BayPe Bayerischer Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V.

BayPe Bayerischer Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. Selbsthilfeorganisation von und für Menschen, die Erfahrungen mit Psychiatrie gemacht haben. mit seelischen Krisen gemacht haben. Dies geschieht z.B.

Wir sind eine bayernweite Selbsthilfeorganisation von und für Menschen, die Erfahrungen mit Psychiatrie bzw. Unter Psychiatrie-Erfahrungen verstehen wir Klinikaufenthalte, Psychopharmaka-Behandlungen, Sitzungen bei niedergelassenen Therapeut:innen oder sonstige Hilfsangebote. Wir sind es, die seelische Krisen und die Psychiatrie live erlebt haben und wissen so aus erster Hand, dass es noch vieles

zu verbessern gibt. Mehr Humanität, rechtliche Gleichstellung, bessere Lebensbedingungen sowie sinnvolle Alternativen können nur erreicht werden, wenn wir uns gemeinsam dafür einsetzen! Was will der Bayerische Landesverband? Achtung der Menschenwürde auch für Patient:innen der Psychiatrie.

- In gewaltfrei geführten psychiatrischen Kliniken soll die verfassungsrechtlich geschützte Würde des Menschen geachtet werden. Erfahrungsaustausch unter Psychiatrie-Erfahrenen, Informations- und Fortbildungsveranstaltungen für Psychiatrie-Erfahrene sollen gefördert werden.

- Entstigmatisierung in der Gesellschaft: Durch Öffentlichkeitsarbeit sollen Vorurteile in der Gesellschaft gegenüber Menschen mit Erfahrung seelischer Krisen abgebaut und Verständnis für sie geweckt werden.

- Gemeinsam sind wir stark! Selbsthilfeprojekte: Netzwerke von Kontakt- und Informationsstellen zur Selbsthilfe sollen gefördert und Selbsthilfeinitiativen auf den Weg gebracht und unterstützt werden. Rehabilitation und Existenzsicherung Die Rehabilitation von Psychiatrie-PatientInnen verbessern und existenzsichernde, arbeitsfördernde Leistungen erwirken.

- Vorbeugung und Krisenhilfe: Möglichkeiten zur Vorbeugung psychischer Krisen entwickeln und an der flächendeckenden Einrichtung von Krisendiensten mitarbeiten.

- Aufklärung: Über Möglichkeiten, Hilfen, Grenzen und Risiken psychiatrischer Behandlung aufklären und informieren.

- Rechtlicher Beistand: Über die Rechte von Patient:innen informieren und dazu beitragen, dass sie gewahrt und wahrgenommen werden. Eine Anlaufstelle für Beschwerden von Patienten entwickeln und nötigenfalls juristische Hilfe vermitteln. Interessenvertreter sein für diejenigen, die selber keine Stimme haben. Wir brauchen aktive Mitstreiter, die sich je nach Interesse und Können in einem oder mehreren Bereichen engagieren möchten!

- Patient:innenfürsprecher in Kliniken und unabhängige psychiatrische Beschwerdestellen: Unterstützung der Einrichtung vom Ombudsleuten in der Psychiatrie. Diese Ombudsleute/Patientenfürsprecher:innen sollen Psychiatrie-Erfahrene sein. Sie dürfen selber nicht im psychiatrischen Versorgungssystem arbeiten. Außerdem soll bayernweit in jedem Landkreis eine unabhängige psychiatrische Beschwerdestelle eingerichtet werden, damit sich Betroffene außerhalb der Einrichtungen beschweren können.

- Durchsetzung von Interessen, Anliegen, Forderungen und Rechten Psychiatrie-Erfahrener: Psychiatrie-Erfahrene sollen beteiligt werden - und zwar im Bereich der Psychiatrie und Sozialpsychiatrie, um Maßnahmen auf den Weg zu bringen, mit deren Hilfe Interessen, Anliegen, Forderungen und Rechte von PatientInnen und ehemaligen PatientInnen psychiatrischer Kliniken vertreten werden sollen. in Gremien, Ausschüssen und bei Fachtagungen auf Orts- und Landesebene. In Erinnerung an die Verbrechen der NS-Psychiatrie betrachtet es der Verband als seine Aufgabe, der wiederauftretenden Denkweise vom "lebensunwerten Leben", wie sie zum Teil in der Genforschung und -diagnostik wieder auflebt, entgegenzuwirken. Werde Mitglied in unserem Landesverband und setze Dich für die Rechte Psychiatrie-Erfahrener ein!

