Gut geerdet

Gut geerdet Gut geerdet - Dr. Katja Sündermann
Ich erinnere uns an unsere Erdung Auch erlebte ich immer wieder Unfälle, die mich sehr aus der Erdung zogen.

Ich bin Ethnologin und habe mich schon immer für das Themenfeld Heil und Heilung interessiert. Bei meinen eigenen Meditationsbemühungen vor ca. 25 Jahren bin ich dann auf das Thema Erdung gestoßen: Mein Lehrer fand mich schrecklich ungeerdet und verordnete mir erst einmal Erdungsübungen. Deshalb habe ich das Thema irgendwann einmal "adoptiert" - es scheint mein Thema zu sein! 🙏

Ich bin – wie viele andere auch – zunehmend entsetzt darüber, wie sehr sich KI auf den sozialen Kanälen ausbreitet. Umso...
08/01/2026

Ich bin – wie viele andere auch – zunehmend entsetzt darüber, wie sehr sich KI auf den sozialen Kanälen ausbreitet. Umso dankbarer bin ich, Menschen zu folgen, deren Inhalte mir "echt" vorkommen. Und ich finde es sehr störend, dass KI-generierte Inhalte selten gekennzeichnet werden!

Gleichzeitig habe ich mit einem gewissen Schrecken festgestellt, dass mein eigener Schreibstil dem der KI gar nicht so unähnlich ist: Auch ich schreibe gern mit vielen Gedankenstrichen, Einschüben und ähnlichen Stilmitteln. Mein ganzes Buch ist voll davon – aber original von mir!

Auch ich nutze KI, zum Beispiel, wenn ich beim Spazierengehen Ideen für Beiträge habe, dann spreche ich sie ein, lasse sie transkribieren und dabei leicht glätten. Beim Transkribieren ist die KI besser als jede andere App.

Aus Neugier habe ich die KI einmal gefragt, was sie zum Thema Erdung zu sagen hat – und war ehrlich erstaunt: Ich bekam Antworten, die meinen eigenen Ansätzen und Gedanken sehr ähneln (bei anonymer Anfrage).

Einerseits hat mich das beruhigt: Wer sich zu spirituellen Themen informieren möchte, bekommt also keinen Unsinn erzählt, sondern wertvolle Informationen.

Andererseits fand ich es auch gruselig: Die KI vermittelt dabei das Gefühl, die Menschen ganz genau zu kennen. Sie formuliert scheinbar tiefe Weisheiten zu Bereichen, die ihr eigentlich völlig fremd sind – sie hat nun mal kein Bewusstsein! Das kann sehr gefährlich werden für empfängliche Menschen!

Die Nutzung von KI ist ja kein Problem bei reiner Informationsvermittlung. Doch wenn es um Beiträge zu psychologischen und spirituellen Themen geht, verbindet man sich auch gleichzeitig mit der Energie des Menschen dahinter. Und genau das kann KI nicht liefern. Deshalb fühlen sich viele KI-Texte trotz guter Inhalte oft leer an.

Eine Chance in der ganzen Entwicklungsspirale sehe ich darin, dass die wirklich menschlichen Gaben und Eigenschaften eben DURCH die Beschränktheit der KI bald wieder mehr Wertschätzung erfahren: eben nicht reine Wissensansammlung und analytische Fähigkeiten, sondern unsere tiefe Gefühlswelt, unsere Intuition, unsere Fähigkeit, uns zu verbinden und unsere Kreativität, etwas wirklich Neues zu erschaffen!

Ständige Schmerzen sind nicht nur lästig, sie können uns auch aus unserer Erdung herausholen. Denn oft ziehen wir unser ...
06/01/2026

Ständige Schmerzen sind nicht nur lästig, sie können uns auch aus unserer Erdung herausholen. Denn oft ziehen wir unser Bewusstsein aus dem Körper zurück, weil es schlicht zu unangenehm ist. Das ist auch okay, genauso wie Maßnahmen zu ergreifen oder auch mal Schmerzmittel zu nehmen.

Aber Schmerzen können auch als eine Art Portal dienen: als Zugang zu tieferliegenden Themen, die gesehen und versorgt werden möchten.

