Die Wilde-Kräuter-Frau

Die Wilde-Kräuter-Frau Kräuterevents, Kräuterführungen, Naturmentoring coming soon

Warum ich ihn den stinkenden Robert nenne? Nun, für manche Menschen hat der Stinkende Storchschnabel einen sehr unangene...
09/04/2026

Warum ich ihn den stinkenden Robert nenne? Nun, für manche Menschen hat der Stinkende Storchschnabel einen sehr unangenehmen Geruch. Sogar von „pürierten Stinkwanzen“ habe ich schon gelesen. Ich kann das gar nicht nachempfinden, weil ich den würzigen Duft des zarten Kräutleins durchaus mag. Wem er aber auf jeden Fall gestunken hat, war Carl von Linné. Als im 18. Jahrhundert der schwedische Naturforscher den Tieren und Pflanzen ihre bis heute gültigen wissenschaftlichen Namen gab, nannte er den Stinkenden Storchschnabel Geranium Robertianum und soll dabei an einen Bekannten namens Robert gedacht haben, den er nicht besonders mochte und der sich durch einen sehr strengen Körpergeruch auszeichnete. Deshalb muss ich nun immer, wenn ich dieses Storchnabelgewächs sehe, an den stinkenden Robert denken.
Doch der Robert kann noch mehr außer stinken. So trägt das Kraut noch viele andere Volksnamen, unter anderem nennt man es auch Fruchtbarkeitskraut. Der Storchschnabel wird seit Jahrhunderten bei unerfülltem Kinderwunsch eingesetzt. Heute weiß man, dass er eine Fülle von Mineralstoffen enthält, darunter auch Zink und Kalium. Zink ist bekannt dafür, dass es die Fruchtbarkeit positiv beeinflussen kann. Der regelmäßige Genuss von Storchschnabeltee kann den Hormonhaushalt regulieren und somit auch die Empfängnis unterstützen. Vielleicht ist es ja kein Zufall, dass die Samenstände an einen Storchenkopf erinnern, denn dieser Vogel bringt ja bekanntlich die Kinder. 😉

Kaum eine andere Pflanze verkörpert das christliche Osterfest und die Passion Christi so sehr wie der Löwenzahn. Die str...
05/04/2026

Kaum eine andere Pflanze verkörpert das christliche Osterfest und die Passion Christi so sehr wie der Löwenzahn. Die strahlend gelben Blüten erinnern an kleine Sonnen und stehen in vielen Kulturen für den Sonnengott selbst. Oder aber im Christentum für den Sohn Gottes, der „das Licht in die Welt gebracht hat“. Nach der Blüte schließt sich der Kelch, erinnert an Tod und Trauer und steht somit für den Karfreitag. Doch wie durch ein Wunder öffnet sich nach kurzer Zeit der Blütenkelch wieder und zeigt sich komplett transformiert. Die Blüte ist also in anderer Form wiederauferstanden zu neuem Leben, so wie auch Christus selbst. Der Wind kann nun die Samenschirmchen forttragen und dort, wo sie auf fruchtbaren Boden fallen, schlagen sie Wurzeln und der Kreislauf des Lebens beginnt erneut. Man könnte sie also mit den Aposteln vergleichen, die nach der Auferstehung in die Welt gezogen sind und den neuen Glauben verbreitet haben. Doch der Löwenzahn steht in vielen Kulturen für Transformation und Lebenskraft, denn er ist extrem genügsam und kann fast überall gedeihen. Ich habe sogar mal einen Löwenzahn auf einem Baum in einer Astgabel wachsen sehen!
Ohnehin frage ich mich, warum der Löwenzahn von so vielen als Unkraut verunglimpft und gehasst wird. Die leuchtenden kleinen Sonnen zaubern mir immer ein Lächeln auf die Lippen. Und schau Dir die verschwenderischen Blüten einmal genau an! Was die meisten als Blüte bezeichnen ist streng genommen der Blütenstand. In einem Blütenkörbchen befinden sich mehr als 200(!) Einzelblüten. Kein Wunder also, dass der Löwenzahn bei Insekten so beliebt ist, er bietet Nektar im Überfluss. 😉

Unheimlich schön oder einfach nur unheimlich? In früheren Zeiten galt wohl eher letzteres, wovon Namen wie Teufelsbart o...
02/04/2026