Das war der DGKJP Kongress 2026 Sehr geehrte Damen und Herren, vier spannende Kongresstage liegen hinter uns – schön, da...
30/04/2026

Das war der DGKJP Kongress 2026

Sehr geehrte Damen und Herren,

vier spannende Kongresstage liegen hinter uns – schön, dass Sie beim ###IX. DGKJP Kongress 2026 im Congress Centrum Würzburg dabei waren! Unser herzlicher Dank gilt allen Referent:innen, Vorsitzenden, Teilnehmer:innen und fördernden Unternehmen für ihre Teilnahme und die aktive Mitgestaltung der Veranstaltung.

Den vollständigen Newsletter finden Sie unter folgendem Link:
https://rdir.de/r.html?uid=F.h6JfY80EIqJfbAGiX23OABa8N6JfbwGiX3LOAAgajqJfc85p8wwAol91zgKz7lc.DM5ilSmJDhhG35Scm47h_2JdIJJ04GlFRh1BCMKDc8RQ2LBkpXy0h4ULj2hXCtDS7s6n8HTr291Nc8tf-gv6UQ

KontakTee/München: Monatsprogramm MaiLiebe Freunde und Gäste,  Die Teestube ist normalerweise montags von 15 - 21 Uhr un...
30/04/2026

KontakTee/München: Monatsprogramm Mai

Liebe Freunde und Gäste,

Die Teestube ist normalerweise montags von 15 - 21 Uhr und dienstags bis samstags 14 - 21 Uhr geöffnet,
und um 18 Uhr gibt es ein warmes Abendessen.

Geschlossen ist die Teestube am 1.5., 14.5., 18. und 19.5., 21.5., 25.5.

Es finden auch im Mai wieder Gruppen statt: die Malgruppe, Spielegruppe, Singgruppe, Frauengruppe, Yogagruppe, Müpe-Stammtisch und der Disco-Tanzabend
(s. Programm im Anhang).

Besonders hinweisen wollen wir Sie auf die folgenden Veranstaltungen:
- "Fahrradwerkstatt", Radl Reparieren mit Felix am Samstag, den 16. Mai 2026, 15 Uhr

- "Jubiläum 40 Jahre Teestube und 20 Jahre Plaisir" am Mittwoch, den 20. Mai 2026, voraussichtlich 14 Uhr - 21.30 Uhr
mit Reden, einem Fachgespräch mit Prof. Dr. Thomas Becker zu den S3-Leitlinien, einer musikalischen Lesung, Ausstellung, viel Musik, Häppchen, Getränken, Buffet, Disco...

- "Clubhaus International - zurück in die Mitte der Gesellschaft" - Film von Hugo Kroiss am Donnerstag, den 28. Mai 2026, 19 Uhr

Alle Veranstaltungen sind kostenfrei!

Herzliche Grüße,
Silvi Sterr für das Teestuben-Team

--
Teestube KontakTee
Balanstr. 17
81669 München
Tel. 448 7888

Näheres dazu auf unserer Homepage https://baype.info unter »Aktuelle Nachrichten«:
https://www.baype.info/news/1/1229540/nachrichten/kontaktee-münchen-monatsprogramm-mai.html

AWO Bayern: Beteiligung an Studie zur Wirkung der Soziotherapie gesuchtSehr geehrte Damen und Herren, heute möchten wir ...
27/04/2026

AWO Bayern: Beteiligung an Studie zur Wirkung der Soziotherapie gesucht

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute möchten wir Ihnen Informationen zu einer aktuellen Studie im Bereich der Soziotherapie sowie zur Möglichkeit der Beteiligung daran weitergeben.

Wir stehen hierzu im Austausch mit Prof. Dr. Yvonne Kahl von der Fliedner Fachhochschule. Sie hat bereits mehrere Forschungsarbeiten zur Soziotherapie durchgeführt und untersucht derzeit insbesondere deren Wirksamkeit. Die Studie trägt den Titel: „Wirkung der Ambulanten Soziotherapie: Einschätzungen von Patient*innen und Fachkräften (WirAmSo)“.

Für die Durchführung der Studie werden noch Soziotherapeut*innen sowie Patient*innen gesucht, die sich im Rahmen der Forschung beteiligen möchten. Eine entsprechende Kurzinformation zur Studie haben wir Ihnen im Anhang beigefügt.

Wir bitten Sie, diese Information in den jeweiligen Bundesländern unter den entsprechende Dienste und Einrichtungen im Bereich der Soziotherapie weiterzuleiten (trägerübergreifend). Bei Interesse an einer Teilnahme können sich potenzielle Teilnehmende direkt über die im Anhang angegebenen Kontaktdaten an Frau Prof. Dr. Kahl wenden.

