12/01/2026
I know from my own experience how it feels when life suddenly changes.
When an accident, an illness, or an unexpected event turns everything upside down, and as a family you are simply trying to stay strong and find your way.
I was in exactly this situation after my mother was involved in a very serious car accident and narrowly survived.
What followed was a long and exhausting period filled with worry, hope, and uncertainty. There were many transitions between intensive care, rehabilitation, setbacks, and new fears. And again and again, the same quiet question: What happens next?
Despite everything, my mother made it through.
But at some point I felt that something was no longer right. She was extremely weak, weighed only 36 kilograms, and I had the feeling that within the medical system she was slowly being lost as a person.
From this feeling, I made a decision that was not easy, but felt right.
I brought my mother home and took over her care myself.
This time changed me deeply.
I experienced how important closeness, trust, and continuity truly are. How much calm and stability can arise when care is not only about routines, but about presence, listening, and genuine human connection.
And I saw how alone family members often feel, even though they are doing everything they can.
Through my mother’s journey, a thought grew inside me:
If I can walk this path for my mother, then I want to walk it together with other people and their families as well.
This is where what we do today was born.
Over the past six years, we have had the privilege of accompanying many people here on very different paths.
Some on their way back into life, some in regaining a sense of independence, and some during the final chapter of their lives, which we strive to make as dignified, calm, and loving as possible.
We know how much courage it takes to accept help.
That is why we approach every person individually, with respect, patience, and heart – always with the intention of offering safety, relief, and trust.
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Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie es sich anfühlt, wenn sich das Leben von einem Moment auf den anderen verändert.
Wenn ein Unfall, eine Krankheit oder ein Schicksalsschlag plötzlich alles auf den Kopf stellt – und man als Familie einfach nur versucht, irgendwie stark zu bleiben.
Ich war selbst in genau so einer Situation, nachdem meine Mama einen sehr schweren Verkehrsunfall hatte und nur knapp ĂĽberlebt hat.
Was folgte, war eine lange, anstrengende Zeit voller Sorgen, Hoffen und Warten. Immer wieder der Wechsel zwischen Intensivstation, Reha, Rückschlägen und neuen Ängsten. Und immer die Frage: Wie geht es weiter?
Trotz allem hat meine Mama es geschafft.
Aber irgendwann habe ich gespürt, dass etwas nicht mehr stimmig war. Sie war sehr geschwächt, wog nur noch 36 Kilo, und ich hatte das Gefühl, dass sie im ganzen medizinischen Ablauf ein Stück weit verloren ging.
Aus diesem GefĂĽhl heraus habe ich eine Entscheidung getroffen, die nicht leicht war, sich aber richtig angefĂĽhlt hat:
Ich habe meine Mama zu mir nach Hause geholt und die Pflege selbst ĂĽbernommen.
Diese Zeit hat mich tief geprägt.
Ich habe erlebt, wie wichtig Nähe, Vertrauen und Kontinuität sind. Wie viel Ruhe und Stabilität es geben kann, wenn Pflege nicht nur aus Abläufen besteht, sondern aus Zuhören, Dasein und echtem Mitgehen.
Und ich habe gesehen, wie alleine sich Angehörige oft fühlen – obwohl sie ihr Bestes geben.
Hintergrund meiner Mama ist in mir ein Gedanke gewachsen:
Wenn ich diesen Weg für meine Mama gehen kann, dann möchte ich ihn auch für andere Menschen und ihre Familien mitgehen.
Und genau daraus ist das entstanden, was wir heute tun.
In den letzten sechs Jahren durften wir hier viele Menschen begleiten – auf ganz unterschiedlichen Wegen.
Manche auf dem Weg zurück ins Leben, manche dabei, ein Stück Selbstständigkeit wiederzufinden, und manche auf dem letzten Abschnitt ihres Lebens, den wir so würdevoll, ruhig und liebevoll wie möglich gestalten durften.
Wir wissen, dass es Mut braucht, Hilfe anzunehmen.
Deshalb begegnen wir jedem Menschen individuell, mit Respekt, Geduld und Herz – und immer mit dem Wunsch, Sicherheit, Entlastung und Vertrauen zu geben- eine Hand zu geben das sich niemand alleine fühlt.