Unheimlich schön oder einfach nur unheimlich? In früheren Zeiten galt wohl eher letzteres, wovon Namen wie Teufelsbart oder Höllenkappe zeugen. Auch Haariger Mann, Bocksbart oder Wolfspfote klingen wenig freundlich. Diese Namen beziehen sich vermutlich auf die Samenstände der Kuhschelle. Jedes Samennüsschen bildet einen zottigen Federschweif und wird so vom Wind davongetragen. Doch sind sie erst gelandet, zeigt sich eine Besonderheit. Die Samen können krabbeln! Wechselt sich feuchte und trockene Luft ab, wandern die Samen durch Ausdehnen und Zusammenziehen des Federschweifs über den Boden. Und das kann doch wohl nicht mit rechten Dingen zugehen! In einigen Regionen glaubte man gar, die Kuhschelle wachse dort, wo eine Hexe im Flug abgeschossen wurde und auf dem Boden gelandet sei. Daher wohl der Name Hexenbesen.
Seinen Namen Kuhschelle verdankt das pelzige Hahnenfußgewächs seinen Blüten, die im halbgeschlossenen Zustand eben an Kuhglocken erinnern. Doch was hat die Schelle mit der Küche zu tun? Nichts! Es ist lediglich im Laufe der Zeit ein Buchstabe verlorengegangen. Ursprünglich hieß sie Kühchschelle, also lediglich eine Verniedlichung des Wortes Kuh. Und in der Küche hat das Kraut ohnehin nichts zu suchen, ist es doch, typisch für Hahnenfußgewächse, giftig.
Leider steht es heute nicht mehr sehr gut um die pelzige Schönheit und so ist sie in Deutschland besonders geschützt. In einigen Bundesländern gilt sie bereits als ausgestorben. Die Kuhschellen lieben Kalkmagerrasen und diesen Lebensraum gibt es durch die intensive Bodennutzung kaum noch. So bin ich mit der lieben extra in die Eifel gefahren, um die Pelzanemone zu besuchen. Für mich war es der erste Fund in freier Natur und ich habe mich wie ein Kind gefreut! Auf dem letzten Bild siehst Du mich, wie ich die erste Begegnung begeistert auf ein Foto banne. 😉

Wenn Du diese strahlenden Blümchen in Deinen Vorgarten pflanzt, brauchst Du weder Zaun noch Alarmanlage. Am Himmelsschlü...
31/03/2026

Wenn Du diese strahlenden Blümchen in Deinen Vorgarten pflanzt, brauchst Du weder Zaun noch Alarmanlage. Am Himmelsschlüssel kommen nämlich nur gute Menschen ohne böse Gedanken vorbei. Doch die Schlüsselblume bietet nicht nur starken Schutz, sie öffnet Dir auch alle Türen. So fand einst ein Hirte beim Aufstieg in die Berge diese zarten gelben Blumen. Er fand sie so wunderschön, dass er eines brach und sich an den Hut steckte. Da erschien plötzlich eine wunderschöne Maid, ganz in Weiß gekleidet. Sie führte ihn zu einer Felswand und hieß ihn, mit dem Blümchen über den Fels zu streichen. Alsbald öffnete sich ein Durchgang und ein Weg ins Innere des Berges wurde freigegeben. Die Jungfer gestattete ihm, den Berg zu betreten und sagte ihm, dass er am Ende des Weges eine Kammer voller Schätze finden würde, von denen er sich nehmen könne, was er wollte. „Doch auf gar keinen Fall darfst Du das Beste vergessen.“ mahnte sie in. Der Hirte fand die Schätze, warf die Blume beiseite und stopfte sich die Taschen voll mit Gold und Edelsteinen. Doch in seiner Gier vergaß er das Beste, die kleine Schlüsselblume, die ihm die Tür aus dem Reich der Schätze wieder geöffnet hätte. Der gierige Hirte wart nie wieder gesehen…
Schon bei den Kelten kam dem Pflänzchen eine große Bedeutung zu. Man soll aus ihm den Trank der Begeisterung hergestellt haben, der sogar zur Weihung der heiligen Druiden verkostet wurde. Um den Trank herzustellen, brauchst Du einige gelbe und blaue Frühlingsblüten wie Schlüsselblume, Veilchen, Huflattich, Löwenzahn, Ehrenpreis oder Lungenkraut. Die Blüten sollten an einem warmen und trockenen Tag gesammelt werden. Nun kochst Du einen Liter Weißwein kurz auf, lässt in etwas abkühlen und gibst etwas Honig und je eine Handvoll Blüten hinein. Abgedeckt eine Nacht ziehen lassen und am nächsten Tag abseihen und in eine Flasche füllen. Jeden Tag ein kleines Gläschen genossen, öffnet der Trank Dein Herz und fördert die Intuition. 😉

