31/01/2026
Ein sehr schöner Beitrag zu diesem Spruch, der schnell gesagt und sicherlich immer gut gemeint ist.
Absolut lesenswert.
„Aufgeben ist keine Option!“
Ich kann’s nicht mehr hören, auch, wenn ich es selbst so oft gesagt habe.
Oft genug zu mir selbst.
Aber irgendwann kommt ein Punkt, an dem man darüber nachdenken muss.
Ernsthaft darüber nachdenken muss.
Als gesunde Frau habe ich oft gesagt:
„Im Falle des Falles, möchte ich keine lebenserhaltenden Maßnahmen bekommen, das wäre keine Lebensqualität, die ich mir wünsche und vorstellen kann. Und ich möchte niemandem zur Last werden“, und mein ganzer Stammtisch stimmte mir nickend zu, stieß an, und ging irgendwann wieder nach Hause und stürzte sich wieder in seinen Alltag.
Heute ist es anders.
Streng genommen erhalte ich lebenserhaltende Maßnahmen (und noch strenger genommen bleibt das auch so) und ich stelle mir nicht mehr die Frage, OB ich aufgebe, sondern WANN.
Denn die Sache ist die: ich mache das nicht nur für mich.
Ich kämpfe nicht nur um mein eigenes Leben, ich bin auch gleichzeitig Mutter.
Ich kämpfe dafür, Hausaufgaben zu kontrollieren, die Spülmaschine auszuräumen und Sonntag Morgen im Pyjama am Frühstückstisch zu sitzen. Unaufgeregt.
Dafür, die Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit des Alltags zu erhalten, wohlwissend, dass beides eigentlich bedingt nebeneinander koexistieren kann und dass gute Perspektiven eine große Rolle dabei spielen.
„Aufgeben“ ist eine Option.
Eine, die überlegt werden muss.
Dabei geht’s doch eigentlich um etwas ganz anderes.
Ich müsste mich verabschieden von allem, was mir lieb ist, allem, was ich habe, und dem, was mich ausmacht.
Und das kann ich nicht.
Nicht „noch“ nicht.
Sondern gar nicht.
Aufgeben ist eine Option.
Eine überlegte, der man wertfrei gegenüber treten muss.
Nur der Abschied, der bleibt keine. Der passiert, ob man will, oder nicht.
Nicht, weil er eine Option wäre, sondern weil er alternativlos ist.