Gut geerdet

Gut geerdet Gut geerdet - Dr. Katja Sündermann
Ich möchte uns an unsere Erdung erinnern! Auch erlebte ich immer wieder Unfälle, die mich sehr aus der Erdung zogen.

Ich bin Ethnologin und habe mich schon immer für das Themenfeld Heil und Heilung interessiert. Bei meinen eigenen Meditationsbemühungen vor ca. 25 Jahren bin ich dann auf das Thema Erdung gestoßen: Mein Lehrer fand mich schrecklich ungeerdet und verordnete mir erst einmal Erdungsübungen. Deshalb habe ich das Thema irgendwann einmal "adoptiert" - es scheint mein Thema zu sein! 🙏

Die meisten Menschen kennen sowohl Aktivität wie auch passive Momente der Entspannung. Die große Schwierigkeit liegt oft...
22/02/2026

Die meisten Menschen kennen sowohl Aktivität wie auch passive Momente der Entspannung. Die große Schwierigkeit liegt oft darin, von dem einen Modus zum anderen zu wechseln.

Diese Rituale erleichtern dir das Umschalten:

Einen "Yin-Ort" schaffen:
֍ Ein bestimmter Stuhl, ein Kissen, eine Ecke mit einer Decke – ein Ort, der nur für Yin da ist. Wenn du dich dorthin setzt, weiß dein Körper: "Hier darf ich loslassen."

Zeitliche Rituale:
֍ Gönne dir 5 Minuten "Leerlauf" nach einer Aktivität: einfach dasitzen, aus dem Fenster schauen, und bewusst nichts tun
֍ "Yin-Uhrzeit" festlegen

"Erdungsmoment" nach Computerarbeit:
֍ Stelle dich bewusst auf deine Füße und verankere dich im Boden. Fühle: Du wirst getragen! Wie fühlt sich dein Körper an?

Berührung als Signal:
֍ Leg eine Hand auf dein Herz und eine auf deinen Bauch, atme 3x tief ein und aus. Das ist ein klares Zeichen an dein System: "Jetzt schalten wir um."
֍ Ein Gegenstand (z.B. eine Kette, ein Stein), den du berührst, um dir selbst zu signalisieren: "Jetzt wechsle ich."

Übergangsphrasen oder Mantras: Ein kurzer Satz, den du dir sagst, um den Wechsel zu markieren. Das gibt deinem Geist eine klare Ansage: "Hier ändert sich etwas."
֍ "Jetzt darf ich einfach sein."
֍ "Ich lasse los, was jetzt nicht wichtig ist."
֍ "Yin ist auch Kraft."

Licht oder Duft:
֍ Eine Kerze anzünden oder ein bestimmtes ätherisches Öl riechen, um den Übergang zu markieren.

Übergangsmusik:
֍ Ein kurzes Lied oder eine Klangschale, die du hörst, während du umschaltest

Mini-Naturkontakt:
֍ Bevor du dich hinsetzt, lege kurz die Hände auf die Erde (z.B. eine Topfpflanze berühren) oder schaue aus dem Fenster und nehme bewusst einen Vogel, einen Baum, den Himmel wahr

Das Wichtigste ist, Yin nicht als Pflicht, sondern eher als Belohnung anzusehen: "Ich habe aktiv gearbeitet – jetzt darf ich mich mit Ruhe beschenken." Das schafft eine positive Verknüpfung und macht den Übergang leichter!

Falls du dennoch Ungeduld empfindest, spüre ihr in deinem Körper nach, frage: "was willst du mir sagen?" und umarme sie! 💛

Puh, gerade ist es wieder sehr usselig draußen. Wer sich trotz schlechten Wetters bewegen möchte, kann sich zu einem Erk...
20/02/2026

Puh, gerade ist es wieder sehr usselig draußen. Wer sich trotz schlechten Wetters bewegen möchte, kann sich zu einem Erkundungsspaziergang aufmachen, um die ersten Frühlingsblüher zu bewundern.