Sieht so der Stein der Weisen aus? Zumindest die Alchemisten des Mittelalters waren der Überzeugung, dass ein Kraut, wel...
26/03/2026

Sieht so der Stein der Weisen aus? Zumindest die Alchemisten des Mittelalters waren der Überzeugung, dass ein Kraut, welches nicht nur goldgelbe Blüten hat, sondern auch einen goldgelben Pflanzensaft, doch nur dazu dienen könne, Gold herzustellen. Streng genommen sahen sie in der Goldwurz die prima materia, also die Urmaterie, aus der der Stein der Weisen hergestellt wurde. Ob es gelungen ist, ist nicht überliefert, doch für einige Menschen ist das Schöllkraut wertvoller als Gold. Solltest Du nämlich hartnäckige Warzen haben, kann der gelbe Milchsaft Dir wertvolle Dienste leisten. Den frischen Pflanzensaft ein- bis zweimal am Tag direkt auf die Warze aufgetragen, lässt diese mit der Zeit vertrocknen und irgendwann abfallen. Daher auch sein Name Warzenkraut. Doch es wurde noch gegen eine Vielzahl anderer Krankheiten eingesetzt, unter anderem bei Erkrankungen von Leber, Galle und Milz.

Praktischerweise ist das strahlende Kraut ein Kulturfolger und hält sich gerne in unserer Nähe auf. Das Schöllkraut liebt Stickstoff und Kalk und beides findet es zuhauf in unserer Umgebung. So folgt es uns sogar in die Städte und wächst manchmal direkt aus brüchigem Mauerwerk heraus. Und ist das Kräutlein erstmal da, erobert es seinen Lebensraum recht schnell, denn es kann seine Samen meterweit schleudern. 😉

Nur ein wenig Rauch blieb zurück an der Stelle, an der Hades die Persephone raubte. Aus diesem, so erzählt man, entstand...
24/03/2026

Nur ein wenig Rauch blieb zurück an der Stelle, an der Hades die Persephone raubte. Aus diesem, so erzählt man, entstand der Erdrauch. Seitdem gehört das zarte Mohngewächs zu Persephone, wie der Klatschmohn zu ihrer Mutter Demeter. Auch bei Plinius dem Älteren, dem römischen Gelehrten, ist zu lesen, dass die Pflanze aus unterirdischen Dämpfen entstand. Doch er beschrieb sie auch schon als Heilpflanze bei Augenkrankheiten und Hautleiden.
Auch im Mittelalter gehörte der Erdrauch in jede Klosterapotheke. Neben Haut und Auge heilte er nun auch Leberleiden wie die Gelbsucht. Doch der Ruf als Zauberpflanze haftete ihm weiterhin an und so glaubte man, dass sich durch ihn Hexen und Zauberer einfach in Rauch auflösen und in der Erde verschwinden. Selbst mit den Geistern Verstorbener sollte man mit Hilfe des Erdrauchs in Verbindung treten können.
Heute ist der Erdrauch noch eine interessante Räucherpflanze. Sein erdiger Duft hilft Dir bei der Entspannung und lässt Dich Deine innere Mitte wiederzufinden. Er harmonisiert und unterstützt Meditationen. Bei den Germanen nannte man ihn auch Elfenrauch und es wurde ihm eine direkte Verbindung mit Naturwesen nachgesagt, die uns bei der Ahnenarbeit unterstützen können.
Auch hellsichtig sollte der Erdrauch machen und war besonders beliebt als Liebesorakel. So steckten sich Mädchen bei der Feldarbeit Erdrauch in den Schuh und der erste Mann, der ihnen auf dem Heimweg begegnete, sollte ihr Liebster werden. Das brachte dem Kräutlein auch Namen wie Liebchenkraut oder Brautkraut ein. 😉

