23/07/2024
„…Weihnachten werden Sie nicht mehr erleben“
Diesen Satz hat eine bekannte Influencerin von Ihrem Arzt gehört.
Direkt nach der Diagnose Brustkrebs mit Metastasen.
Ein anderer Fall:
Bei der Frage einer 48-jährigen Krebspatientin: „…erlebe ich noch meinen 50igsten Geburtstag?“ schwieg der Arzt und sagte nichts.
Als ich letzte Woche diese beiden Berichte in den Medien (ARD und BILD, du kannst sie gerne selber angucken, die Links sind unten) gesehen habe, habe ich nicht nur an die Betroffenen gedacht, sondern auch, welche Chancen auf Heilung hier verschenkt wurden.
Natürlich sind die Ärzte wissenschaftlich und statistisch wohl auf der richtigen Seite. Vielleicht haben sie auch Recht, wenn sie argumentieren würden, dass sie nicht unnötig Hoffnung machen wollten.
Doch was macht das mit den Menschen, die Angst um Ihr Leben haben, deren ganzer Plan vom Leben, mit der Diagnose und den Worten von einer Sekunde auf die andere zerplatzt wie eine Seifenblase? Jede Hoffnung wird in diesem Moment zerstört.
Diese Worte brennen sich ein, werden zum ständigen Gedanken und desto mehr glaubt man dran. Desto eher werden sie auch wahr.
Kurz: Je mehr ich einer Person vertraue und je mehr Kompetenz ich ihr zuschreibe, desto mehr glaube ich ihr.
Dazu fallen mir sooo viele Zitate ein, aber eines meiner Lieblingszitate ist:
„Der Körper folgt dem Gedanken“
und stammt von Emil Coué, einem französischen Apotheker und Autor, sowie Begründer der modernen, bewussten Autosuggestion
Was Worte und Glaube alles bewirken können, zeigen tausende Placebo und Nocebo Studien. Sie können sowohl zerstören aber auch heilen.
Ich frage mich wirklich, wäre es so schlimm, Hoffnung zu geben, auch wenn die Statistik dagegen spricht? Gibt es nicht in jeder Statistik Fehlertoleranzen und Ausnahmen? Ist ein Menschenleben es vielleicht Wert, sich eher die positiven Ausnahmen anzuschauen?
Dabei meine ich nicht lügen und klar auch über die Statistik reden, nur wieviele Menschen haben exakt dieselbe, individuelle Situation wie die beiden Frauen, über die wir reden?
Keiner, jeder Mensch ist einzigartig, die Genetik, die Gedanken, die Substanz, der Wille.
Es soll ja nichts beschönigt werden, aber eine etwas positivere Formulierung, ein bißchen mehr Hoffnung, ein wenig mehr Glauben an Heilung schaffen, kurz ein Licht am Horizont anknipsen, ist doch tausendmal besser als ein Tunnel ohne Licht? Ohne Richtung?
Wäre so ein Satz wie:
„Auch mit dieser Diagnose haben viele Menschen Weihnachten erlebt und wurden danach auch gesund: Je mehr sie den Glauben daran entwickeln desto eher werden sie auch Weihnachten feiern“
Und:
„Ich würde mich freuen, wenn Sie mir zu ihrem 50igsten Geburtstag eine Karte schreiben und mir mitteilen, dass sie den Krebs überwunden haben. Es gibt viele, die diese Krankheit überwunden haben…..“
Wäre das falsch? Moralisch? Ethisch? Rechtlich?
Versteh mich bitte richtig, ich weiß dass es sooo viele tolle Ärzte und Ärztinnen gibt, die sich wunderbar um ihre Patienten kümmern und weit mehr leisten, als sie eigentlich lt. Arbeitsvertrag müssten. Auch die von mir hier im Artikel angesprochenen Ärzte sind wahrscheinlich großartige Ärzte und haben sich vielleicht nur keine Gedanken über die starke Wirkung ihrer Worte gemacht.
Umso mehr ist diese kleine Gedankenanregung vielleicht ein Ansatz für eine etwas liebevollere Art im Umgang mit Patienten.
Es wäre wunderbar, wenn alle wüssten, wie mächtig die Worte von Ärzten und Ärztinnen sind.
In einer kleinen Studie in den USA wurden den Patienten in einem Krankenhaus, in einer Gruppe, die Medikamentendose, einmal vom Pflegepersonal wortlos auf den Nachtisch gestellt und in einer anderen Gruppe vom Chefarzt/Chefärztin persönlich. Dazu gab es noch aufmunternde Worte vom Chefarzt/Chefärztin über einen positiven Heilungsverlauf. Das Ergebnis war verblüffend. Obwohl kein anderes Medikament verabreicht wurde, hatte die Gruppe mit der ärztlichen Medikamentenübergabe einen viel besseren Heilungsverlauf.
„Willst du dem Körper helfen, musst du zuerst die Seele heilen“
Platon
Im übrigen, die 48 jährige Krebspatientin, die nach ihrem 50igsten Geburtstag gefragt hat, ist heute 52 Jahre alt und fühlt sich wohl.
Hier gibt es den TV-Bericht – ab Minute: 33:06 kannst Du es selbst anschauen. Sie hat es mit festem Glauben und einer Muskeltherapie geschafft.
https://www.ardmediathek.de/video/ard-wissen/mein-koerper-meine-muskeln-mehr-als-power-und-pumpen/br-fernsehen/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdFNjaGVkdWxlU2xvdC8yMTQ3MmUwOC0wNGIzLTQwMTUtOTU0NC0xNjI5ZTBiZjIyZjY
Und den Bericht von der Influencerin findest Du hier:
https://www.bild.de/unterhaltung/stars-und-leute/patrice-aminati-hat-krebs-arzt-sagte-sie-erlebe-weihnachten-nicht-6698c967ebb1b2592aa975ea
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"Der Körper folgt dem Gedanken"
Dieses Zitat finde ich wunderschön und passend.