Bei uns hier im Ruhrgebiet sind das schon eine Menge! (Ich weiß, dass es in anderen Regionen noch bescheiden zugeht, aber der Vorfrühling kommt sicher auch bald dorthin😉)

Geeignete Orte sind ein angelegter Park, Schrebergartenanlagen oder Stadtviertel mit vielen Vorgärten. Denn in der freien Natur findet man in der Regel noch nicht sehr viel.

Bei uns blühen die Christ- und Lenzrosen schon seit längerer Zeit. An Zwiebelblühern folgen dann die Schneeglöckchen. Im Park gibt es dichte Bestände, deren Glöckchen im Wind hin- und herpendeln. Ich liebe diese zart anmutenden Wesen, die in Wahrheit sehr robust sind.

Ebenso früh zeigen sich die Winterlinge, die mit ihren gelben Köpfchen durch die Erde stoßen. An manchen Stellen bilden sie einen gelben Teppich – ein echter Lichtblick bei grauem Wetter!

Dann folgen die kleinen Elfen-Krokusse. Bei Sonnenschein gehen die Blüten richtig weit auf – ein wunderbarer Anblick! Und ein betörender Duft, wie Honig! Hier kann man oft schon die ersten Hummelköniginnen oder Bienen finden. Ein bisschen später folgen die größeren Krokusse.

Bei den Sträuchern finde ich die Zaubernuss in voller Blüte, in Neongelb, Orange und dunklerem Rot. Sie verströmen interessante Gerüche! Und erst die Chinesische Winterblüte! Ich kann mich kaum von ihr trennen, wenn ich einmal an ihren unscheinbaren Blüten rieche. Himmlisch!

In der freien Natur blühen die Haselnüsse und Erlen schon seit längerer Zeit, und ich habe auch schon die ersten Weidenkätzchen gesehen. Auch eine frühe Kornelkirsche in Grün-gelb.

Ansonsten lassen sich viele Blumen bereits erahnen: Tulpen und Narzissen schieben ihre Stängel bereits aus dem Boden, und viele Stauden treiben aus.

Also: Es tut sich was! Auch wenn es uns sehr langsam vorkommen mag.

Schön ist auch, den gleichen Spaziergang nach einer Woche zu wiederholen und die Fortschritte zu würdigen.

Welche Blüten hast du schon gesichtet? Und wie fühlt sich die Zeit für dich an?

Eigentlich wollte ich mich an dem Hype um das chinesische Jahr des Feuerpferdes gar nicht beteiligen. Doch nachdem es mi...
17/02/2026

Eigentlich wollte ich mich an dem Hype um das chinesische Jahr des Feuerpferdes gar nicht beteiligen. Doch nachdem es mir nun so oft begegnet ist und ich immer ein leichtes Unbehagen in mir verspürt habe, wollte ich doch noch einmal genauer hinschauen.

Denn die negativen Empfindungen haben ihren Ursprung nicht nur in dem übertriebenen Hype, sondern auch in dem Bild selbst:

Das Bild eines schnellen, lodernden Pferdes löst in mir eine gewisse Beunruhigung aus. Eigentlich liebe ich es: die Dynamik, die Geschwindigkeit. Aber mein System spürt ganz klar die Gefahren, von der Erde abzuheben. Es würde sich lieber "das Jahr des Maulwurfs" wünschen 😂.

Aber es ist, wie es ist. Solche Bilder spiegeln kollektive Energien. Die Frage ist nicht, ob sie da sind – sondern wie wir mit ihnen umgehen.

Feuer kann letztendlich nur brennen, wenn es von etwas getragen wird.
Und auch ein Pferd braucht festen Boden unter den Hufen. Daher ist das Element Erde die Voraussetzung dafür, dass das Feuerpferd sich auf gesunde Weise entfalten darf.

Also gilt es in diesem Jahr ganz besonders, auf die eigene Verankerung, die eigenen Wurzeln zu achten, damit wir nicht defensiv durch das Jahr getrieben werden, sondern die Energien konstruktiv leiten können. Damit nicht die Energien uns regieren, sondern wir die Energien.

Dann kann aus Intensität Kreativität werden,
aus Dynamik Neuanfang,
aus Feuer Lebenskraft.

