Gut geerdet

Gut geerdet Gut geerdet - Dr. Katja Sündermann
Ich möchte uns an unsere Erdung erinnern! Auch erlebte ich immer wieder Unfälle, die mich sehr aus der Erdung zogen.

Ich bin Ethnologin und habe mich schon immer für das Themenfeld Heil und Heilung interessiert. Bei meinen eigenen Meditationsbemühungen vor ca. 25 Jahren bin ich dann auf das Thema Erdung gestoßen: Mein Lehrer fand mich schrecklich ungeerdet und verordnete mir erst einmal Erdungsübungen. Deshalb habe ich das Thema irgendwann einmal "adoptiert" - es scheint mein Thema zu sein! 🙏

Schon als Kind hasste ich es, wenn Menschen über die "Schwere des Lebens" sprachen. Besonders die bei einigen übliche An...
14/04/2026

Schon als Kind hasste ich es, wenn Menschen über die "Schwere des Lebens" sprachen. Besonders die bei einigen übliche Antwort „Es muss …“ auf die Frage „Wie geht’s?“ empfand ich als unerträglich. Das fühlte sich für mich vollkommen falsch an! Ich erinnere mich, wie ich dies sogar körperlich spürte, eine Enge einzog und ich erstarrte. Gleichzeitig machten sich Wut und Trotz in mir breit - und der Drang, mächtig zu widersprechen oder zu fliehen.

Es geht nicht um meine Eltern, aber im Umfeld, in der Schule, überall hörte man diese bedrückende Rhetorik. Vielleicht war das auch einer der Gründe, warum ich nach dem Abitur sofort auf Weltreise ging. Deutschland in den späten 80ern kam mir grau und langweilig vor. Ich brannte darauf, andere Kulturen kennenzulernen, mehr Buntheit, Leichtigkeit, Lebensfreude.

Ich versuchte, mein Leben bewusst bunt und lichtvoll zu gestalten – und das ist mir auch lange Zeit sehr gut gelungen. Bis die Schwere mich – krankheitsbedingt – wieder einholte. Und ich musste feststellen: Diese Schwere hat sich auch in meinem System festgesetzt – nicht nur als eigene Last, sondern als etwas, das Generationen vor mir geprägt hat. Und eigentlich fühle ich sie auch über dem ganzen Land hängen: diese Mischung aus Härte, Misstrauen und Angst.

Ich möchte nicht in Abrede stellen, dass sich das Leben manchmal auch schwer zeigt, und ich möchte die schwierigen Seiten weder verharmlosen noch wegdrücken.

Im Gegenteil: Die Lösung liegt darin, diese Seiten wirklich anzunehmen, uns zu erlauben, sie ganz und gar zuzulassen und zu fühlen. Dann können sie durch uns hindurchfließen und auch wieder gehen. Sie möchten gesehen und gefühlt werden – dann machen sie Raum für Leichtigkeit, Freude und Vertrauen.

Aber wenn wir aus den Schwierigkeiten des Lebens ein Programm machen, unbefangenen Kindern von der "Schwere des Lebens" erzählen, dann bleiben wir in dem Programm gefangen - und es gibt so viele Erzählweisen des gleichen Narrativs!

Lassen wir sie los! Und erlauben uns ein Leben in Leichtigkeit und Freude! Dann können wir auch besser auf die vermeintlichen Härten reagieren.

Wo spürst du Schwere in deinem Leben – und wie gehst du damit um?

In ihrem Roman "Die Zeit der Glühwürmchen" berichtet Patricia Koelle von sogenannten "Hexennischen". Dies hat mich hellh...
12/04/2026

In ihrem Roman "Die Zeit der Glühwürmchen" berichtet Patricia Koelle von sogenannten "Hexennischen". Dies hat mich hellhörig gemacht und ich habe ein wenig recherchiert. Hexennischen waren spezielle, oft winzige Zellen oder Nischen in Kerkern, die so konstruiert waren, dass die als Hexen beschuldigten Frauen keinen direkten Bodenkontakt haben konnten.

Der Hintergrund war die Vorstellung, dass Hexen ihre magischen Kräfte aus der Erde bezogen. Denn die Erde galt als Ort, an dem gefährliche dämonische Mächte wirkten, und der Teufel galt natürlich als Herrscher dieser Unterwelt. Um die Macht der Hexen zu brechen, wurde der Kontakt zur Erde unterbrochen.