Der Kuckuck soll Dich holen! Was so harmlos klingt, ist ein gar bösartiger Wunsch, denn der Kuckuck steht seit dem 16. J...
20/03/2026

Der Kuckuck soll Dich holen! Was so harmlos klingt, ist ein gar bösartiger Wunsch, denn der Kuckuck steht seit dem 16. Jahrhundert synomym für den Teufel. Somit wünscht man also sein Gegenüber zur Hölle. Doch was hat der zarte Wald-Sauerklee damit zu tun? Nun, das verrät uns einer seiner zahlreichen Namen. Kuckucksbrot wird er genannt, weil man glaubte, dass der Kuckuck ihn fressen müsse, um seine Stimme zu erhalten.
Ursprünglich repräsentierte der Sauerklee die Frühlingsgöttinnen und stand für Fruchtbarkeit und Sinneslust. Kein Wunder also, dass er im Christentum in die Nähe des Höllenfürsten gerückt wurde, lehnt doch die christliche Kirche alles körperliche ab. So steht in der christlichen Kunst ein Sauerklee zu Füßen der Jungfrau Maria für den Sieg über die Sinnenfreuden.
Der Sauerklee gehört zu meinen absoluten Lieblingswaldbewohnern. Jedes Mal, wenn ich ihn finde, überkommt mich eine kindische Freude. Immer muss ich ein oder zwei Blättchen naschen, denn ich liebe seine zarte Säure, Doch mehr raube ich ihm nicht, viel zu groß ist meine Bewunderung für das elfengleiche Pflänzchen. Es wirkt so zerbrechlich und trotzdem lebt es an Stellen im Wald, an denen es für viele andere Pflanzen zu wenig Licht gibt. Es kann selbst bei einem Prozent Tageslicht gedeihen! Faszinierend finde ich auch die Fähigkeit des Sauerklees, sich aktiv zu bewegen und sich so das Licht zu holen, welches er braucht. Und als ob das noch nicht genug wäre, so klappt er abends seine zarten Blättchen und Blüten zu und kuschelt sich für die Nacht zusammen. Wie toll kann eine Pflanze sein? 😉

Das ganze Jahr über wächst dieses uralte Schutz- und Zauberkraut unauffällig im Verborgenen, von den meisten Menschen un...
19/03/2026

Das ganze Jahr über wächst dieses uralte Schutz- und Zauberkraut unauffällig im Verborgenen, von den meisten Menschen unbeachtet. Doch jetzt im Frühling hat es seinen großen Auftritt. Die sonst bodennah kriechenden Triebe richten sich auf und recken ihre violetten Lippenblüten den hungrigen Hummeln entgegen. Wie lange der Gundermann uns Menschen schon begleitet, davon zeugen seine zahllosen Namen.
Die Gundelrebe hat einen ganz besonderen Bezug zu Milch. Zahlreiche Milchzauber ranken sich um das Pflänzchen. So sollte im Frühjahr, vor dem Almauftrieb, die erste Milch durch einen Kranz aus Gundermann gemolken werden. So konnte das Vieh von böswilligen Hexen nicht verzaubert und seiner Milch beraubt werden. Nach dem Melken wurde der Kräuterkranz mit ins Viehfutter gegeben und heute weiß man, dass das Zauberkraut den Milchfluss anregt und so war der Erfolg des Zaubers garantiert. Um die Heilkraft des Gundermann für uns nutzbar zu machen, kochte man ihn außerdem gerne in Milch, denn die Zusammensetzung der Milch erschließt sowohl die fettlöslichen als auch die wasserlöslichen Inhaltsstoffe der kleinen Heilpflanze.
Auch galt der Gundermann als Wohnstatt wohlmeinender Naturwesen, daher pflanzte man ihn gerne um Haus und Hof und hoffte so auf Schutz vor bösem Zauber, Hexen und Unholden. Auch hellsichtig vermag das Kraut zu machen. So musst Du in der Walpurgisnacht nur einen Kranz aus Gundelrebe auf dem Kopf tragen und Du erkennst jede Hexe in Deiner Umgebung.
Ich schätze den Gundermann besonders als Würz- und Räucherkraut. Er passt hervorragend zu herzhaften Speisen und verräuchert hat er als Odinskraut nicht nur eine starke Schutzwirkung, er stärkt auch unseren Mut und unser Urvertrauen. 😉