Vor dem Hintergrund der bisherigen Forschungsaktivitäten und der Relevanz des Themas halten wir das Vorhaben für unterstützenswert. Die Ergebnisse könnten perspektivisch auch im Rahmen zukünftiger fachlicher und politischer Diskussionen von Bedeutung sein.

Viele Grüße

Stefanie Kalla
Referentin Sozialpsychiatrie und Teilhabe von Menschen mit Behinderung
AWO Landesverband Bayern e.V.
Edelsbergstr. 10, 80686 München

Vorsitz: Nicole Schley/Stefan Wolfshörndl
Geschäftsführer: Andreas Czerny
Vereinsregister: München VR 4165
www.awo-bayern.de

Dachverband Gemeindepsychiatrie: Stellungnahme und Pressemitteilung zu geplanten Kürzungen in der EingliederungshilfeLie...
23/04/2026

Dachverband Gemeindepsychiatrie: Stellungnahme und Pressemitteilung zu geplanten Kürzungen in der Eingliederungshilfe

Liebe Mitglieder, Kooperationspartner: innen und Interessierte,

wir möchten Sie heute über die geplanten Kürzungen in der Eingliederungshilfe informieren und Ihnen hierzu unsere aktuelle Pressemitteilung sowie unsere Stellungnahme übersenden.

Aus Sicht des Dachverbands Gemeindepsychiatrie stehen diese Pläne für einen erheblichen Rückschritt. Sie gefährden Teilhabe, Selbstbestimmung und verlässliche Unterstützungsstrukturen für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen und Behinderungen.

Gerade im Austausch mit Mitgliedern, Kooperationspartner, Fachgesellschaften und weiteren Akteur ist es uns wichtig, diese Entwicklung frühzeitig klar zu benennen sowie fachlich und politisch einzuordnen.

Wir würden uns freuen, wenn Sie die beigefügten Unterlagen zur Kenntnis nehmen, weiterverbreiten und den weiteren Diskussionsprozess aufmerksam begleiten. Gehen Sie gerne damit auf politische Akteure zu, die Sie kennen. Über Gespräche und Reaktionen freuen wir uns über eine kurze Rückmeldung, damit wir diese bündeln können.
Wir informieren Sie über den weiteren Verlauf!

Für Rückfragen oder eine vertiefende Abstimmung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Tina Lindemann

Geschäftsführung
Dachverband Gemeindepsychiatrie e. V.
Richartzstraße 12
50667 Köln

www.dvgp.org

Näheres dazu auf unserer Homepage https://baype.info unter »Aktuelle Nachrichten«:
https://www.baype.info/news/1/1226419/nachrichten/dachverband-gemeindepsychiatrie-stellungnahme-und-pressemitteilung-zu-geplanten-kürzungen-in-der-eingliederungshilfe.html

Bezirk Schwaben: VeranstaltungshinweiseSehr geehrte Beauftragte für Menschen mit Behinderung,Sehr geehrte Beauftragte fü...
22/04/2026

Bezirk Schwaben: Veranstaltungshinweise

Sehr geehrte Beauftragte für Menschen mit Behinderung,

Sehr geehrte Beauftragte für Inklusion,

Sehr geehrte Damen und Herren,

gerne möchten wir Sie auf zwei besondere Veranstaltungen aufmerksam machen:

Am Donnerstag, 07. Mai, findet von 13:00 bis 19:00 Uhr in Kempten (Asphaltanlage und Vereinsheim neben dem Illerstadion) das Netzwerktreffen „ Bayern 2026“ von Special Olympics Bayern statt. Die Veranstaltung steht im Zusammenhang mit den Winter-Landesspielen 2027 von Special Olympics in Sonthofen und den Hörnerdörfern und richtet sich an Interessierte, Sportvereine und ehrenamtlich Engagierte. Eine Anmeldung ist noch bis zum 26. April möglich. Weitere Informationen finden Sie in der Anlage.

Am Freitag, 08. Mai, findet von 11:00 bis 23:00 Uhr die Veranstaltung „Wir bewegen Inklusion“ im Kongress am Park in Augsburg statt. Anlass ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Sie erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit spannenden Beiträgen, persönlichen Geschichten, kulturellen Highlights sowie einer barrierefreien Abendveranstaltung. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Anmeldung: https://www.eventbrite.com/e/wir-bewegen-inklusion-2026-tickets-1410131624649
Weitere Informationen finden Sie ebenfalls in der Anlage.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie diese Hinweise in Ihrem Netzwerk weitergeben und wir uns vielleicht bei einer der Veranstaltungen persönlich begegnen.