Eine Möglichkeit besteht darin, einmal direkt in die Schmerzen hineinzufühlen: Welche inneren Bilder tauchen auf? Wie sieht der Schmerz aus? Hat er eine Farbe, eine Form, eine Struktur? Du kannst auch fragen, welches dahinterliegende Thema sich zeigen möchte, und die Bilder einfach aufsteigen lassen.

Als ich selbst kürzlich starke Nackenbeschwerden hatte, erschien mir zunächst das Bild einer klemmenden Tür. Dahinter zeigte sich ein weiteres Bild: ein dünnes, vertrocknetes Männchen.
Diese Bilder lassen sich dann direkt imaginativ "versorgen": In meinem Fall ölte ich die Tür, gab dem Männchen zu trinken und nährte es mit einer imaginären Heilnahrung. Ich rieb es mit Öl ein, bis es sich geschmeidig, kräftig und lebendig anfühlte. Sofort änderte sich auch mein Zustand, auch wenn die Schmerzen nicht sofort verschwanden.

Rückblickend passt dieses Bild gut zu einem Mangel an Feuchtigkeit, was sowohl zu meinem Ayurveda-Typ Vata wie auch zu den Wechseljahren passt. Natürlich sollten solche Erkenntnisse dann auch praktische Maßnahmen in Bezug auf Ernährung usw. nach sich ziehen.

Ein anderes Mal landet man vielleicht tiefer, bei emotionalen Schieflagen oder bei ganz alten Geschichten, die angeschaut werden möchten. Vielleicht gilt es, starke Gefühle oder das verwundete Kind in sich zu versorgen.

Unser Unterbewusstsein spricht in schönen klaren Bildern – wir müssen diesem Prozess nur vertrauen und die überlagernden Vorstellungen unseres Verstandes einmal beiseiteschieben um wirklich zuzuhören bzw. hinzuschauen.

Wenn das schwerfällt, kann man auch um Beistand bitten oder sich von einer erfahrenen Person helfen lassen. Solche Methoden sind hochwirksam – und setzen direkt an der Wurzel an, statt nur Symptome zu beseitigen!

💫Ihr Lieben! Ich wünsche euch allen ein glückliches neues Jahr! Das vergangene Jahr stellte uns immer wieder vor große H...
01/01/2026

💫Ihr Lieben! Ich wünsche euch allen ein glückliches neues Jahr! Das vergangene Jahr stellte uns immer wieder vor große Herausforderungen, es zeigte sich aber auch viel Neues: Es brach immer wieder ein wunderbares SEiN durch, geprägt von Einheit, Liebe und Schönheit. Möge sich dieser Funke immer weiter ausbreiten und uns mehr und mehr ausfüllen! 💫

Noch ein paar Worte zum Kalender: Ich persönlich finde es in Ordnung, eine Art weltliches Neues Jahr zu begehen, zumal es das ganze menschliche Kollektiv umfasst. Auch in anderen Regionen passt es nicht wirklich zu dem natürlichen Geschehen, in Australien ist jetzt beispielsweise Sommer. Der erste Januar ist bereits seit über 2000 Jahren verankert (auch wenn der Kalender selbst nochmal verschoben wurde), auch das ist eine Tradition. Und so kurz nach der Winterwende ist es ja auch nicht gänzlich verkehrt: das Licht wird wieder stärker, etwas Neues beginnt.
Und selbstverständlich kann ja jede Kultur, jede Gruppe, jeder Mensch ein an die natürlichen Kreisläufe angepasstes Fest feiern: bei den meisten liegt dies ganz sinnig im jeweiligen Frühling oder zu Beginn oder Ende der Regenzeit. Wir sollten uns da auch an unserem eigenen Empfinden orientieren, denn jeder Frühling zeigt sich anders.

