09/12/2022
Mehr fact, weniger fun. Ja, es handelt sich um ein Live Foto aus meiner Apotheke - Freitag Nachmittag 17 Uhr.
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Wir haben eine Lieferung vom Großhandel bekommen.
Bestellt wurde die Ware mittags 13 Uhr…
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… vor über 6 Monaten …
Die Lieferengpässe bei Arzneimittel erleben derzeit ihren vorläufigen Höhepunkt! Lebenswichtige Medikamente… Schmerzmittel, Cholesterin-, Blutdrucksenker, Psychopharmaka… ➡️ fast jeder Bereich ist betroffen.
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Besonders arm dran sind Mütter mit ihren Kinder. Die müssen seit Wochen ohne Fieber-& Schmerzsäfte auskommen. Das was von den Herstellern nachgeliefert wird, wird direkt im Stil des Klopapier Booms gehortet.
… wer will’s den Müttern verdenken wenn das eigene Kind leidet.
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Funfact 🤡
Ein Blick in die Statistik der in Burbach zeigt: Bislang konnte die Lieferfähigkeit bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln trotz aller Widrigkeiten auf dem Level von 2021 gehalten werden.
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Anderen Apotheken wird es sicher ähnlich gehen.
Die Zahlen sprechen für:
⭐️ unglaublichen Einsatz des gesamten Apothekenpersonals ⭐️
Jede mögliche Lieferquelle wird angezapft - selbst Importe aus dem Ausland werden geprüft.
⭐️ Gutes Lagermanagement ⭐️
⭐️ Kooperation der Ärzte mit der Bereitschaft gemeinsam mit der Apotheke nach Lösungen für die Patient:innen zu suchen ⭐️
Aber ❕Das ganze hat seinen Preis 🏷
Laut einem Bericht der Siegener Zeitung hat die Deutsche Apotheke durch ihren Mehraufwand bei der Warenbeschaffung in 2022 Mehrkosten in Höhe von durchschnittlich 15.000€ zu stemmen.
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Rechnet man die grundsätzlich gestiegenen Energiekosten und die sich erhöhenden Abgaben an die Krankenkasse ab 2023 hinzu, wundert man sich nicht, dass heute schon alle alle 27 Stunden in einer deutschen Apotheke das Licht ausgeht.
Wenn ich mir für uns alle zu Weihnachten und für das neue Jahr was wünschen darf:
“Lass das Licht an, Karl!”
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Quelle: Schwanen Apotheke, Noweda, Siegener Zeitung