Einst jagte der T-Rex in ihrem Schatten. Denn die Magnolie bereichert mit ihren extravaganten Blüten schon seit über 100...
16/03/2026

Einst jagte der T-Rex in ihrem Schatten. Denn die Magnolie bereichert mit ihren extravaganten Blüten schon seit über 100 Millionen Jahren unseren Planeten! Sie gehört zu den ersten Blühpflanzen und da es damals noch keine Bienen gab, sind Käfer ihre Hauptbestäuber. Nachgewiesenermaßen war sie sogar auch bei uns heimisch, doch während der Eiszeit floh sie in wärmere Gefilde und kehrte erst im 19. Jahrhundert als Zierpflanze zurück.
Heute verzaubert besonders die Tulpenmagnolie uns mit ihren großen Blüten im zeitigen Frühjahr. Doch sie ist nicht nur wunderschön, sondern auch eine kulinarische Bereicherung. Am besten schmecken die Knospen kurz vor dem Öffnen. Je älter die Blüte, um so bitterer wird sie. Die jungen Blütenblätter können frisch geknabbert oder in den Salat gegeben werden. Süßsauer eingelegt sind sie auch köstlich und nicht zu vergessen sind Sirup und Gelee. Wenn Du ein paar Blüten in weißen Balsamico einlegst, erhältst Du einen leckeren Blütenessig, der durch seine pinke Farbe besticht. Getrocknet kannst Du die Blüten als Tee genießen, der noch dazu bei Erkältung, insbesondere Schnupfen lindernd wirkt.
Im Hinduismus und Buddhismus kommt der Magnolie übrigens eine wichtige rituelle Bedeutung zu. Sie verkörpert das weibliche Prinzip und gilt als Schwellenpflanze. Sie ist eng verbunden mit Übergängen wie Geburt, Hochzeit und Tod. So tragen oft Frauen die Magnolienblüten während des Tanzes als Kopfschmuck. Die Blüten öffnen sich nach und nach und erfüllen den Raum mit ihrem sinnlichen Duft. Wegen ihrer prachtvollen Erscheinung steht die Magnolie auch für Stolz, Erhabenheit und Selbstbewusstsein und verkörpert in Asien den Adel.
Auch als Räucherwerk kannst Du die Magnolie nutzen. Sie hüllt Dich mit ihrem sinnlichen Duft ein und schafft eine Atmosphäre der Geborgenheit. Ich verräuchere sie aber eher auf dem Stövchen, denn wie alle Blüten verbrennt sie auf der Kohle recht rasch. 😉

Hast Du Dich jemals gefragt, warum ausgerechnet Hephaistos, der hässlichste aller Götter und mit einem lahmen Bein, die ...
11/03/2026

Hast Du Dich jemals gefragt, warum ausgerechnet Hephaistos, der hässlichste aller Götter und mit einem lahmen Bein, die schönste aller Göttinen, Aphrodite, die Göttin der Liebe und Schönheit, als Ehefrau gewinnen konnte? Nun, er hat eine List angewandt und sich in den Duft des Veilchens gehüllt. Im Altertum galt das dunkelviolette Veilchen als Blume der Liebe und besonders der Leidenschaft und es konnte selbst die Liebesgöttin diesem Duft nicht widerstehen. So entlockte Hephaistos der Schönen zunächst einen Kuss und schließlich die Ehe. Doch wie es so oft ist mit Listen, brachte es ihm kein Glück. Aphrodite betrog ihn mehr als einmal, mit Ares, dem Gott des Krieges, Adonis, dem Schönsten der Sterblichen und vielen anderen.
Auch die Entstehung der Veilchen hat etwas mit unglücklicher Liebe zu tun, denn einst entbrannte Helios, der Sonnengott, in Liebe zu der wunderschönen Tochter des Himmelsträgers Atlas. Das Mädchen verschmähte in und floh, doch er verfolgte sie gnadenlos mit seinen Sonnenstrahlen. Als die Schöne vor Erschöpfung zusammenbrach, rief sie Zeus um Hilfe an und bat ihn um Rettung. Der Göttervater hatte Mitleid und verwandelte das verzweifelte Mädchen in eine zarte Blume, das Veilchen. Als solche verkroch sie sich im Unterholz des Waldes, wo sie vor den Strahlen des Sonnengottes sicher war.
Bis in die Neuzeit galt das Veilchen als Liebespfand. So soll Napoleon Bonaparte von seiner großen Liebe Josephine am Tag des Kennenlernens einen Veilchenstrauß erhalten haben und auch wenn die Ehe nicht hielt, soll er Zeit seines Lebens eine goldene Kapsel mit zwei getrockneten Veilchen über der Brust getragen haben. 😉