Mit freundlichen Grüßen
Miranda Tonini

Bezirk Schwaben
Sozialverwaltung
Stabsstelle Sozialplanung und Soziale Projekte
Karolinenstraße 28, 86152 Augsburg
www.bezirk-schwaben.de

Näheres dazu auf unserer Homepage https://baype.info unter »Aktuelle Nachrichten«:
https://www.baype.info/news/1/1225859/nachrichten/bezirk-schwaben-veranstaltungshinweise.html

Dachverband Gemeindepsychiatrie: Petition Teilhabe ist Menschenrecht!Sehr geehrte Damen und Herren,wir möchten noch einm...
21/04/2026

Dachverband Gemeindepsychiatrie: Petition Teilhabe ist Menschenrecht!

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten noch einmal auf diese Petition aufmerksam machen und bitten um Unterstützung durch Ihre Unterschrift und das Teilen in Ihren Netzwerken.

Sparmaßnahmen dürfen nicht zulasten der vulnerabelsten Menschen gehen. Teilhabe ist ein Menschenrecht und keine verhandelbare Größe.

Verlässliche Unterstützung braucht qualifiziertes Fachpersonal, das gut ausgebildet ist und fair bezahlt wird. Nur so können Menschen die Begleitung erhalten, die sie für Selbstbestimmung, gesellschaftliche Teilhabe und ein gutes Leben brauchen.

Bitte unterstützen Sie die Petition und helfen Sie mit, den Aufruf weiterzutragen.

Keine Kürzungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung: Der Deutsche Bundestag wird aufgefordert, keine gesetzlichen Änderungen vorzunehmen, die zu Kürzungen und Einschränkungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung - zum Beispiel durch Pauschalierungen - führen.

Denn Teilhabe ist Menschenrecht.

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2026/_02/_27/Petition_195716.html

Informationen über diese Petition finden Sie hier:
https://www.lebenshilfe.de/informieren/familie/eingliederungshilfe-und-das-bundesteilhabegesetz/teilhabe-ist-menschenrecht

Mit freundlichen Grüßen aus Köln

Evelyn Bolduan
Sekretariat

www.dvgp.org

"Teilhabe ist Menschenrecht" – so heißt die neue Kampagne der Bundesvereinigung Lebenshilfe gegen geplante Kürzungen an der Eingliederungshilfe (EGH).

Der Paritätische: Massive Kürzungsvorschläge bei Kindern, Jugendlichen und Menschen mit Behinderung16. April 2026Ein akt...
21/04/2026

Der Paritätische: Massive Kürzungsvorschläge bei Kindern, Jugendlichen und Menschen mit Behinderung

16. April 2026
Ein aktuelles Arbeitspapier von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden enthüllt drastische Kürzungspläne in der Kinder- und Jugendhilfe und der Eingliederungshilfe.
Ein bislang internes Arbeitspapier enthält Vorschläge für erhebliche Kürzungen im Sozialbereich, insbesondere in der Kinder- und Jugendhilfe und der Eingliederungshilfe. Würden diese Kürzungen umgesetzt, wären Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen massiv betroffen.
Das Arbeitspapier enthält Vorschläge der kommunalen Spitzenverbände sowie von Ministerien aus Bund und Ländern. Sie umfasst Kürzungen von mindestens 8,6 Milliarden Euro, wobei viele vorgeschlagene Maßnahmen in ihrem finanziellen Umfang noch nicht ermittelt sind.

Rolle rückwärts bei zentralen Errungenschaften

Für die Errungenschaften bei der Inklusion von Menschen mit Behinderungen und in der Kinder- und Jugendhilfe würde die Umsetzung der Vorschläge eine Rolle rückwärts bedeuten. Sie zielen auf eine weitreichende Abschaffung von Individualansprüchen durch sogenanntes Pooling oder Vorrangregelungen von so genannten Infrastrukturleistungen ab. Das Wunsch- und Wahlrecht soll eingeschränkt oder abgeschafft werden. Leistungen sollen auf andere Schultern verteilt werden, auch auf die der Leistungsempfangenden selbst, etwa durch Anrechnung von Einkommen und Vermögen oder durch Eigenanteile bei Fahrtkosten. In ihrer Gesamtschau stehen die Vorschläge zu großen Teilen im Gegensatz zur UN-Behindertenrechtskonvention und zur Kinderechtskonvention.
Die Sparvorschläge der Kommunen zielen dabei fast ausschließlich auf Leistungskürzungen. Neue Finanzierungswege werden kaum erwogen, während Länder Einsparpotenzial vor allem bei Schnittstellen von Leistungsträgern sehen. Völlig fehlen Vorschläge zur Ursachenbekämpfung in der Kinder- und Jugendhilfe – etwa bei Armut, Gesundheitseinschränkungen oder Gewalt.

