22/12/2024
Wir wünschen euch allen wunderschöne Feiertage und eine besinnliche Zeit im Kreis eurer Liebsten. Als Geschichte für die Adventszeit möchten wir heute von Stephans Erlebnissen erzählen. Diese zeigen, wie wichtig es ist für andere da zu sein und wieviel Großes eine einzige Aktion und eine Registrierung bewirken können…
Als Stephan von der Typisierungsaktion für Richard aus seinem Dorf Uetterath hörte, stand für den 35-jährigen Handwerksmeister und Vater eines kleinen Sohnes sofort fest, dass er dabei ist. „Ich würde behaupten, dass ich als hilfsbereite Person durch das Leben gehe. Es gab für mich kein Argument, mich nicht für einen Menschen aus dem eigenen Ort, den ich dazu auch noch kenne, zu registrieren. Im Gegenteil! Ich habe mich mit der Frage befasst, warum ich das nicht schon viel früher gemacht habe.“
Da Stephan an der Registrierungsaktion selbst nicht teilnehmen konnte, hat er sich kurzerhand ein Set nach Hause bestellt und die Typisierung im Vorhinein gemacht. Was ihm dabei durch den Kopf ging? „Wenn ich mit meinen Stammzellen dieser einen erkrankten Person aus unserem Ort helfen kann, dann gehe ich sofort Lotto spielen! Denn: Die Chance den Jackpot zu knacken ist höher.“ Richard selbst konnte Stephan leider nicht helfen. Aber schon wenige Monate später bekam er Post mit der Nachricht, dass er für eine andere schwer erkrankte Person als Spender in Frage kommt. Einen Tag später klingelte sein Telefon: „Der Anruf von der Knochenmarkspenderzentrale wurde mir in dem Brief mitgeteilt und ich hatte ihn somit erwartet. Was ich aber nicht wusste: Die Mitarbeiterin am Telefon war Patricia, die 6 Häuser neben mir wohnt. Das war witzig!“ Das Blut für die Bestätigungstypisierung hat am gleichen Abend noch ein guter Freund von Stephan, der Arzt ist, bei einem Erfrischungsgetränk an seinem Pool entnommen. Mit ihm konnte sich Stefan auch über das, was ihm bevorsteht, austauschen.