Was uns bei der Verankerung helfen kann:
֍ auf das eigene Energiefeld achten
֍ dem äußeren Sog widerstehen – bei sich bleiben
֍ Rückzug aus der Außenwelt bei Überforderung
֍ einen "kühlen Kopf bewahren", wenn es turbulent wird
֍ Entscheidungen nicht zu impulsiv treffen
֍ die Energien lenken: bewusst in neue Projekte und Begegnungen fließen lassen
֍ Routinen als Anker: Tagesroutinen, Rituale, Pausen
֍ "erdige" Tätigkeiten wie Gärtnern, Kochen, Kreatives…
֍ ruhige Bewegung wie Spazierengehen, Qi Gong
֍ sich in der Natur verankern
֍ Vertrauen!

Und dann bitte die feurigen Energien genießen: Leichtigkeit und Freude reinlassen, Intensität zulassen, sich für Sinnvolles engagieren, mal etwas Neues ausprobieren oder alte Träume verwirklichen, die Gemeinschaft genießen, Kreativität leben..

Vielleicht kennst du das: Du verbringst ein paar Stunden in der Stadt oder beim Einkauf – und bist hinterher völlig fert...
15/02/2026

Vielleicht kennst du das: Du verbringst ein paar Stunden in der Stadt oder beim Einkauf – und bist hinterher völlig fertig, obwohl du objektiv gesehen gar nicht viel geleistet hast.

Allein die vielen Reize, die Menschenmassen, die Betriebsamkeit – für hochsensible Menschen kann das schnell überwältigend sein.

Hier kann Erdung enorm helfen: Je besser wir innerlich verankert sind, desto stabiler bleiben wir, auch wenn es im Außen laut oder chaotisch ist.

Bevor du dich also ins Getümmel begibst, nimm dir einen Moment Zeit. Eins zwei kleine Erdungsübungen reichen oft schon aus:

Spüre bewusst die Erde unter deinen Füßen. Verstärke den Effekt und lasse Wurzeln aus deinen Füßen wachsen und gib dein Gewicht an die Erde ab.

Wenn du zusätzlich Schutz benötigst, kreiere dir:

֍ einen schützenden Mantel, an dem alles abgleitet, was nicht zu dir gehört
֍ eine Haut aus Rinde, wie bei einem Baum
֍ oder eine Hülle aus Licht oder Energie, die dich schützt

Versuche, diese Bilder immer mal wieder aufzurufen, während du unterwegs bist.

Genauso wichtig ist die innere Haltung: Erlaube den anderen Menschen, da zu sein, ebenso den Geräuschen – statt gegen sie anzukämpfen.

Spüre immer wieder in dich hinein: Aus Erfahrung weiß ich, dass der Punkt, an dem alles zu viel ist, sehr plötzlich kommen kann. Also bleibe realistisch und passe deine Pläne an. (Ich gehe oft von veralteten Standards aus, zumal ich den Trubel um mich herum anfangs durchaus genieße – und dann kommt das böse Erwachen…)

Und wenn es doch zu viel wird, verlasse das Getümmel und suche dir einen ruhigen Ort. Gönne dir eine Pause und gib deinem Nervensystem Impulse, dass du in Sicherheit bist, indem du

֍ tief durchatmest
֍ die Zunge weich werden lässt
֍ in den Schultern nachgibst
֍ dich erneut erdest

Prüfe ehrlich, ob du in der Lage bist weiterzumachen oder lieber ganz den Rückzug antrittst - das ist kein Scheitern, sondern Selbstfürsorge!

💛Vielleicht kannst du diese Erinnerung später brauchen – speichere sie dir ab! 💛

Vielleicht geht es dir wie mir: Ich fühle mich im Winter schnell "ausgetrocknet" - trockene Haut, gereizte Schleimhäute ...
13/02/2026

Vielleicht geht es dir wie mir: Ich fühle mich im Winter schnell "ausgetrocknet" - trockene Haut, gereizte Schleimhäute plus ein inneres Gefühl von Trockenheit.

Ursachen sind Heizungsluft, trockenes windiges Wetter, zu wenig Bewegung, und bei mir korreliert es auch noch mit den Wechseljahren. Und meinem Typus, der eher zu Trockenheit neigt.

