Gut geerdet

Gut geerdet Gut geerdet - Dr. Katja Sündermann
Ich möchte uns an unsere Erdung erinnern! Auch erlebte ich immer wieder Unfälle, die mich sehr aus der Erdung zogen.

Ich bin Ethnologin und habe mich schon immer für das Themenfeld Heil und Heilung interessiert. Bei meinen eigenen Meditationsbemühungen vor ca. 25 Jahren bin ich dann auf das Thema Erdung gestoßen: Mein Lehrer fand mich schrecklich ungeerdet und verordnete mir erst einmal Erdungsübungen. Deshalb habe ich das Thema irgendwann einmal "adoptiert" - es scheint mein Thema zu sein! 🙏

Ich liebe die Zeit, wenn die Rosen blühen! 🌹In meinem Garten wachsen verschiedene wilde und historische Sorten, die alle...
30/05/2026

Ich liebe die Zeit, wenn die Rosen blühen! 🌹In meinem Garten wachsen verschiedene wilde und historische Sorten, die allesamt wunderbar duften.

Da gestern Unwetter angesagt waren, habe ich mich mit gutem Gewissen an die Ernte gemacht. Denn normalerweise tut es mir immer leid, die wunderschönen Blüten abzuschneiden.

Die historischen Sorten eignen sich gut zur Verarbeitung in der Küche. Ich stelle daraus Rosengelee, Sirup und Pesto her, setze ein Hautöl an und trockne die Blüten für Tee.

Die Beschäftigung mit den Rosen ist unglaublich wohltuend. Der wunderbare Duft begleitet alle Arbeitsschritte. Für mich bedeutet das pure Fülle! 🙏🌹🌹🌹

Normalerweise werbe ich bei meinen Erdungsübungen nicht damit, dass sie besonders einfach sind. Doch diese hier ist es w...
24/05/2026

Normalerweise werbe ich bei meinen Erdungsübungen nicht damit, dass sie besonders einfach sind. Doch diese hier ist es wirklich!

Du brauchst nur einen schweren Gegenstand – ein Buch, ein Stein, eine Kiste – etwas, das du hochheben und auf das du dich stellen kannst. Und das ist auch schon alles.

So geht’s:

Nimm den Gegenstand in deine Hände und spüre, wie schwer er ist.

Stelle ihn dann auf den Boden und stell dich darauf. Fühle in deinen Körper und beobachte die Wirkung.

Bei mir wirkt diese Übung wie ein Wunder:
Durch das Erspüren der Schwere nehme ich meinen Körper in Verbindung mit der Erde als schwer und präsent wahr – und fühle mich direkt wunderbar geerdet!

Probier’s mal aus!

Ich wünsche dir schöne Pfingsttage 🌹 – bleib geerdet bei diesen wunderbaren Energien!

Die letzten Tage waren super anstrengend für mich. Körperliche Symptome sowieso, aber auch mein Kopf hat verrückt gespie...
14/05/2026

Die letzten Tage waren super anstrengend für mich. Körperliche Symptome sowieso, aber auch mein Kopf hat verrückt gespielt: Gedankenkarussells, innere Dialoge und Rechtfertigungen, Ohnmacht gegenüber diesen Mechanismen, Ärger darüber – wie in meinen schlimmsten Zeiten. Als ob die Energien gerade nochmal so richtig in die Tiefe gehen und uralte Mechanismen hervorholen.

Und dann plötzlich die Erkenntnis:

"All das darf sein."

Meine Gedanken dürfen sein.
Mein Ärger über diese Gedanken darf sein.
Mein innerer Kampf gegen diese Mechanismen darf sein.

Denn all dies ist zutiefst menschlich.

Sofort entspannte sich mein System, und die dahinterliegenden Wunden durften heilen.

Und ein zärtliches Mitgefühl machte sich in mir breit – für mich selbst und mein Menschsein, und für alle anderen Menschen, die Ähnliches durchlaufen.

Denn diese Erfahrungen, diese Krämpfe und Kämpfe, so unangenehm sie sind - auch sie machen unser Menschsein aus. Wir befinden uns in dieser paradoxen Situation, gefangen zwischen unseren Fehlern und Schwächen in dieser unerlösten Welt der Dualität – und gleichzeitig das Gefühl, dass alles richtig ist, wie es ist, alles bereits erleuchtet ist.

Ganz ehrlich, das ist schon eine Herausforderung! Und gleichzeitig verleiht es unserem Menschsein eine tragische Schönheit und Einzigartigkeit!

Wie ergeht es dir dieser Tage?

Schon immer hatte ich ein wenig Schwierigkeiten mit den "gängigen" Zuordnungen Sonne = männlich, Mond = weiblich. Als Ki...
11/05/2026

Schon immer hatte ich ein wenig Schwierigkeiten mit den "gängigen" Zuordnungen Sonne = männlich, Mond = weiblich.