Auch "Erdställe" - geheimnisvolle unterirdische Gänge - wurden im Mittelalter als potenzielle Einfallstore für dämonische Einflüsse gesehen und möglichst zugeschüttet.
Diese Art der Dämonisierung ging von der christlichen Kirche aus, um die älteren heidnischen Kulte auszumerzen. Während die gute alte Erde abgewertet wurde, wurde der Fokus auf den Himmel gerichtet. Zwar galt die Erde auch als Schöpfung Gottes, aber sie war durch die Erbsünde des Menschen "befleckt" und mit Mühsal verbunden - ein Ort der Versuchung und des Leidens.
Mir stellt sich da die Frage: Was hat dieses erd-feindliche Gedankengut wohl mit den Menschen damals gemacht? Mit den Menschen, die von ihrem Stück Land lebten und ihre Nahrung aus der Erde bezogen? Was für eine Entfremdung muss es in Gang gesetzt haben! Wie haben sich die Menschen gefühlt, über die Erde zu laufen und sie gleichzeitig zu fürchten? Was für eine Schizophrenie!

Und welchen Einfluss hatte diese Entfremdung auf die weitere Entwicklung? Natürlich glauben wir heute nicht mehr an die bösen Kräfte aus der Erde - die Erde ist rehabilitiert. Aber haben wir das alte Vertrauensverhältnis wieder aufbauen können?

Offensichtlich nicht, denn sonst wären wir heute nicht so entwurzelt, würden die Erde nicht als lebloses Objekt betrachten und so gnadenlos ausbeuten. Die Hexennischen leben weiter – auf freiwilliger Basis!

Dabei kann die Verbindung zur Erde so heilsam sein! Da hatten die Hexenjäger Recht: Die Verbindung zur Erde gibt uns Kraft - aber im positiven Sinne!

Hast du Schwierigkeiten mit klassischen Erdungsbildern wie Wurzelwachsen? Wenn du dich dabei übermäßig anstrengst, kann ...
10/04/2026

Hast du Schwierigkeiten mit klassischen Erdungsbildern wie Wurzelwachsen? Wenn du dich dabei übermäßig anstrengst, kann dies kontraproduktiv wirken und deine Muskulatur anspannen statt loszulassen.

Versuche einmal, dich über das leichtere Element Wasser zu erden. Erde und Wasser sind ja eng miteinander verbunden:

• Fruchtbare Erde benötigt eine leicht feuchte Struktur.
• Wasser schmiegt sich immer an den Untergrund –ist also per se mit der Erde verbunden.
• Und rein physikalisch betrachtet kann Wasser sogar besser erden als trockene Erde, weil der Ionen-Austausch vereinfacht wird - vorausgesetzt es enthält Salz oder organische Stoffe.

Diese Imaginationen verbinden die beiden Elemente miteinander:

💦Feuchte Erde:
Stell dir vor, du stehst in sumpfiger Erde, einem Moor oder feuchter Gartenerde. Spüre, wie die nährende Feuchtigkeit dich trägt und nährt.

💦Stehen im Gewässer:
Stell dich imaginativ in einen Teich oder See. Spüre den Grund unter deinen Füßen und gleichzeitig das sanfte, reinigende Wasser.

💦Fließendes Wasser:
Imaginiere, wie du in einem Fluss stehst: das feste Flussbett gibt dir Halt, und das fließende Wasser umspült dich leicht und nimmt all deine Spannungen mit.

💦Sich vom Wasser tragen lassen:
Übergib dich einmal ganz dem Wasser, in einem tiefen See oder ruhigen Meer. Liege entspannt auf der Oberfläche. Auch wenn du den Grund nicht berührst: das Gewässer ist geerdet!

Experimentiere mit den Bildern! Was fühlt sich für dich gut an? Erdung soll nicht anstrengend sein, sondern eher ein sanftes Ankommen!

Wenn die Tage heller werden und die Natur neu erwacht, verspüren auch wir den Drang, in uns Raum für Neues entstehen zu ...
05/04/2026

Wenn die Tage heller werden und die Natur neu erwacht, verspüren auch wir den Drang, in uns Raum für Neues entstehen zu lassen.

Der Frühling lädt uns ein, uns aufzurichten, zu erblühen und Schritt für Schritt in unsere eigene Kraft zu wachsen.