Daher habe ich diesen Winter vieles ausprobiert, was ich nun mit euch teilen möchte.

Ernährung:

- Viel trinken ist klar. Aber paradoxerweise kann es kontraproduktiv sein, zu viel reines Wasser zu trinken, da es den Körper eher durchspült als befeuchtet – besser sind Getränke mit etwas Substanz (z.B. Honig) oder Mineralien
- "Anfeuchtender" Tee aus "Schleimkräutern" wie Malve, Eibisch, Königskerze, Lindenblüten oder Spitzwegerich – kalt ansetzen und vor dem Trinken mit lauwarmem Wasser auffüllen
- "Flüssig essen": Suppen, Eintöpfe, Breie, Gekochtes
- Mahlzeiten mit guten Fetten anreichern, sie wirken wie "Gleitmittel"
- "Anfeuchtende" und nährende Lebensmittel wählen: gekochte Birne und Apfel, Datteln, Feigen, Kürbis, Zucchini, Süßkartoffel, Möhre, Rote Bete, Fenchel
- Eine Prise Salz zufügen > unterstützt die Verteilung von Flüssigkeit
- Vermeiden: kalte und trockene Speisen, viel Rohkost, viel Kaffee und grüner/schwarzer Tee, sehr scharfe, bittere und saure Gewürze und Kräuter, alles Zusammenziehende (das gilt auch für Kräuter wie Salbei und Bitterkräuter)

Körperpflege:

- Keine austrocknenden Kosmetika auf Erdölbasis nutzen, lieber natürliche Stoffe
- Morgens Ölziehen: Einen Schluck Sesamöl oder Olivenöl 5 min "durch den Mund ziehen" und dann ausspucken
- Nach dem Duschen auf noch feuchter Haut nährende Lotion / Körperöl einmassieren
- Bei trockenen Schleimhäuten ein wenig Sesamöl oder Ghee in den Naseneingang schmieren
- Inhalieren mit Wasserdampf, Kamillentee
- Regelmäßig lüften
- Wasserschalen auf Heizung stellen

Und – ganz wichtig: der Körper braucht vor allem Substanz, Wärme, Ruhe und Halt, damit die Flüssigkeit auch wirklich ankommen kann!


Und nochmal zum Alles-oder-Nichts-Denken: Ein weiterer Nachteil ist, alles in Schwarz-Weiß zu sehen, und das oft mit seh...
12/02/2026

Und nochmal zum Alles-oder-Nichts-Denken: Ein weiterer Nachteil ist, alles in Schwarz-Weiß zu sehen, und das oft mit sehr vereinfachten Maßstäben.

Mir wurde dieser Zahn gezogen, als ich durch Asien gereist bin. Ich bekam schnell mit, dass Inder und Ostasiaten mit meiner Art zu denken nicht viel anfangen konnten. Wo ich festlegen und einordnen wollte, gab es für sie einen ganz großen Bereich des grauen "Sowohl-als-auch": Vieles erschien relativ und durfte nebeneinander existieren.

Anfangs irritierte mich das sehr. Mit der Zeit begann ich jedoch, die Vorteile darin zu sehen: Dieses Denken kommt dem Leben oft näher. Dinge schließen sich nicht immer aus, Widersprüche dürfen stehen bleiben.

Insbesondere bei der Bewertung von Menschen sind wir hier immer schnell dabei: Ein Mensch ist so und so. Wenn er sich dann anders zeigt, heißt es: Jetzt hat er sein wahres Gesicht gezeigt. Aber vielleicht ist es nur ein anderer Aspekt seiner Persönlichkeit?

Ein Erlebnis hat mich das besonders gelehrt: In Syrien interviewte ich spirituelle Heiler für meine Forschung. Viele von ihnen strahlten Weisheit und Tiefe aus. Gleichzeitig vertraten sie sehr konservative Werte, die meinen eigenen stark widersprachen. In mir entstand zunächst ein innerer Widerspruch: Wie kann beides gleichzeitig da sein?

Mit der Zeit wurde mir klar, dass es vor allem meine eigenen Vorstellungen waren, die sehr eng waren. Diese Menschen passten nicht in mein inneres Ordnungssystem – aber das sagte wenig über ihre Menschlichkeit, Offenheit oder Tiefe aus. Im Gegenteil zeigten sie sich mir gegenüber erstaunlich offen und tolerant.