Früher galt bei uns die ganze Winterzeit als Ruhezeit, auch bei den Römern. Die Zeit stand förmlich still. Das neue Jahr begann erst im Frühling, am 1. März. Die Monate Januar und Februar wurden erst nachträglich eingeschoben. Im Jahre 153 v.Chr. wurde der Jahresbeginn dann für die Administration auf den 1. Januar verlegt, aus militärischen und praktischen Zwecken. Wie gesagt, ist es ein eher weltliches Datum!
Heute ist die Ruhezeit sehr verkürzt: von Weihnachten bis Neujahr, und für viele nicht einmal dies. Da müssen wir uns dann selbst immer wieder versuchen herauszunehmen – eine Herausforderung!
Und da bin ich auch direkt beim großen Nachteil des Jahresbeginns im Januar: Bei vielen wird der Wechsel mit Aktionismus und großen Veränderungen assoziiert, es werden neue Vorsätze getroffen, die noch gar nicht recht passen, zu Bewegung und Ernährung beispielsweise. Unser Körper ist noch im Winterschlaf und möchte selbstverständlich bewegt werden, aber keine großen Programme starten. Und Entgiften und Diät halten erst recht nicht. Das passt in den Frühling, da gibt es dann auch die passenden Kräuter dazu.

Und auch für andere Neuanfänge und Aktivitäten fehlt jetzt vielleicht die rechte Energie.

Es ist aber auch unsere Aufgabe, uns immer mehr von äußeren Richtlinien freizumachen und in uns selbst hineinzuhorchen, was für uns gerade stimmig ist. Das kann uns weder ein Datum, noch irgendein Kollektiv sagen – auch nicht das spirituelle, das fleißig über die richtigen Zeitpunkte und Rituale diskutiert. Den Weg zu uns können immer nur wir selber begehen, alles andere bleibt eine grobe Orientierung!

Suchst du noch ein Geschenk 🎁 für einen lieben Menschen, der...• sich ungeerdet und gestresst fühlt 🙃• Sehnsucht nach me...
06/12/2025

Suchst du noch ein Geschenk 🎁 für einen lieben Menschen, der...

• sich ungeerdet und gestresst fühlt 🙃
• Sehnsucht nach mehr Natur- und Erdverbundenheit hat 🌳
• gerade in einer Umbruchs- oder Krankheitsphase steckt 🤕
• die religiöse und spirituelle Praxis erden möchte 🛐
• oder alltagstaugliche Übungen und neue Inspirationen sucht? ✨

Dann schau mal in mein Buch:

"Gut geerdet: Wie wir im Alltag Kraft und Geborgenheit finden - Praktische Anleitungen zur Erdung"
Für Inhaltsverzeichnis siehe die Bilder! Und für eine Leseprobe meine letzten Beiträge!

https://www.gut-geerdet.info/mein-buch/
Herausgeber: ‎ BoD – Books on Demand; 1. Edition (16. Juli 2023)
Taschenbuch: ‎ 250 Seiten
ISBN-10: ‎ 3756828360, ISBN-13: ‎ 978-3756828364
Paperback: 18 Euro, E-book: 11,99 Euro

Erhältlich über den normalen Buchhandel und im Online-Handel!

Hier kommt der zweite Teil der Auszüge aus meinem Buch "Gut geerdet"! Bei 250 Seiten war es nicht leicht, eine Auswahl z...
02/12/2025

Hier kommt der zweite Teil der Auszüge aus meinem Buch "Gut geerdet"!

Bei 250 Seiten war es nicht leicht, eine Auswahl zu treffen. So habe ich mich bemüht, aus allen Bereichen etwas dabei zu haben:

- Was ist Erdung? (Theoretische Überlegungen zum Thema Erdung)
- Achtsame Auseinandersetzung mit der eigenen Innenwelt (Entwicklung von Achtsamkeit im Umgang mit Gedanken, Gefühlen und Reaktionen auf die Außenwelt)
- Einrichten eines geerdeten Alltagslebens (Verankerung in der Sinnenwelt, erdende Tätigkeiten, ausgeglichene Lebensweise, Entspannungsformen)
- Rückverbindung zur Natur (Pflanzen- und Tierwelt, Jahreszeiten, die vier Elemente)
- Sensibilisierung der Körperwahrnehmung (Wahrnehmungsübungen)
- Erdungsübungen (für Meditation und Alltag)
- Visualisierungen zu Erde und Natur

Ich hoffe, Ihr könnt einen kleinen Einblick gewinnen.

Weitere Informationen wie auch ein Link zum Inhaltsverzeichnis findet ihr auf meiner Webseite: https://www.gut-geerdet.info/mein-buch/

Schaut bitte auch in Folge 1 für die ersten Punkte!

