die Fruchtsäure. Zitronen, Orangen und Mandarinen enthalten Zitronen- und Ascorbinsäure, die direkt auf die Schleimhaut trifft. Eine gesunde Schleimhaut steckt das weg. Eine eh schon gereizte, kann empfindlich reagieren.
Das zweite Problem sitzt tiefer. Fruktose, also der Fruchtzucker in Zitrusfrüchten, braucht spezielle Transportproteine in der Dünndarmschleimhaut, um ins Blut aufgenommen zu werden.
Diese Transporter heißen GLUT5. Nach einer Darmoperation oder Therapie kann die Darmschleimhaut geschädigt sein. Die Anzahl und Funktion dieser Transporter kann dadurch abnehmen.
Das bedeutet: Ein Teil der Fruktose kommt evtl. gar nicht da an, wo sie soll.
Die nicht aufgenommene Fruktose wandert weiter in den Dickdarm. Dort warten Bakterien, die sie vergären. Bei diesem Prozess entstehen Gase wie Wasserstoff und Methan. Und genau die sorgen für das, was du kennst: Blähungen 💨, Krämpfe, Durchfall.
Zitrusfrüchte ganz weglassen?
Teste einfach kleine Mengen und taste dich an deine verträgliche Menge ran. Beobachte dabei, wie dein Darm reagiert.
Wenn meine Verdauung besonders empfindlich ist, hilft es mir, sie eine Weile ganz weg zu lassen.
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Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei anhaltenden Beschwerden wende dich bitte an deinen Arzt.