Gerade jetzt wird Erdung zu einer wichtigen Basis: Sie schenkt uns den nötigen Halt, während wir uns öffnen, und verbindet uns mit dem, was uns wirklich trägt.

Mein Buch "Gut geerdet" begleitet dich dabei, diese Verbindung bewusst zu stärken – für mehr Balance, innere Ruhe und ein Wachstum, das von innen kommt.

Lass dich inspirieren von Impulsen, die

🌸 dich wieder näher zur Natur bringen
🌸 deine Achtsamkeit vertiefen
🌸 dein Innenleben bewusster wahrnehmen lassen
🌸 deine Körperwahrnehmung sensibilisieren
🌸 und dich in deinem Alltag stärken

Mit vielen praktischen Übungen findest du deinen eigenen Weg – ganz in deinem Tempo.

♥️Vielleicht ist genau jetzt der richtige Moment, dich neu auszurichten und dabei gut geerdet zu bleiben.

"Gut geerdet: Wie wir im Alltag Kraft und Geborgenheit finden – Praktische Anleitungen zur Erdung"

ISBN-10: ‎ 3756828360
Paperback: 18 Euro, 250 Seiten
E-Book: 11,99 Euro

Mein Osteopath hat diese Woche etwas sehr Schönes gesagt: Er liebe seine Arbeit, weil er dabei den Naturkräften so nahe ...
05/04/2026

Mein Osteopath hat diese Woche etwas sehr Schönes gesagt: Er liebe seine Arbeit, weil er dabei den Naturkräften so nahe sei.

Ich war erst einmal erstaunt: Naturkräfte? Dabei denke ich eher an einen Ranger in einem Naturschutzpark.

Ja, er stimme sich auf den Menschen vor ihm ein und lasse sich dann von dessen Selbstheilungskräften leiten. Er selbst sei nur ein Werkzeug. Manchmal fühlten sich diese Kräfte an wie eine Urgewalt. Dies mitzuerleben, sei ein riesiges Geschenk für ihn.

Die Methode war mir eigentlich nicht neu, aber seine Wortwahl berührte mich: Naturkräfte… Ja, natürlich sind es Naturkräfte, die in uns walten, die unsere Gesundheit regulieren, die uns wieder heil machen.

Wir vergessen das nur gerne: zum einen, weil wir uns gar nicht wie ein Stück Natur empfinden – was wir aber sind. Und zum anderen, weil wir oft selbst aktiv in das Heilungsgeschehen eingreifen und das Ruder übernehmen wollen.

Da wir das Vertrauen in unsere Selbstheilungskräfte verloren haben. Und wenn wir an sie denken, stellen wir sie uns selten wie eine Naturgewalt vor. Aber warum nicht? Was unterscheidet ihr Drang nach Heilung und Wachstum von jenem eines Baums oder eines Bären?

Also, lassen wir sie fließen, unsere Naturkräfte, und legen unser ganzes Vertrauen in sie! Und wenn es irgendwo ganz stark harkt, ist es auch gut, jemanden wie meinen Osteopathen zu haben, der zu ihrem Kanal wird.

In diesem Sinne: Frohe Ostern!! 🐣🐣🐣

Das sind unfraglich positive Eigenschaften, die dazu von der Außenwelt positiv verstärkt werden. Doch selbst diese Eigen...
03/04/2026

Das sind unfraglich positive Eigenschaften, die dazu von der Außenwelt positiv verstärkt werden. Doch selbst diese Eigenschaften sind manchmal "nur" konditionierte Muster, die wir verinnerlicht haben.

Das ist überhaupt nicht verwerflich, denn natürlich haben uns diese Eigenschaften in unserem Leben oft weitergebracht.

Aber irgendwann kommt der Punkt, an dem sie uns nicht mehr dienen, sondern im Weg stehen. Nicht, weil sie "schlecht" sind, sondern weil sie uns unfrei machen: Sie zwingen uns, auf eine bestimmte Art und Weise zu handeln.

Dabei können Emotionen auf der Strecke bleiben, die den Mustern im Weg stehen – insbesondere weniger wünschenswerte wie Wut und Ärger. Außerdem können wir den Sinn für unsere eigenen Grenzen verlieren, so dass wir sie auf ungesunde Weise übergehen.