Auf einen Wunsch hin poste ich hier einige Auszüge aus meinem Buch "Gut geerdet" in zwei Folgen. Bei 250 Seiten war es n...
02/12/2025

Auf einen Wunsch hin poste ich hier einige Auszüge aus meinem Buch "Gut geerdet" in zwei Folgen.

Bei 250 Seiten war es nicht leicht, eine Auswahl zu treffen. So habe ich mich bemüht, aus allen Bereichen etwas dabei zu haben:

- Was ist Erdung? (Theoretische Überlegungen zum Thema Erdung)
- Achtsame Auseinandersetzung mit der eigenen Innenwelt (Entwicklung von Achtsamkeit im Umgang mit Gedanken, Gefühlen und Reaktionen auf die Außenwelt)
- Einrichten eines geerdeten Alltagslebens (Verankerung in der Sinnenwelt, erdende Tätigkeiten, ausgeglichene Lebensweise, Entspannungsformen)
- Rückverbindung zur Natur (Pflanzen- und Tierwelt, Jahreszeiten, die vier Elemente)
- Sensibilisierung der Körperwahrnehmung (Wahrnehmungsübungen)
- Erdungsübungen (für Meditation und Alltag)
- Visualisierungen zu Erde und Natur

Ich hoffe, Ihr könnt einen kleinen Einblick gewinnen. Weitere Informationen wie auch ein Link zum Inhaltsverzeichnis findet ihr auf meiner Webseite: https://www.gut-geerdet.info/mein-buch/

Schaut bitte auch in Folge 2 für die Punkte Körperwahrnehmung und Erdungsübungen!

Wie bei allen Dingen, die uns widerfahren, kann auch eine Erkrankung sehr vielschichtig sein und uns auf mehreren Ebenen...
24/11/2025

Wie bei allen Dingen, die uns widerfahren, kann auch eine Erkrankung sehr vielschichtig sein und uns auf mehreren Ebenen berühren. Neben der körperlichen Ebene ist oft auch die emotionale Ebene betroffen: Was löst die Krankheit in uns aus?

Ängste:
֍ Intuitive, körperliche Angst, dass etwas nicht stimmt
֍ bei schweren Erkrankungen existenzielle Angst
֍ Ängste aufgrund des Ausfalls: Was verpasse ich? Wie können die Dinge ohne mich laufen? Welche Konsequenzen hat der Ausfall?
֍ Metaebene: Habe ich etwas falsch gemacht? Bin ich nicht lebenstüchtig genug?

Scham:
֍ Wie peinlich, schon wieder krank! Jetzt muss XY meine Arbeit machen, sich um mich, meine Kinder kümmern etc.
֍ Ich wirke ganz unzuverlässig! Was soll der neue Chef, die neue Kollegin, die Schwiegermutter, der ich helfen wollte, usw. denken?
֍ Metaebene: Ich kriege nichts auf die Reihe! Ich bin ein Loser!
Sorge:
֍ Sorge in Bezug auf die Erkrankung: Werde ich bald wieder gesund? Was kann ich tun?
֍ Sorge um Familie, Arbeit, Finanzen
֍ Metaebene: Warum bin ich schon wieder krank? Will mir das Leben etwas sagen – und ich verstehe es nicht? Geht das jetzt den ganzen Winter so?

Traurigkeit:
֍ Selbstmitgefühl bei Schmerzen und Leiden
֍ Trauer aufgrund des Verzichts auf Aktivitäten, Gefühl, vom "wahren Leben" abgeschnitten zu sein
֍ Metaebene: Das Leben ist so leidvoll! Kann es nicht mal leicht sein?

Wut:
֍ Wut aufgrund von Schmerzen und Leiden
֍ Metaebene: Warum schon wieder krank? Warum immer ich? Scheiß Leben!

Kennst du solche Gefühle? Sie sind natürliche Begleiterscheinungen, und es ist wichtig, sie wahrzunehmen und anzunehmen. Sonst verselbständigen sie sich und kreieren Dramen (> Metaebene).