Je näher wir Menschen kommen, desto mehr Widersprüchlichkeit und Komplexität zeigt sich. Im Alltag haben wir nicht immer die Möglichkeit, so tief zu gehen – und das ist auch in Ordnung so. Doch vielleicht hilft es, im Hinterkopf zu behalten, dass wir meist nur einen Ausschnitt sehen.

Und manchmal liegt gerade in den ungewohnten Facetten eines Menschen etwas Lehrreiches – auch dann, wenn er nicht unseren Maßstäben entspricht.

„Wenn ich es nicht schaffe, vollkommen ökologisch zu leben, dann lasse ich es lieber ganz.“„Ich werde in meinem Alter so...
06/02/2026

„Wenn ich es nicht schaffe, vollkommen ökologisch zu leben, dann lasse ich es lieber ganz.“

„Ich werde in meinem Alter sowieso kein Spitzensportler mehr – also brauche ich gar nicht erst anzufangen.“

„Wenn nicht alle mitmachen, bringt mein eigener kleiner Beitrag doch sowieso nichts.“

Solche Sätze höre ich immer wieder, besonders von jungen Menschen. Und das erschüttert mich.

Gleichzeitig passt dieses Alles-oder-Nichts-Denken sehr gut in unsere Zeit. Entweder perfekt – oder wertlos. Nur das Herausragende scheint noch zu zählen. Nur das Vollkommene. Alles, was darunter liegt, wird abgewertet. Diese Haltung ist symptomatisch für unser westliches Denken insgesamt.

Aber dieses Denken ist starr - es ist das Gegenteil von Fließen. Es bewertet, sortiert aus und erhebt sich über alles. So führt es zu Ohnmacht, Frust und Passivität. Es ist eine Form von innerer Gewalt – gegen uns selbst und gegen das Leben.

Denn das Leben funktioniert ganz anders: Leben ist Bewegung, Prozess, Entwicklung. Es lässt sich nicht in starre Kategorien pressen.

Und in Wirklichkeit zählt jeder Schritt:
jeder Gedanke,
jede kleine Handlung,
jede Bemühung.

Dies gilt auch für den Bereich der Persönlichkeitsentwicklung:

- Zwei Minuten Erdungsübungen am Tag sind besser als gar nichts!
- Sich einige Male am Tag an den Achtsamkeitsmodus zu erinnern ist schon sehr viel!
- Einen erholsamen Spaziergang in der Woche in der Natur machen kann sehr wirksam sein!
- Einmal in einer schwierigen Situation bei sich bleiben - super! Auch wenn es sonst nicht so gut klappt.
- Einmal den inneren Mechanismen nicht nachgeben, sondern frei davon handeln – bravo! Ein toller Anfang!

Hohe Ansprüche und daraus resultierende Resignation führen uns nicht weiter.

Denn: Jede einzelne Bemühung ist wertvoll! Und wirkt auf den Rest der Welt ein, denn nichts geht je verloren, alles steht miteinander in Verbindung!

Wir brauchen einfach wieder mehr Mut und Geduld, uns auf die kleinen Schritte einzulassen - statt sie abzuwerten.

̈nlichkeitsentwicklung

Ich schreibe hier so viel über Erdung, weil es in der heutigen Zeit oft an Erdung mangelt. Aber natürlich verkörpert sie...
02/02/2026

Ich schreibe hier so viel über Erdung, weil es in der heutigen Zeit oft an Erdung mangelt. Aber natürlich verkörpert sie nur die eine Hälfte der Wahrheit: Genauso wichtig ist es, nach "oben" hin offen zu sein.

So bemühte mein Meditationslehrer das Bild der "inneren Säule", um den energetischen Idealzustand zu beschreiben: sicher in der Erde verankert durchzieht sie unsere Mitte und öffnet sich zum Himmel hin. Diese innere Mitte verleiht uns Stabilität und Standfestigkeit.