So entstehen möglicherweise innere Blockaden, die sich auch auf die körperliche Ebene ausweiten können. Das ständige Verbiegen bindet zudem viel Energie, die uns dann nicht mehr zur Verfügung steht.

Daher lohnt sich ein Blick auf die "positiven" Muster – oder auf unsere Symptome, die uns möglicherweise zu diesem Punkt führen. Das Gemeine ist, dass sie sich sehr gut tarnen, und wir uns erst einmal sehr schlecht vorkommen, wenn wir sie ins Visier nehmen.

Aber wenn wir authentischer werden möchten, müssen wir diesen Schritt gehen. Und natürlich dürfen wir die Eigenschaften ja auch weiterhin leben – aber aus innerer Freiheit heraus.

Noch ein Punkt: Die meisten Religionen und ethischen Systeme, die bei uns gültig sind, sind patriarchalisch geprägt und zielen mit ihren Werten auf den Ausgleich eines männlich geprägten Egos ab. Außerdem bemühen sie sich um die Aufrechterhaltung der allgemeinen Ordnung, daher propagieren sie die oben genannten Tugenden.

Frauen werden in patriarchalischen Strukturen aber sowieso schon dazu angehalten, ihre eigenen Bedürfnisse unterzuordnen. Für sie sähe ein Ausgleich ganz anders aus! Das innere Wachstum von Frauen scheint aber gar nicht vorgesehen zu sein…

Heute ist der Ehrentag des "Unkrauts". Schön, dass es ihn gibt und dass sich das Bewusstsein vieler Menschen wandelt! Di...
28/03/2026

Heute ist der Ehrentag des "Unkrauts". Schön, dass es ihn gibt und dass sich das Bewusstsein vieler Menschen wandelt!

Die "Unkräuter" rückten schon früh in mein Bewusstsein, und zwar in meiner Kindheit durch irgendein Kindermagazin: Da wurden Wildkräuter vorgestellt verbunden mit der Anregung, sie auszugraben und auf die Fensterbank zu stellen. Über diese Idee mag man streiten, aber sie hatte den Effekt, dass ich Brennnessel und Löwenzahn genauso liebte wie meine Zimmerpalme. Außerdem kannten meine Eltern noch viele Wildpflanzen, denen wir beim Wandern begegneten, beim Namen, so dass mir die meisten einheimischen Pflanzen vertraut waren.

Dass Wildpflanzen nicht nur für die Umwelt wertvoll sind, sondern auch für uns Menschen, erfuhr ich erst Jahre später. Seitdem baue ich sie in meinen Speiseplan ein. Was nicht schwerfällt: mein Garten ist voll davon 😄 Nicht ganz freiwillig, denn so viel Giersch wie er beherbergt, können wir gar nicht aufessen.

Und da sind wir bei den Schattenseiten: Es gibt tatsächlich Wildkräuter, die ganz schön nerven, da sie sich selbst überlassen den ganzen Garten überrennen würden. Und das ist auch nicht der Sinn eines Gartens. Also lasse ich nicht alles wuchern, aber viele Wildkräuter dürfen stehen bleiben: weil sie für die Tiere nützlich sind, weil sie die Erde beschatten, Feuchtigkeit halten und Lücken füllen, weil ich sie als Heilpflanzen nutze, weil sie ein Superfood sind, weil ich eine tiefe Verbindung zu ihnen spüre - und weil ich sie schön finde!!

Denn viele Wildpflanzen SIND wunderschön, wenn wir sie wieder mit anderen Augen betrachten. Viele davon würden wir uns freiwillig in den Garten pflanzen, wenn sie als Rarität aus Asien daherkämen.

Das ist schon schizophren: Teure importierte Pflanzen sind gut, einheimische schlecht. Gehaltloses und gespritztes Gemüse aus dem Supermarkt gut, Wildkräuter mit einem Vielfachen an Inhaltsstoffen und umsonst im Garten wachsend - schlecht.

Damit werten wir das ab, was immer für uns da ist, was unsere Vorfahren Jahrtausende lang ernährt hat, wozu wir in der Tiefe unseres Bewusstseins die stärksten Verbindungen haben – mehr Naturentfremdung geht nicht!

Also Mut zum "Unkraut"-Garten!