Vielleicht sind sie auch eine Einladung, einmal genauer hinzuschauen: Wie gehe ich generell mit Krankheit um? Was habe ich da von meiner Familie übernommen? Warum ist mir eine natürliche Sache so peinlich? Weshalb reagiere ich sooo wütend? Wieso ist es immer die Brust, die wehtut? Steckt da mehr hinter? Wie kann ich liebevoller mit mir und meinem Körper umgehen?kra

̈nlichkeitsentwicklung

Letztens kamen ein Freund und ich auf die Bedeutung des Körpers zu sprechen. Er praktiziert die Kabbala*, also jüdische ...
16/11/2025

Letztens kamen ein Freund und ich auf die Bedeutung des Körpers zu sprechen. Er praktiziert die Kabbala*, also jüdische Mystik, und oft finden wir Überschneidungen in unseren Überzeugungen und Erfahrungen. Dieses Mal nicht, denn der Körper war für ihn negativ besetzt: Er gilt ihm als Sitz der "bösen" Triebe, die den Menschen ablenken und verführen.

Uih, dachte ich, hier haben wir aber eine klassische Täter-Opfer-Umkehr! Welcher Körper möchte wirklich endlos mit Essen vollgestopft werden? Welcher Körper möchte sich freiwillig mit Alkohol und anderen berauschenden Mitteln vergiften, den ganzen Tag bewegungslos auf dem Sofa verbringen oder ständig S*x haben? Ja, der Körper hat seine Bedürfnisse, aber in Maßen. Was darüber hinaus geht, entstammt wohl eher dem bewussten Ich, das ihm SEINE Bedürfnisse aufzwängt - oft aus inneren Defiziten heraus. Wenn dann der Eindruck entsteht, der Körper selbst dränge nach dieser Misshandlung, ist das Kind wohl bereits in den Brunnen gefallen.

Diese Verdrehung ist mir nicht neu, habe ich mich während meines Studiums doch viel mit den patriarchalischen Religionen beschäftigt, die dem Körper oft eine negative Deutung angedeihen lassen (wie auch viele philosophischen Strömungen in jener Zeit!). Die Schriften sprechen zwar eine andere Sprache, der Körper sei als eine heilige Schöpfung Gottes anzusehen und verdiene Respekt und eine gute Behandlung. Doch der körperfeindliche Ansatz hat sich sehr durchgesetzt, selbst in der Mystik.

Es wurde eine Dualität geschaffen zwischen dem unreinen, materiellen Körper und dem reinen göttlichen Geist, oder der reinen Seele. Um an der Göttlichkeit teilzuhaben, soll die Körperlichkeit überwunden, zumindest kontrolliert werden.

Nur alter Kram, der mit unserem modernen Denken nichts zu tun hat? Ich denke nicht, denn unsere Kultur ist von diesen Religionen und philosophischen Ideen geprägt und die Folgen allgegenwärtig: Viele Menschen haben den Kontakt zu ihrem eigenen Körper verloren, spüren ihn kaum noch, instrumentalisieren ihn für andere Bedürfnisse. Sie haben ihr Vertrauen verloren, hören nicht auf seine Weisheit, sondern misstrauen seinen Regungen und versuchen, ihn zu kontrollieren.

Daher tun wir gut daran, besonders gut hinzuschauen, wenn es um unsere Körperlichkeit geht!

Eine Meditation, um ganz bei dir selbst anzukommenUnser Bewusstsein befindet sich im Alltag meist im Kopf – kein Wunder,...
07/11/2025

Eine Meditation, um ganz bei dir selbst anzukommen

Unser Bewusstsein befindet sich im Alltag meist im Kopf – kein Wunder, denn dort sind viele unserer Sinne verankert: Wir sehen, hören, denken und nehmen von hier aus die Welt wahr. Doch es ist möglich – und heilsam –, das Bewusstsein über den ganzen Körper auszudehnen, besonders nach unten hin, in den Kontakt zur Erde.

Hierzu eine einfache, wohltuende Übung:

Gehe mit deinem Bewusstsein durch die schmale Passage des Halses – das Tor, das Kopf und Körper verbindet – und verweile einen Moment in deiner Brust.
Spüre, wie deine Brust sich öffnet.

Dann wandere weiter in deinen Bauch.
Spüre, wie dein Bauch weich wird.

Gehe weiter hinab in dein Becken und lass es weit werden. Möglicherweise hast du hier bereits das Gefühl, auf deinem Grund angekommen zu sein.

