22/11/2022
𝗪𝗶𝗲 𝗸𝗼𝗺𝗺𝘂𝗻𝗶𝘇𝗶𝗲𝗿𝗲 𝗶𝗰𝗵 𝗿𝗶𝗰𝗵𝘁𝗶𝗴, 𝗱𝗮𝗺𝗶𝘁 𝗞𝗼𝗺𝗺𝘂𝗻𝗶𝗸𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝘇𝘂𝗺 𝗦𝗰𝗵𝗹𝗮𝗴𝗮𝗯𝘁𝗮𝘂𝘀𝗰𝗵 𝘃𝗲𝗿𝗸𝗼𝗺𝗺𝘁?
Lange schon ist es bekannt, dass wir nicht nicht kommunizieren können. Egal was wir tun oder lassen, wir senden immer entsprechende Botschaften und Signale aus. Wir vermitteln Gefühle wie z.B. Wohlwollen oder Abneigung, Bewunderung oder Ablehnung, Aufmerksamkeit oder Langeweile. Alle Wahrnehmungen stehen in irgendeinem Kontext und lassen meist einen großen Interpretationsrahmen zu. Dabei sind Missverständnisse und Miss-Stimmungen oft vorprogrammiert.
Seit fast 30 Jahren arbeite ich hauptberuflich als Psychologische Beraterin und BewusstSEIN-Coach. Wenn ich in dieser Zeit einmal gezählt hätte, wie oft ich den Satz: „Das habe ich so nie gesagt“, gehört habe, würde eine stattliche Zahl heraus kommen. Und dann gibt es von diesem Satz ja noch unzählige Abwandlungen:
🆘 Egal, was ich sage, er hört immer etwas anderes!
🆘 Du verstehst mich nicht!
🆘 Immer muss ich mich wiederholen!
🆘 Das habe ich so nicht gemeint!
🆘 Du drehst mir das Wort im Mund um!
Mangelnde, fehlende oder gewaltvolle Kommunikation zieht sich als Problem durch meine Coachings wie ein roter Faden – und nicht nur durch die Beziehungs-Coachings. Deshalb dreht sich in meiner Arbeit viel um das Thema: „Wie kommuniziere ich richtig?“
Hier stelle ich Dir 4 Kommunikationsstrategien vor, die viele Menschen bewusst oder unbewusst benutzen und die es zu durchschauen gilt.
𝟭.) 𝗘𝗶𝗻𝘀𝗰𝗵ü𝗰𝗵𝘁𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴:
Viele Klienten berichten davon, dass ihr Gegenüber, egal ob Partner, Chef, Kollege oder Nachbar ihnen sehr kritisch, fordernd bis hin zu bedrohlich entgegen tritt. Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als sich zu wehren, zu unterwerfen oder sich zurückzuziehen. Dadurch fühlt sich der andere natürlich machtvoller und kann das Gespräch in die gewünschte Richtung lenken.
𝟮.) 𝗩𝗲𝗿𝗵ö𝗿𝗲𝗻:
Es gibt Menschen, die schießen ihre Fragen ab wie Munition. Sie sind permanent auf der Suche nach Fehlern und lassen auch keine Möglichkeit aus, Kritik zu üben. Dadurch wird der Gesprächspartner in die Defensive gedrängt und häufig auch genötigt, sich zu rechtfertigen.
𝟯.) 𝗗𝗶𝘀𝘁𝗮𝗻𝘇𝗶𝗲𝗿𝘁𝗵𝗲𝗶𝘁:
Wer diese Kommunikationsstrategie verfolgt, verhält sich meist sehr vorsichtig und zurückhaltend. Man könnte fast schon sagen, geheimnisvoll. Der Gesprächspartner ist dadurch gezwungen, dieser Person mehr Aufmerksamkeit zu schenken, als dies sonst nötig wäre.
𝟰.) 𝗢𝗽𝗳𝗲𝗿𝘁𝘂𝗺:
Sie werden in kürzester Zeit mit den Problemen des Gesprächspartners überhäuft. Dieser versinkt in Selbstmitleid und Schuld haben sowieso nur die anderen. Wer diese Kommunikationsstrategie benutzt, erzeugt im Gegenüber sehr schnell ein schlechtes Gewissen und erregt dessen Mitleid.
Im Coaching übe ich mit meinen Klienten diese misslichen Kommunikationsstrategien zu durchschauen, um entsprechend auf die Worte des Gesprächpartners reagieren zu können. Dadurch wird es möglich, den Gesprächsverlauf kampflos zu gestalten.
𝗛𝗶𝗲𝗿 𝗸𝗼𝗺𝗺𝗲𝗻 𝟱 𝗧𝗶𝗽𝗽𝘀 𝗳ü𝗿 𝗲𝗶𝗻𝗲𝗻 𝗵𝗮𝗿𝗺𝗼𝗻𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝗿𝗲𝗻 𝗚𝗲𝘀𝗽𝗿ä𝗰𝗵𝘀𝘃𝗲𝗿𝗹𝗮𝘂𝗳:
1.) Finde heraus, welche Kommunikationsstrategie Dein Gesprächspartner benutzt.
2.) Lasse Dich nicht auf pauschale Unterstellungen oder Verdächtigungen ein. Stelle vertiefende Fragen um Details zu erfahren. Versuche auch, die versteckten Wünsche und Bedürfnisse Deines Gegenübers zu erfahren und diese dann auch anzusprechen.
3.) Lasse Dich nicht auf einen emotionalen Wortwechsel ein. Bleibe bewusst sachlich und kläre die Fakten. Trenne Fakten von gefühlsmäßigen Interpretationen.
5.) Bleibe freundlich und halten eine positive Grundstimmung aufrecht. Indem Du Fragen stellst, steuerst Du das Gespräch.
Wenn Du es schaffst, die Taktik zu durchschauen, kannst Du gelassen bleiben und gezielter agieren. Hat Dein Gegenüber seine Energie aufgebraucht, wird er aufhören, eine Kommunikationstaktik anzuwenden.
Wenn Du Dich bezüglich Deiner eigenen Kommunikationsstrategien überprüfen möchtest und dabei Hilfe brauchst, freue ich mich, wenn Du mich anrufst.