28/05/2026
Ich habe im vorletzten Reel schon darüber gesprochen: Heilung ist individuell, sie braucht Zeit und sie fordert uns alles ab.
Aber was passiert, wenn die Orientierung plötzlich komplett weg ist? Wenn alles zerschlagen wird, was dir bisher vermeintlich Sicherheit gegeben hat? Wenn du 20 Schritte zurückgeworfen wirst, keinen Plan mehr hast und dich einfach nur lost fühlst?
Fachlich gesehen erleben wir in diesen Momenten eine Deconstruction – eine bewusste oder unbewusste Dekonstruktion alter, starrer Schutzmechanismen und Scheinsicherheiten. Wenn das Trauma-Heilungs-Pendel in diese tiefe Phase schwingt, bricht das alte Fundament weg. Das fühlt sich beängstigend an, weil kein Geländer mehr da ist, an dem du dich festhalten kannst.
Aber genau hier liegt die Medizin: Loslassen und Vertrauen.
Es ist okay, keine Ahnung zu haben, wer du gerade bist oder wo es hingeht. Du machst rein gar nichts verkehrt. An dir ist nichts falsch. Es ist ein ganz natürlicher, hochgradig transformativer Moment auf deinem Heilungsweg.
Bleib da. Lauf nicht weg in die Ablenkung. Sei geduldig mit dir. Die richtigen Fragen – und schau genau hin, welche Fragen du dir an diesen Orten stellst – werden dich zu den Antworten führen.
Danke, dass du diese zutiefst kraftvolle Arbeit machst. Denn Trauma-Heilung ist nie nur deine eigene Reise – sie ist immer auch ein Beitrag zur kollektiven Heilung. Du bringst damit so viel Wert und Besonderheit in diese Welt. Das ist saustark.
Ganz viel Liebe zu dir. 🤍
Love, Peace & Namaste
Anne