Als Kind empfand ich die wärmende Sonne als zutiefst weiblich, und den kühlen, blassen Mond eher als männlich. Das mochte an den Erfahrungen mit meinem Umfeld liegen: Frauen mit ihrer Wärme erinnerten mich eher an die Sonne, die in den 70er Jahren emotional eher zurückhaltenden Männer an den Mond.

"Recht" gibt meinem Empfinden die deutsche Sprache, in der die Sonne einen weiblichen und der Mond einen männlichen Artikel trägt. Bei den Germanen galt die weibliche Sól als lebensspendende Göttin, und der Mond, Máni, als männlicher Zeitmesser – ein Aspekt, der ihm vor allem in Jägerkulturen zugewiesen wurde. Bei den Inuit beispielsweise ist der Mond ein "Jäger", der die Gezeiten lenkt, und die Sonne die "Feuerfrau" - überlebenswichtig in der Kälte! Auch in Japan wird Amaterasu als Sonnengöttin verehrt, und ihr Bruder Tsukuyomi als Mondgott.

Natürlich gibt es auch viele Kulturen, in denen die Zuordnungen umgekehrt sind, insbesondere im heißen Süden, wo die Sonne eher als aggressiv und daher männlich wahrgenommen wird, und im romanischen Raum, der unser Denken ja sehr geprägt hat.

In der chinesischen Kultur gilt ebenfalls: Yang = Sonne, Yin = Mond.

In der spirituellen Szene haben wir diese Zuordnung übernommen. Und natürlich macht es AUCH Sinn, den Mond mit der Frau und den zyklischen weiblichen Kräften in Zusammenhang zu bringen. In vielen Kulturen wird der Mond auch als Großmutter gesehen, z.B. bei den Lakota-Sioux.

Was sagt uns das? Es gibt kein Falsch oder Richtig! Zuordnungen sind nicht "natürlich gegeben", sondern entsprechen einem kulturellen Kontext – und dieser liegt ursprünglich in den geographischen Gegebenheiten und der Lebensweise.

Daher Vorsicht bei Systemen, die Wertigkeiten ableiten wie im patriarchalischen System, in dem Männlichkeit mit Aktivität und Dominanz und Weiblichkeit mit Passivität und Unterordnung gleichgesetzt wird - und das ganze über die "Natur" legitimiert wird.

So ist es einmal erfrischend, eine ganz andere Perspektive einzunehmen!

Wie sind deine Empfindungen dazu?

Mein Meditationslehrer warnte uns immer davor, inneren Bildern und Visionen, die bei der Meditation entstehen, Beachtung...
05/05/2026

Mein Meditationslehrer warnte uns immer davor, inneren Bildern und Visionen, die bei der Meditation entstehen, Beachtung zu schenken. Sein Ansatz war klar: Beobachten, was aufsteigt und es wieder loslassen. Alles andere sei Ablenkung. Zudem bestehe die Gefahr, an spektakulären Bildern anzuhaften, sie gar für Realität zu halten.

In Bezug auf die Meditation hatte er sicher Recht. Dennoch arbeite ich heute sehr gerne mit inneren Bildern! Es sind für mich Botschaften, die mir Weisheit und Heilung schenken. Sie entstehen in einem leichten Trancezustand, während der Meditation oder innerer Prozesse. Und manchmal bitte ich auch konkret darum.

Die Bilder zeigen Elemente aus der Natur, Farben, Symbole, Szenen oder Wesenheiten. Es können auch Klänge, haptische Erfahrungen und Seinszustände sein – oder ganze Reisen. Sie spenden mir Kraft, erteilen mir Botschaften, begleiten mich.

Manche haben eine kurze Halbwertzeit - dabei habe ich manchmal das Gefühl, etwas falsch gemacht, die Verbindung unterbrochen zu haben. Aber anscheinend ist ihre "Mission" einfach erfüllt, ihre Botschaft integriert. Dann erscheinen sie leblos und unpassend. Andere begleiten mich länger oder tauchen immer wieder auf, sind "abrufbar".

Dabei überbewerte ich sie nicht, halte sie nicht für finale Wahrheiten, sondern für einen Ausdruck innerer und äußerer Kräfte, geformt von der wunderbaren Kreativität des Unterbewusstseins - oder Überbewusstseins. Letztendlich ist die Quelle unwichtig, denn wenn wir davon ausgehen, dass wir mit allem verbunden sind, gibt es keine Unterscheidung zwischen "meinem" Geist oder dem Geist einer höheren Wesenheit – alles ist EINS!