Wenn es dir möglich ist, lass dein Bewusstsein noch weiter nach unten fließen, durch die Beine bis in die Füße. Spüre deinen Grund!

Egal, ob du im Becken oder in den Füßen angelangt bist, lass dich gemütlich auf deinem inneren Grund nieder: sitzend oder liegend. Spüre, wie du alles loslässt und dich vollkommen auf deinem Grund entspannen kannst. Es fühlt sich ein bisschen wie auf dem Grund eines Sees an: Da oben tobt die Welt, aber auf dem Grund herrschen Frieden und Stille.

Du bist ganz angekommen
Du musst nichts tun
Einfach nur SEIN

Verweile einige Zeit auf deinem Grund. Stell dir dann vor, wie dein Grund mit der Oberfläche der Erde verschmilzt, wie ihr eins werdet. Spüre, wie du genährt und gehalten wirst! Genieße es!

Kehre dann langsam wieder zurück und spüre auch im Alltag immer mal wieder in diese Tiefe hinein.

Die Verbindung zu unseren Ahnen findet in unseren modernen Vorstellungen so gut wie keinen Raum. Im Gegenteil sind wir a...
28/10/2025

Die Verbindung zu unseren Ahnen findet in unseren modernen Vorstellungen so gut wie keinen Raum. Im Gegenteil sind wir alle sehr bestrebt, uns von unseren Eltern und Großeltern abzugrenzen. Wir fühlen uns als Individuen, möchten für uns selbst verantwortlich sein, und lehnen eine Verantwortung für die älteren Generationen ab. Insbesondere in deutschen Gefilden, wo die Nazi-Zeit wie eine Wand zwischen den Generationen steht. Wir Nachgeborenen haben wenig Verständnis für das Mitmachen oder "Mitlaufen" unserer Großeltern und Urgroßeltern, möchten nichts mit ihrer Schuld zu tun haben und verschließen unsere Augen vor ihrem Leid. Verständlich! Aber so fällt es umso schwerer, die Verbindung zu ihnen anzuerkennen.

Ein weiterer Faktor ist, dass es in den Familienlinien kaum noch Kontinuität gibt. Früher wurden Land und Besitztümer, ein Handwerk oder spezielles Knowhow von Generation zu Generation weitergegeben. So spielten die Ahnen noch eine wichtige, oft überlebenswichtige Rolle. Heute lebt jeder woanders und macht sein eigenes Ding, der Staat und die Gemeinschaft haben die speziellen Familienbande ersetzt.

All dies soll hier nicht bewertet werden – es ist wie es ist! Dennoch sollten wir uns klarmachen, dass diese Distanz zu unseren Vorfahren uns letztlich von unseren eigenen Wurzeln abtrennt. Und auch wenn wir die jeweilige Familiengeschichte vielleicht nicht toll finden, so tun wir doch gut daran, sie anzunehmen. Uns in sie einzufühlen, die kleinen und großen Dramen zu sehen und anzuerkennen – und damit auch zu erlösen.

Diese Hinwendung tut auch uns gut: Die alten Geschichten können uns dann nicht mehr belasten, und wir erhalten mehr Halt und Beistand für unser Leben. Und vielleicht hat der eine oder die andere VorfahrIn noch eine Botschaft oder ein spezielles Geschenk für uns parat!

Alles darf so sein, wie es istEs ist ein sehr wohltuender Gedanke, das eigene Leben wie einen großen, bunten Teppich aus...
25/10/2025

Alles darf so sein, wie es ist

Es ist ein sehr wohltuender Gedanke, das eigene Leben wie einen großen, bunten Teppich auszubreiten. All die Erlebnisse, die kleinen wie die großen, die freudigen wie die schmerzlichen, fügen sich nach und nach wie ein buntes Muster zusammen. Alles darf sein, wie es ist – in seiner Fülle und Vielfalt. Jeder Moment, jede Emotion, jeder Stolperstein.