Klassische Erdungsübungen funktionieren beim Gehen oft nicht so gut. Diese fünf inneren Bilder können dir helfen, beim G...
28/03/2026

Klassische Erdungsübungen funktionieren beim Gehen oft nicht so gut. Diese fünf inneren Bilder können dir helfen, beim Gehen mehr Entspannung und Erdung zu finden.

Probiere sie einfach bei deinem nächsten Spaziergang aus!

1. Gleiten

Stell dir vor, du gleitest über den Boden.
Wie fühlt sich das für dich an?

Ich spüre nach ein paar Schritten, wie mein Brustzentrum – die Gegend um das Brustbein – die Führung übernimmt und Kiefern, Nacken und Schultern loslassen dürfen.

2. Aus dem Becken gehen

Stell dir vor, der Impuls zum Gehen geht vom Becken aus, nicht von den Beinen.
Was macht das mit deinem Gang?

Ich spüre, wie mein Gang fließender wird. Die Hüften schwingen freier und der ganze Oberkörper darf sich entspannen.

3. Mitfließen

Stell dir vor, du bewegst dich auf einem sanft fließenden Gewässer und wirst ein wenig mitgetragen.

Mein Gang wird durch diese Vorstellung geschmeidig und fließend. Unnötige Anspannung darf sich lösen.

4. Sich führen lassen

Statt aktiv voranzudrängen, stell dir vor: Der Weg, die Landschaft vor dir zieht dich sanft voran.

Dieses Bild nutze ich gerne, wenn ich einen steilen Berg hochgehe – das wirkt Wunder!

5. Den Blick weich werden lassen

Lass deinen Blick weich werden, indem du nicht scharf fokussierst, sondern die Umgebung vor und neben dir gleichzeitig wahrnimmst.

Bei mir entspannt sich dabei der ganze Körper, denn ein weicher Blick ist ein Signal für das Nervensystem, loszulassen.

Experimentiere ein wenig mit diesen Bildern. Es geht nicht darum, "richtig" zu gehen, sondern möglichst entspannt, also nur die Muskelgruppen zu benutzen, die wirklich nötig sind. Dies führt dann automatisch zu einem Gefühl von mehr Erdung.

Speichere dir die Übung gerne ab, damit du sie später ausprobieren kannst.

Foto: Pixabay, danke an Pexels

In unseren Systemen ist das Gleichgewicht von Yin und Yang auf krankhafte Weise verschoben: die männlich assoziierte Yan...
25/03/2026

In unseren Systemen ist das Gleichgewicht von Yin und Yang auf krankhafte Weise verschoben: die männlich assoziierte Yang-Kraft ist ziemlich aus dem Ruder gelaufen.

Dies betrifft nicht nur das Verhältnis der Geschlechter, sondern auch Bereiche wie Wirtschaft, Politik, Medien, Religion, Pädagogik, unseren Umgang mit der Natur und den natürlichen Ressourcen.

Es betrifft aber auch unser Innenleben, den Umgang mit unserem Körper, mit unseren Gefühlen, mit unseren "weiblichen Anteilen" – die ja jede*r in sich trägt.

Im Laufe der letzten Jahrtausende hat der Yang-Pol eine starke Aufwertung erhalten und wurde schließlich über den Yin-Pol gestellt. Das gleichwertige Nebeneinander wurde ersetzt durch Kampf und Unterdrückung: Männer wurden über Frauen gestellt, Stärkere über "Schwächere", "Kultur" über Natur, der Intellekt über das Gefühlsleben und auch über den Körper…

Auf psychologischer Ebene wurde das väterliche Prinzip zu etwas, was fast unerreichbar erscheint, die väterliche Anerkennung nur durch Leistung zu "verdienen", so dass sich die Menschen fortan abmühten, sich zu beweisen – ohne jemals wirklich anzukommen. Denn es geht ja immer noch ein bisschen besser, weiter, schneller… Und die entstehenden Ohnmachtsgefühle werden kompensiert – meist durch Machtausübung.

Und das weibliche Prinzip? Die dumme Kraft, die immer DA ist! Die bedingungslose mütterliche Liebe, die Frau, die sorgt und umhegt, die Natur, die endlos gibt und nährt, das Leben in seiner ganzen Fülle. Und weil die weibliche Kraft als verfügbar gilt, wird ihr weniger Wert zugesprochen. Sie darf unterdrückt und ausgebeutet werden - und kontrolliert, damit sie auch verfügbar bleibt: Natur wird kontrolliert, Frauen werden kontrolliert, Körper werden kontrolliert, Gefühle werden kontrolliert. Benutzt werden dabei Mechanismen der Abwertung, Verleumdung, Verteufelung – aber auch der Vereinnahmung, Erhöhung, Verniedlichung und Mystifizierung.