Einseitige Perspektiven auf Kostenentwicklung

Zudem zeigt sich ein einseitiger Blick auf die Kostenentwicklung. Wesentliche Gründe für die Entwicklung sind steigende Personalkosten, Inflation und eine wachsende Zahl an Leistungsberechtigten. Auf eine tatsächliche Verbesserung bzw. Ausweitung der Leistungen für Menschen mit Behinderungen lässt sich die Kostenentwicklung in der Eingliederungshilfe nur in geringerem Umfang zurückführen.
In der Kinder- und Jugendhilfe trugen insbesondere der Ausbau in der Kindertagesbetreuung im U3-Bereich, der Ü3-Plätzeausbau sowie qualitative Verbesserungen wie verbesserte Personal-Kind-Schlüssel oder die Ausweitung der Eingliederungshilfe zum Kostenanstieg bei. Die Erziehungshilfen weiteten sich durch den enormen Ausbau ambulanter Hilfen aus, verbesserten sich durch intensive Kinderschutzdebatten qualitativ und erschlossen neue Zielgruppen durch gestiegene Unterstützungsbedarfe von geflüchteten Minderjährigen. Hinzu kam die steigende Anzahl an Leistungsberechtigten mit seelischer Behinderung, insbesondere im schulischen Kontext.
Ein wesentlicher Faktor ist die allgemeine Preisentwicklung: Zwischen 2006 und 2023 wurden mindestens 43 Prozent des nominalen Ausgabenanstiegs der gesamten Kinder- und Jugendhilfe durch die Inflation ausgeglichen. Die Entwicklung der Kosten ist also aufgrund gesellschaftlicher Entwicklungen erklärbar, auf die politisch reagiert wurde: ausreichende und qualitative Kindertagesbetreuung mit Ausweitung auf Ganztagsbetreuung, besserer und intensiverer Kinderschutz, mehr ambulante statt intensiver stationärer Betreuungen und eine stärkere Personenzentrierung in der Leistungserbringung, die Aufnahme unbegleiteter geflüchteter Kinder und Jugendlicher insbesondere 2015/2016. Die Kürzungsvorschläge stellen den politischen Willen infrage, Kinder und Jugendliche gut aufwachsen zu lassen. Mit Blick auf den Anspruch von Menschen mit Behinderungen auf gleichberechtigte Teilhabe soll das Rad deutlich zurückgedreht werden.

Fünf Beispiele für vorgeschlagene Kürzungen

Infrastrukturmaßnahmen statt Einzelfallhilfen

Vorgeschlagen wird, Infrastrukturangebote wie Kitas oder Jugendsozialarbeit gegenüber individuellen Hilfen zu priorisieren. Das Einsparpotenzial wird mit 100 Millionen Euro angegeben. Dies lässt völlig offen, dass es dann dringend einen Ausbau von Infrastruktur (Kita, Betreuung in der Grundschule, Jugendsozialarbeit, Familienbildung etc.) bräuchte. Diese so genannten „Infrastrukturangebote“ sind nicht flächendeckend erreichbar und z.B. die Jugendsozialarbeit und Familienbildungsangebote prekär ausgestattet.
In der Praxis würde der Vorschlag z.B. heißen: Gibt es Unterstützungsbedarf in einer Familie, weil z.B. ein Elternteil psychisch krank ist und Alltag und Erziehung nicht gut bewältigen kann, dann gibt es keine ambulante Familienhilfe, sondern die Kita wird als Infrastrukturangebot in die Pflicht genommen, darauf hinzuwirken, dass das Kind rechtzeitig in die Kita kommt, genügend Essen zu Hause im Kühlschrank ist, die Hygiene und Gesundheit des Kindes eingehalten wird, Ämtergänge möglich sind etc. Dies ist bisher Aufgabe von ausgebildeten Sozialarbeiter*innen, die in die Familiensituation hineingehen und durch die ambulante Hilfe möglichst verhindern, dass es zu einer Kindeswohlgefährdung kommt und die Kinder sicher zu Hause aufwachsen können. Erzieher*innen der Kita können dies nicht leisten und sind dafür auch nicht ausgebildet. Es bräuchte also eine Kita-Sozialarbeit, die mit entsprechenden Ressourcen ausgestattet ist. Diese gibt es aber in den meisten Kitas bisher nicht.