Filius ante patrem. Was wie ein Zauberspruch klingt, ist einer der vielen Namen des Huflattichs. Er stammt aus dem Mitte...
05/03/2026

Filius ante patrem. Was wie ein Zauberspruch klingt, ist einer der vielen Namen des Huflattichs. Er stammt aus dem Mittelalter, bedeutet „der Sohn vor dem Vater“ und beschreibt das Phänomen, dass die strahlend gelben Blüten lange vor den hufförmigen Blättern erscheinen. Die uralte Schutz- und Heilpflanze läutet mit anderen Frühblühern den Frühling ein und bringt mit ihren sonnengleichen Blüten das Licht in unsere Herzen zurück. Auch die hufförmigen Blätter haben die Fantasie unserer Ahnen angeregt und so hieß es im gallo-römischen Kulturraum, dass die Pflanze dort sprießen würde, wo die Pferdegöttin Epona mit ihrem edlen Ross entlangritt.
Doch nicht nur magisches hat der Huflattich zu bieten, auch als Heilpflanze war er lange hoch geschätzt. Wozu er genutzt wurde, verrät sein wissenschaftlicher Name. Tussilago, ich vertreibe den Husten. Dann geriet er jedoch wegen leberschädigender Pyrrolizidinalkaloide in Verruf. 1999 entdeckte die Wiener Pharmazeutin Dr. Roxana Lebada allerdings, dass nur gestresste Pflanzen das Alkoloid produzieren. In Knospen, Blüten und jungen Blättern ist es nicht enthalten. Für ihre Forschung wurde sie sogar ausgezeichnet.
Und so ist jetzt genau die richtige Zeit, einen heilsamen Huflattichhonig anzusetzen. Die Blüten werden zerkleinert, locker in ein Glas gegeben und mit Honig übergossen. Nach vier Wochen hast Du ein wunderbares Mittel zum Lösen von festsitzendem Husten, entweder pur eingenommen, oder als Süße im Erkältungstee. 😉

Weiß wie Schnee und schwarz wie Ebenholz. Der Gegensatz des Schwarzdorn. Für mich zeigt keine andere Pflanze so deutlich...
03/03/2026

Weiß wie Schnee und schwarz wie Ebenholz. Der Gegensatz des Schwarzdorn. Für mich zeigt keine andere Pflanze so deutlich den Wandel von Cailleach, der schwarzen Wintergöttin, zu Brigid, der strahlend weißen Frühlingsgöttin. Die weise Alte wird wieder zur Jungfrau, der ewige Kreislauf des Lebens beginnt wieder aufs Neue. Scheinbar über Nacht wird das dornige schwarze Holz überzogen mit zarten weißen Blüten, die uns schon aus weiter Ferne anstrahlen.
So gegensätzlich wie seine Erscheinung, so ambivalent ist auch das Verhältnis der Menschen zum Schwarzdorn. Er steht für starken Schutz vor Unholden, Hexen und Dämonen und wurde als schützende Hecke um Haus und Hof gepflanzt. Doch galt er auch als Wohnstatt der dunklen Elfen, die den Menschen nicht immer wohlgesonnen sind und so manchen Schabernack oder gar Fluch auf uns abladen können. Zu Beltane wurden Zweige des Schwarzdorn in den Stall gehängt, um das Vieh vor bösem Zauber zu schützen. Doch auch so manche Hexe soll sich aus seinem Holz ihren Zauberstab geschnitten haben.
Apropos Zauberstab, der Schwarzdorn hat es sogar in die moderne Mythologie geschafft. Bei Harry Potter nutzen sowohl Auroren Zauberstäbe aus Schwarzdorn als auch Magier, die sich den dunklen Künsten verschrieben haben. Doch was im Leben ist schon nur gut oder nur böse?
Wenn Du übrigens die ersten drei Schlehenblüten isst, die Du siehst, bist Du das ganze Jahr über vor Fieber gefeit. Ein Tee aus den Blüten kann aber tatsächlich fiebersenkend wirken. 😉

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