Wichtig ist nur die Abgrenzung zu reiner Phantasie oder Wunschdenken. Natürlich dürfen wir uns auch bewusst schöne Dinge ausmalen, aber dabei aufpassen, dass nicht gerade das Ego übernimmt. Für mich ist der entscheidende Moment die Überraschung, wenn etwas komplett Unerwartetes ins Bewusstsein kommt. Es fühlt sich dann an, als sei es genau das Mosaiksteinchen, das gerade fehlt.

Natürlich können wir auch Bilder aus dem Außen einsetzen: Wenn sie uns ansprechen, können sie hochwirksam sein, egal woher sie stammen.

Wie hältst du es damit?

Erdung bedeutet, den Boden und uns selbst wirklich körperlich zu spüren. Sie schenkt uns ein Gefühl von Sicherheit und G...
03/05/2026

Erdung bedeutet, den Boden und uns selbst wirklich körperlich zu spüren. Sie schenkt uns ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit und erlaubt es uns, unsere Muskulatur loszulassen, Spannungen abzugeben: Wir müssen uns nicht mehr selbst tragen.

Doch häufig können wir diese tragende Verbindung zur Erde gar nicht erst wahrnehmen, und zwar genau WEGEN dieser Blockaden. Und wenn der tragende Grund nicht spürbar wird, fehlt auch das Vertrauen.

Ein Dilemma:
Erdung wäre der Schlüssel, um loszulassen – doch solange wir nicht loslassen, sind wir blockiert und finden keinen Kontakt zur Erde.

Doch wir können dieses Paradoxon überwinden!

֍ Der erste Schritt ist das Bewusstwerden: Wir können uns in unseren Körper einfühlen und spüren, wie wir DA sind. Können wir unsere Verbindung zur Erde wahrnehmen? Oder hält uns etwas davon ab? Wo sitzt dieses Etwas? Wie fühlt es sich an? Bitte nicht bewerten, sondern nur wahrnehmen!

֍ Dann können wir uns erlauben, unsere Erinnerungen an eine Zeit hervorzurufen, in der wir uns noch vertrauensvoll auf der Erde bewegt haben. Und wenn diese nicht greifbar sind, so gibt es vielleicht eine vage Sehnsucht, eine Vorstellung davon, wie es sich anfühlen könnte. Diese kann uns dann leiten.

֍ Wenn wir kein Bild oder Gefühl dazu finden, können wir innere Bilder etablieren, wie ich sie bereits vorgestellt habe: Wurzeln wachsen lassen, in die Erde einsinken, sich von Mutter Erde halten und nähren lassen… Durch die wiederholte Vorstellung wird das Körperempfinden dazu immer realer, und sobald wir einen Halt spüren, lässt unser Körper los.

֍ Dieses Loslassen können wir verstärken, indem wir mit unserem Bewusstsein in die Gelenke gehen und sie "säubern", in ganze Körperpartien gehen und sie erkunden. Wir können auch eine imaginative Kraft aus der Erde ziehen und uns davon reinigen lassen – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!

֍ Und natürlich können wir auch von der anderen Seite starten und direkt an den Blockaden ansetzen: durch Wärme, durch Erfahrungen von Sicherheit und Gehaltenwerden, durch unterschiedlichste Entspannungs- und Therapieformen. Dann wird die Verbindung zur Erde spürbarer – der Beginn eines positiven Kreislaufs!

01/05/2026

Ich liebe es, mich im Garten irgendwo in eine Ecke zu setzen – und einfach einen kleinen Ausschnitt zu betrachten. Denn es gibt immer so viel zu sehen!

Heute entdecke ich:
- Der Orangentymian, den ich so mag, hat sich neu verwurzelt, wie schön!
- Ein kleines Schöllkraut!
- Die Sonnenröschen stehen schon in den Startlöchern!
- Wie hübsch die verblühte Küchenschelle, kleine Puschel!
- Die Akelei blüht schon! Die erste im Garten!
- Der Hauswurz, hat sich schön ausbreitet
- Und dahinten: eine Lücke. Was fehlt hier eigentlich?
- Da ein Thymian, der sich hier neu hingesetzt hat!
- Und dann sehe ich die Ameisenstraße, die über den Roten Hauswurz läuft, die Steine entlang. Ich wusste gar nicht, dass hier auch große Ameisen sind! Es macht viel Spaß, sie zu beobachten.

Alles nicht spektakulär, ich weiß. Aber die vielen kleinen Beobachtungen erfreuen mich. Und wer sonst soll sie sehen, wenn ich nicht hinschaue?

Die Natur ist voller Überraschungen und Wunder! Dazu bedarf es keinen Garten, auch ein Straßenrand hat schon viel zu bieten.

Wir brauchen nur ein bisschen Zeit und Muße!

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