Streichung von Integrationshilfe und Schulassistenz als Auftrag der Eingliederungshilfe

Die Leistungen zur Teilhabe an Bildung nach § 112 SGB IX sollen gestrichen werden. Unterstützung in Schule und Hochschule soll ohne ergänzende Hilfe der Eingliederungshilfe vollständig von der Schule erbracht werden. Erhofft werden damit Einsparungen in Höhe von drei Milliarden Euro bei Ländern und Kommunen.
Die UN-Behindertenrechtskonvention garantiert allen Menschen mit Behinderungen das Recht auf inklusive, hochwertige Bildung, in Schule, Hochschule und Weiterbildung. Der individuelle Rechtsanspruch auf notwendige Unterstützung ist ein elementarer Bestandteil der Umsetzung dieses Rechts. Die Streichung von § 112 SGB IX führt zu einer Schlechterstellung von Kindern und Studierenden mit Beeinträchtigungen. Eine Assistenz als Schulangebot ohne Berücksichtigung des Einzelbedarfs führt zu struktureller Benachteiligung. Sie führt nicht zu Kostensenkung, sondern mittel- und langfristig zu Mehrkosten. Die Vorschläge verkennen zudem die unzureichenden Ressourcen in Bildungseinrichtungen. Die eingesparten drei Milliarden würden im Aufbau analoger Schulangebote aufgehen.

Bundesmittel für Kindertagesbetreuung ohne Qualitätsbindung

Vorgeschlagen werden Bundesmittel für Kindertagesbetreuung bei gleichzeitigem Verzicht auf ein Qualitätsentwicklungsgesetz des Bundes. Standards bezüglich Betreuungsumfang und Personalschlüssel sollen überprüft werden, ein „Schritt zu mehr Selbstverantwortung in den Familien" wird gefordert. Die Betriebserlaubnispflicht für Kitas soll entfallen. Damit werden Einsparungen in Höhe von 100 Millionen Euro für Länder und Kommunen erwartet.
Die Forderung an den Bund, Geld zu geben und gleichzeitig den Ländern und Kommunen einen Freibrief zu erteilen, Standards zu überprüfen und die Betriebserlaubnis als wichtiges Kontrollinstrument für die Qualität der Betreuung abzuschaffen, ist problematisch. „Mehr Selbstverantwortung der Familien" bedeutet übersetzt: Betreuungszeit, Betreuungspersonal und Qualität heruntersetzen, um Kosten zu sparen und die Betreuung auf Familien zu verlagern. Dies konterkariert die aktuelle Diskussion um die Notwendigkeit einer qualitativen Kindertagesbetreuung.

Einschränkung von Teilhabeleistungen und des Wunsch- und Wahlrechts

Für die Eingliederungshilfe schlagen die kommunalen Spitzenverbände unter anderem vor, die Finanzierung von Hilfsmitteln einzuschränken. Bisher werden Hilfsmittel finanziert, die eine durch die Behinderung bestehende Einschränkung einer gleichberechtigten Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft ausgleichen. Stattdessen soll eine Liste genehmigungsfähiger Hilfsmittel festgelegt werden, inkl. Finanzierungsobergrenzen. Darüber hinaus sollen Leistungsträger die Belegung von Leistungsangeboten stärker steuern können, etwa durch Belegungsrechte. Zur verstärkten Pauschalierung von Leistungen liegen unterschiedliche Vorschläge vor, insbesondere die Zustimmung der Leistungsberechtigten zur pauschalen Erbringung wird Infrage gestellt.
Bereits jetzt erhalten Menschen mit Behinderungen Leistungen nur in dem Umfang, in dem sie zur gleichberechtigten Teilhabe notwendig sind. Eine Einschränkung des Leistungsspektrums macht Teilhabe zu einer Frage des Geldbeutels. Die mit Belegungsrecht und vorgegebenem Leistungspooling zusätzlich vorgesehenen Einschränkungen des Selbstbestimmungsrechts in Bezug auf die konkrete Leistung ist ein weiterer tiefer Einschnitt in menschenrechtlich garantierte Teilhabemöglichkeiten.

Unterhaltsvorschuss kürzen

Beim Unterhaltsvorschuss soll die Ausweitung der Leistungsberechtigten von 2017 zurückgenommen werden, um eine Milliarde Euro zu sparen. Begründet wird dies nicht zuletzt damit, dass Alleinerziehende durch Rechtsansprüche auf ganztägige Förderung überwiegend erwerbstätig seien und im Bedarfsfall ergänzende Leistungen erhalten könnten.
Der Unterhaltsvorschuss ist für Alleinerziehende eine enorm wichtige Leistung. Im Jahr 2024 waren mehr als 850.000 Kinder auf diese Ersatzleistung für nicht gezahlten Kindesunterhalt angewiesen. Die Begründung, warum Kürzungen vertretbar seien, ist vor dem Hintergrund anderer Vorschläge (Einschränkungen des Ganztags und Verlagerung von Betreuung in die Familien), widersprüchlich und unangemessen.