Auch die weniger erquicklichen Zeiten und Erfahrungen gehören dazu. Wenn wir sie in unseren Lebens-Teppich aufnehmen, können wir sie in der Gesamtschau sehen, als das, was sie wirklich sind: einzelne Begebenheiten, kleine oder größere Momente, die sich in der Erinnerung oft mächtiger und schwerer anfühlen, als sie im größeren Kontext tatsächlich sind. So betrachtet, erscheinen viele von ihnen vielleicht nicht mehr als überwältigende Katastrophen, sondern als Erfahrungen, die sich mit allen anderen Erlebnissen zu einem einzigartigen, lebendigen Muster fügen – unserem Leben.

In der Annahme dessen, was war, liegt eine leise, heilsame Ordnung, die uns zeigt, dass wir getragen werden – von uns selbst, von der Zeit und vom Leben, das sich in seiner ganzen Vielfalt entfalten darf.

Mein Physiotherapeut: Möchten Sie den Termin um 13.00 oder 17.00 nehmen?Ich (obwohl ich 17.00 eigentlich angenehmer find...
25/09/2025

Mein Physiotherapeut: Möchten Sie den Termin um 13.00 oder 17.00 nehmen?
Ich (obwohl ich 17.00 eigentlich angenehmer finde): Ich kann ruhig den 13.00-Termin nehmen (nicht dass Sie wegen mir so spät Feierabend machen müssen. Oder: ich lasse den späten Termin lieber Leuten, die länger arbeiten müssen)

Ich möchte eigentlich noch gerne eine Runde mit einer Freundin drehen, denke aber laut hin und her: Ach, das ist ihr jetzt sicher schon zu spät. Und abends macht sie doch immer Yoga. Mein Mann entnervt: Warum rufst du sie nicht einfach an? Wenn's nicht passt, geht sie eben nicht dran! - Auch wahr!

Ich auf der Autobahn, linke Spur, beobachte, wie weit vorne rechts ein sehr langsamer LKW fährt.
Ich: Oh, da werde ich mal langsamer, dann kann ich die Autos hinter dem LKW noch vorlassen, damit sie den LKW noch überholen können.

Ich stelle also eine Situation oder einen Bedarf fest, checke dann aber erst einmal ab, was es für andere bedeuten könnte und ermittele die für alle beste Lösung.

Diese Haltung wirkt natürlich sehr edel und hilfsbereit, aber wenn es ein durchziehendes Muster ist, kann es sich auf Dauer auch sehr nachteilig auswirken. Dann heißt es in letzter Konsequenz vielleicht: "Ach, soll doch die Kollegin den Auftrag übernehmen, die braucht das Geld ja nötiger." Oder: "Die Familie mit den vielen Kindern hat mehr Schwierigkeiten, eine Wohnung zu finden als ich, also lasse ich ihr den Vortritt." - und man kommt überhaupt nicht weiter.

Aber die Haltung kann auch für andere nachteilig sein, sie kann Verwirrung stiften und sogar bevormundend und übergriffig sein. Denn letztendlich kann ich mir ja nicht sicher sein, was für andere das Beste ist, und in der Regel kann ja auch jeder für sich selbst sprechen.

Und: dieses Mitdenken ist endlos anstrengend! Statt bei sich und seinem Anliegen zu bleiben, übernimmt man gleich die Verantwortung für alle und alles mit - ganz schön vermessen!

Dahinter können vielfältige Gründe stecken: anerzogene Bescheidenheit und Altruismus. Man möchte vielleicht niemandem schaden, niemanden verletzen. Das kann mit dem Selbstbild zu tun haben, mit den eigenen Idealen. Aber auch mit zu viel Empathie, wenn man die Reaktionen der anderen sofort erspürt oder gar vorausahnt. Vielleicht fällt es schwer, etwaige negative Gefühle oder Auseinandersetzungen auszuhalten. Oder es ist die Angst, für sich selbst einzutreten, zu viel Raum einzunehmen, und das Gefühl, dass die eigenen Bedürfnisse eben nicht so wichtig sind.

Gefährlich wird es, wenn man ähnliches Verhalten von anderen Menschen erwartet, dann wird man schnell enttäuscht und kann in einer Opferrolle landen.

Für mich war es sehr befreiend, dieses Muster zu durchschauen und mir zu erlauben, mehr bei mir selbst zu bleiben und mich besser abzugrenzen. Richtig gut darin bin ich noch nicht (die Beispiele stammen aus der letzten Woche 😄), aber ich arbeite dran!

̈nlichkeitsentwicklung

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