Was wir tun können? Die Augen und Herzen offenhalten, um diese Mechanismen überall zu erkennen und zu entlarven: in der Gesellschaft, im Miteinander und auch in uns selbst. Wut zulassen, Schmerz zulassen, uns mutig den Anteilen zuwenden, die so lange unterdrückt waren.

Der Frühling macht es uns vor: Aus dem kalten, harten Boden wachsen die zartesten Blüten empor. Sie berühren unser Herz ...
21/03/2026

Der Frühling macht es uns vor: Aus dem kalten, harten Boden wachsen die zartesten Blüten empor.

Sie berühren unser Herz und erinnern uns daran, dass aus Härte wieder Weichheit entstehen kann.

Auch in unserem Leben gibt es Zeiten des Winters, Zeiten der Kälte, in denen etwas in uns erstarrt – in unserer Seele oder in unserem Körper.

Doch die Natur zeigt uns jedes Jahr aufs Neue, dass selbst gefrorene Erde wieder zum Leben erwachen kann.

So erinnert uns der Frühling daran,
dass auch wir wieder weich werden dürfen.
Dass wir den Mut finden, unsere Sanftheit zuzulassen und das nach Außen wachsen zu lassen, was längst in uns angelegt ist.

Diese Übung stammt von Hetty Draayer (1917-2011), der in den Niederlanden sehr bekannten spirituellen Lehrerin meines ve...
17/03/2026

Diese Übung stammt von Hetty Draayer (1917-2011), der in den Niederlanden sehr bekannten spirituellen Lehrerin meines verstorbenen Meditationslehrers Rudi Baier. Sie hat schon in den 80er Jahren energetische Körperarbeit gelehrt, in engem Kontakt zu Graf Dürckheim.

Du kannst die Übung in allen Lagen durchführen. Am Anfang brauchst du ein wenig Konzentration zur Koordinierung. Mit ein bisschen Übung läuft sie dann ganz von allein.

Einatmen:
"Wir atmen aus der Tiefe des Beckens heraus ein. Dabei bekommen wir das Gefühl, als würde sich das Zwerchfell beim Einatmen der Luft zum Schambein hin ausdehnen und der Raum zwischen Beckenknochen eine Schale formen, deren Boden die Haut des Beckenbodens ist. (…) Sie lässt den Raum zwischen den Beckenknochen breit und tief werden und rundherum warm ausstrahlen."

Ausatmen:
"Wir fühlen, wie unser Ausatem von 40 cm über unserem Kopf, "unserem Himmel", durch den Scheitel hineinströmt und durch unsere Beckenschale, durch den Raum zwischen unseren Beinen, durch die Beine und die Füße und Zehen und den Raum zwischen unseren Zehen nach außen, bis 40 cm unter die Fußsohlen ausströmt. Dort, in "unserer Erde", sind wir verwurzelt."

Kurz: Wir haben also eine horizontale Einatmung in die Breite, und eine vertikale Ausatmung, die von oben nach unten durch den Körper verläuft. Beim Einatmen wird eine Schale gebildet - unsere Basis, beim Ausatmen dürfen wir uns darauf niederlassen und alle Spannungen aus dem Körper fließen lassen.

Die Stelle, an der sich Ein- und Ausatem treffen, in der Mitte des Kreuzbeins, nennt Hetty Draayer das "kosmische Auge". Sie ist zentral in ihrer Lehre, hier "wird unser Körper in Energie verwandelt, schwingen alle unsere Zellen harmonisch mit der durch uns hin strömenden kosmischen Energie."

Körperlich wird bei der Übung das Zwerchfell entspannt, der Bauchraum bekommt Platz, die Beckenbasis wird weicher. Beim Ausatmen wird die Wirbelsäule organisiert, Spannung losgelassen, und das Nervensystem bekommt Orientierung. Das wirkt stark regulierend auf die Körpermitte – und damit sehr erdend!

Hetty Draayer: "Das kosmische Auge. Wie wir den Weg der inneren Heilung gehen", S. 11-13

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