Dokument

Der Paritätische Gesamtverband veröffentlicht dieses Dokument, weil die Öffentlichkeit ein Recht darauf hat zu wissen, was in ihrem Namen geplant wird: Internes Arbeitspapier und Bewertung des Paritätischen. Die Veröffentlichung enthält eine Einordnung des Arbeitspapiers, eine Übersicht der Kürzungsvorschläge und Bewertung des Paritätischen im Einzelnen sowie das Arbeitspapier „Effizienter Ressourceneinsatz bei Leistungsgesetzen“.

Dokumente zum Download
https://256546.seu2.cleverreach.com/c2/ATWYXFY/256546-17029469/38afba01e73a-49b0eb5bba9e-7235d524eeba-a3fa08f02ff5-564658da52bd-f85c78944f69-a3abbd4ecb9c-f1c4256d94a2-beb899d37e5c-4598226322a7-9ae6ebfb/

Dachverband Gemeindepsychiatrie: Kurznachricht Neue WebsiteLiebe Mitglieder und Freund:innen des DVGP,unsere neue Websit...
15/04/2026

Dachverband Gemeindepsychiatrie: Kurznachricht Neue Website

Liebe Mitglieder und Freund:innen des DVGP,

unsere neue Website ist bereits seit Januar 2026 online. Gerne möchten wir sie Ihnen nun erneut gezielt vorstellen und auf die wichtigsten Neuerungen hinweisen.

Der Webauftritt sowie das neue Corporate Design des DVGP wurden im Rahmen des Projekts „Part-Web: Partizipation online – Ein Webangebot des Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V.“ realisiert, das seit dem 15.06.2024 von der Barmer gefördert wurde.

Zu den Neuerungen zählen:
- eine verbesserte Suchfunktion für einen schnellen und gezielten Zugang zu Inhalten,
- eine klare und intuitive Navigation,
- einen Veranstaltungskalender mit allen wichtigen Terminen,
- ein übersichtlich gestalteter Shop mit Materialien des DVGP.
Ziel ist es, Inhalte leichter zugänglich zu machen und die Nutzung der Website insgesamt zu vereinfachen. Der Webauftritt richtet sich besonders an Betroffene/Erfahrungsexpert:innen, An- und Zugehörige, die Öffentlichkeit, die Fachwelt und die Politik.

Die Inhalte sind so aufbereitet, dass insbesondere Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen sowie deren An- und Zugehörige niedrigschwellig erreicht werden.

Wir laden Sie herzlich ein, die neue Website zu entdecken:
https://civicrm.dvgp.org/civicrm/mailing/url?u=1045&qid=10742

Herzliche Grüße
Ihr Team des DVGP

EINLADUNG: Angehörige von NS-„Euthanasie“-Opfern erzählen - „Wenn Erinnerung persönlich wird“Sehr geehrte Damen und Herr...
15/04/2026

EINLADUNG: Angehörige von NS-„Euthanasie“-Opfern erzählen - „Wenn Erinnerung persönlich wird“

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Sie herzlich zum Podium der Gedenkinitiative für NS-Euthanasie“-Opfer im Alten Rathaus einladen.

Mit dem Podium „Wenn Erinnerung persönlich wird. Angehörige von NS-‚Euthanasie‘-Opfern im Gespräch“ bringt die Gedenkinitiative gemeinsam mit den Münchner Psychiatrie-Erfahrenen Angehörige zusammen, die von ihren ermordeten Verwandten, ihren Recherchen und ihren Formen des Gedenkens berichten.

Die Opfer der NS-„Euthanasie“-Morde gehören bis heute zu den vergessenen Opfern der NS-Gewaltherrschaft, dabei stellen sie in München die zweitgrößte Opfergruppe dar. Bis heute wissen viele betroffene Familien nur wenig über Recherchemöglichkeiten. Das möchte wir mit diesem Podium ändern.

Dominik Krause, 2. Bürgermeister der Landeshauptstadt München, hat die Schirmherrschaft übernommen.

Die Veranstaltung wird in Deutsche Gebärdensprache übersetzt.

