09/04/2026
Warum ich ihn den stinkenden Robert nenne? Nun, für manche Menschen hat der Stinkende Storchschnabel einen sehr unangenehmen Geruch. Sogar von „pürierten Stinkwanzen“ habe ich schon gelesen. Ich kann das gar nicht nachempfinden, weil ich den würzigen Duft des zarten Kräutleins durchaus mag. Wem er aber auf jeden Fall gestunken hat, war Carl von Linné. Als im 18. Jahrhundert der schwedische Naturforscher den Tieren und Pflanzen ihre bis heute gültigen wissenschaftlichen Namen gab, nannte er den Stinkenden Storchschnabel Geranium Robertianum und soll dabei an einen Bekannten namens Robert gedacht haben, den er nicht besonders mochte und der sich durch einen sehr strengen Körpergeruch auszeichnete. Deshalb muss ich nun immer, wenn ich dieses Storchnabelgewächs sehe, an den stinkenden Robert denken.
Doch der Robert kann noch mehr außer stinken. So trägt das Kraut noch viele andere Volksnamen, unter anderem nennt man es auch Fruchtbarkeitskraut. Der Storchschnabel wird seit Jahrhunderten bei unerfülltem Kinderwunsch eingesetzt. Heute weiß man, dass er eine Fülle von Mineralstoffen enthält, darunter auch Zink und Kalium. Zink ist bekannt dafür, dass es die Fruchtbarkeit positiv beeinflussen kann. Der regelmäßige Genuss von Storchschnabeltee kann den Hormonhaushalt regulieren und somit auch die Empfängnis unterstützen. Vielleicht ist es ja kein Zufall, dass die Samenstände an einen Storchenkopf erinnern, denn dieser Vogel bringt ja bekanntlich die Kinder. 😉