06/04/2026
Die Aussage „toxische Beziehung ist kein systemischer Ansatz“ ist in der psychologischen Betrachtung vielschichtig. Systemisch betrachtet wird eine toxische Beziehung oft als ein hochgradig destruktives, eingespieltes Beziehungs-System verstanden, nicht als Ansatz zur Lösung.
Toxische Beziehungen sind gekennzeichnet durch Trauma-Bonding, heiße-kalte Phasen, emotionale Abhängigkeit und Manipulation. Sie bilden ein geschlossenes System aus negativen Verhaltensmustern, in dem Respektlosigkeit und Grenzüberschreitungen an der Tagesordnung sind.
Systemisch gesehen entsteht oft ein Ungleichgewicht, etwa zwischen stark verlustängstlichen und bindungsängstlichen Partnern, die sich gegenseitig in der Dynamik festhalten.
Während die systemische Therapie auf Beziehungen schaut, um Muster zu ändern, sind toxische Dynamiken meist zu festgefahren für gemeinsame Paartherapie.
Der Ansatz zur "Heilung" ist hier meist die konsequente Trennung und der Ausbruch aus dem System, da das System selbst die Quelle des Schadens ist.
Oft reaktivieren toxische Beziehungen alte Bindungstraumata, was bedeutet, dass die Dynamik zwar im Paar stattfindet, aber ihre Wurzeln in der individuellen Geschichte hat.
Eine toxische Beziehung ist ein negatives System, aber kein systemischer Ansatz zur gesunden Lebensführung.
Mehr unter www.andea-lange-weihs.de