📅 Freitag, 24. April 2026
🕕 Einlass ab 18:00 Uhr, Beginn 18:30 Uhr
📍 Altes Rathaus, 80331 München
👉 Anmeldung erbeten: https://forms.gle/vnWBpPZhvfAggbvCA
🌐 https://gedenkinitiative-ns-euthanasie.de/podium-wenn-erinnerung-persoenlich-wird/

Mit herzlichen Grüßen

Sibylle von Tiedemann


https://gedenkinitiative-ns-euthanasie.de
www.ns-euthanasie-aufarbeitung.de

Näheres dazu auf unserer Homepage https://baype.info unter »Aktuelle Nachrichten«:
https://www.baype.info/news/1/1222894/nachrichten/einladung-angehörige-von-ns-euthanasie-opfern-erzählen-wenn-erinnerung-persönlich-wird.html

Paritätischer unterstützt Petition gegen Kürzungen bei der TeilhabeAus einer Email des Paritätischen zitiert: Liebe Koll...
14/04/2026

Paritätischer unterstützt Petition gegen Kürzungen bei der Teilhabe

Aus einer Email des Paritätischen zitiert:

Liebe Kolleg*innen,

wir unterstützen die Petition “Keine Kürzungen bei der Teilhabe” an den Deutschen Bundestag. Ziel ist es, Kürzungen und Einschränkungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen zu verhindern - zum Beispiel durch Pauschalierungen.

Die Petition ist seit heute öffentlich.

Hier unsere Fachinfo dazu: https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/petition-unterstuetzen-keine-kuerzungen-bei-der-teilhabe/

Wir freuen uns, wenn auch ihr sie weiterverbreitet!

Zum Hintergrund:

Die Lebenshilfe hat die Petition Ende Februar beim Deutschen Bundestag initiiert. Hauptpetentin ist wegen ihrer großen Bekanntheit Ulla Schmidt. Gemeinsam mit anderen Verbänden unterstützen wir die Petition.
Für eine öffentliche Anhörung vor dem Petitionsausschuss sind 30.000 Unterschriften innerhalb von 6 Wochen nach der Veröffentlichung erforderlich.

In der Regel sehen wir Petitionen nicht als Mittel der Wahl, um uns als großem Verband Gehör zu verschaffen. Vor dem Hintergrund der drohenden Kürzungen, der großen verbandlichen Bedeutung der Eingliederungshilfe und der Initiative der Lebenshilfe werben wir hier ausdrücklich für die Verbreitung und Unterzeichnung.

Viele Grüße
Wiebke

Wiebke Schröder
Referentin Kommunikation und Kooperation

Der Paritätische Gesamtverband
Neue Anschrift ab 01.04.2026:
Tempelhofer Damm 156
12099 Berlin

www.paritaet.org

MüPE: NL KW 15 | Fachtag in Bremen, Offene Tür im Clubhaus Schwalbennest, psychologische Veranstaltungen vom MVHS, Buch ...
10/04/2026

MüPE: NL KW 15 | Fachtag in Bremen, Offene Tür im Clubhaus Schwalbennest, psychologische Veranstaltungen vom MVHS, Buch über Pat.-Verfügungen (kostenfrei), Angehörige und Pflege zuhause (Veranstaltung), Demo gegen Kürzungen bei Therapeuten, Workshop...

Näheres dazu auf unserer Homepage https://baype.info unter »Aktuelle Nachrichten«:
https://www.baype.info/news/1/1221106/nachrichten/müpe-nl-kw-15-fachtag-in-bremen-offene-tür-im-clubhaus-schwalbennest-psychologische-veranstaltungen-vom-mvhs.html

Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen Augsburg: Ausschreibung Vortrag ePALiebe Selbsthilfeaktive, Im Download-Bereich (si...
09/04/2026

Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen Augsburg: Ausschreibung Vortrag ePA

Liebe Selbsthilfeaktive,

Im Download-Bereich (siehe unten) finden Sie die Ausschreibung zum Vortrag elektronische Patientenakte.

Wir freuen uns, wenn Sie von dem Angebot rege Gebrauch machen.

Ihr Team der Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen

Kerstin Asmussen, Anja Nachtrub, Franziska Schmid,
Uschi Eggert, Alex Haf-Wittreck

Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen Augsburg/Schwaben Nord
Stadt Augsburg - Gesundheitsamt
Karmelitengasse 11 - 86152 Augsburg
www.augsburg.de/selbsthilfegruppen

Adresse

GlückStr. 2
Augsburg
86153

Öffnungszeiten

Montag 10:00 - 13:00
Dienstag 10:00 - 13:00
Mittwoch 10:00 - 13:00
Freitag 10:00 - 13:00

Telefon

+4982145047863

Webseite

https://linktr.ee/baype.info

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