Für die Säulen-Übung müssen wir uns zunächst erden: Wurzeln in die Erde wachsen, Füße in die Erde einsinken lassen, ein Dreieck zwischen Fersen und äußeren Zehen bilden und ähnliches (siehe andere Beiträge). Wenn wir gut geerdet in der Säule stehen, können wir uns vorstellen, unsere Haare seien feine Antennen, die in den Himmel ragen und die lichten Energien empfangen. Die Kunst besteht darin, gleichzeitig verankert zu bleiben. Dann erleben wir uns als Verbindung zwischen Himmel und Erde, und unser Herz öffnet sich ganz von allein.

Dieser Zustand ist auch absolut alltagstauglich. Wenn wir in ihm durchs Leben gehen, leben wir im Hier und Jetzt.

Aber bitte immer zuerst unten ansetzen: Mein Meditationslehrer begann immer zunächst mit Erdungs- und Körperwahrnehmungsübungen. Erst wenn eine profunde Erdung und Verankerung im Körper erreicht war, brachte er Übungen mit ein, die weiter oben ansetzen.

Viele Systeme gehen da umgekehrt vor oder kümmern sich erst gar nicht um Erdung. Dies war zu anderen Zeiten und für Angehörige anderer Kulturen auch gar nicht notwendig, aber für uns westlich geprägte Menschen eine wichtige Voraussetzung, um nicht wegzufliegen…

Foto: Palmyra, Syrien – vor dem Krieg

Ich gebe es gern zu: Am lebendigsten fühle ich mich, wenn ich richtig fit bin, aktiv, in Bewegung. Diese klare, nach auß...
27/01/2026

Ich gebe es gern zu: Am lebendigsten fühle ich mich, wenn ich richtig fit bin, aktiv, in Bewegung. Diese klare, nach außen gerichtete Kraft – das ist Yang.

Doch das Gegenteil davon – Yin - ist nicht einfach Passivität oder „Nichtstun“, auch wenn es von außen so aussehen mag. Auch Yin ist aktiv. Es ist nur ein anderes Wirken, das wir verlernt haben wahrzunehmen.

Während wir schlafen, geschieht unglaublich viel: Regeneration, Verarbeitung, Integration von Erlebtem und Neuordnung. Ohne Schlaf ist unser System ganz schnell am Ende.

Während wir uns ausruhen, wird der Parasympathikus aktiv: Die Verdauung arbeitet auf Hochtouren, während Blut- und Atemfrequenz sinken und sich normalisieren, um wieder effektiver arbeiten zu können. Ohne Gegenregulation würde die Stressbiologie die eigenen Reserven auffressen.

Während wir scheinbar nichts "tun", arbeitet unser System also oft am tiefsten.

Und vielleicht kennst du das auch aus deinem Alltag:

Du lernst etwas, dann machst du mal eine Woche Pause – und plötzlich sitzt der Stoff.
Ich habe das bei meinen Sprachschülern oft erlebt: Nach Ferien oder Unterbrechungen machen sie auf einmal große Sprünge.

Und mein Meditationslehrer sagte immer:
Das Entscheidende passiert nicht während der Meditation, sondern in den Pausen.

Auch in der Natur sehen wir dieses Prinzip: Im Winter scheint alles still. Doch unter der Oberfläche sammeln sich Kräfte, ordnet sich Leben neu, bereitet sich Wachstum vor. Und in anderen Gefilden sind es Trockenzeiten oder andere Phasen der Pause.

Yin ist keine Lücke zwischen zwei Yang-Phasen:

Yin ist eine eigene Kraft, eine innere Bewegung, ein stilles Arbeiten. In unserem Körper ist sie ständig aktiv - nur in unserem leistungsorientierten Alltag erkennen wir sie oft nicht an. Doch das können wir uns langfristig nicht leisten: Unsere Systeme reagieren sensibel auf diese Unausgeglichenheit, irgendwann kommt es zum Kollaps. Das erleben wir im Inneren wie im Außen.

Zum Glück ist sie auch ohne unsere Erlaubnis weiterhin aktiv und steht uns jederzeit zur Verfügung.
Und meines Erachtens ist sie auch die Antwort auf viele offene Fragen - viel zu lange haben wir diese Kraft unterschätzt und untergraben.

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Dortmund

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