18/03/2026
Schwierige Gespräche professionell meistern
Gestern habe ich an der Uniklinik Würzburg gemeinsam mit meiner wunderbaren Freundin und Schauspielkollegin Kerstin Poetting einen Workshop für Pflegekräfte gerockt.
Was für ein intensiver Tag!
Es ging um Gespräche, die im Klinikalltag immer wieder passieren –
und auf die man sich trotzdem nie ganz vorbereiten kann:
Wie geht man mit Wut, Trauer, Überforderung, Verleugnung und Verzweiflung um??
Also genau die Momente, in denen es eng wird.
In denen Worte fehlen.
Und gleichzeitig so viel davon abhängt, wie wir sprechen und uns verhalten.
Was mich immer wieder tief beeindruckt:
Wie sehr Simulierte Gespräche mit Profis, ganz anders als Rollenspiele!, die existenzielle Realität in den Raum holen.
Hier wird es möglich, auszuprobieren, zu reflektieren, neue Wege zu finden.
Ich arbeite viel zu Kommunikation, Dialog und schwierigen Gesprächen.
Und gleichzeitig erlebe ich diese Themen auch ganz persönlich:
Ich bin pflegende Angehörige.
Und während ich solche Workshops gebe, organisiere ich parallel, dass meine Mutter gut versorgt ist.
Als Selbständige bedeutet das:
Verantwortung nicht nur im Raum, sondern auch im Hintergrund.
Zeiten und Versorgung delegieren. Vertrauen abgeben.
Und innerlich oft gleichzeitig an zwei Orten sein.
Vielleicht berührt mich diese Arbeit deshalb so sehr.
Weil ich weiß, wie viel es kostet, präsent zu bleiben –
wenn soviel existenzielles parallel zu organisieren ist.
Umso mehr bedeuten mir diese Tage:
An denen Menschen, die selbst täglich so viel tragen, innehalten
und ihren eigenen Umgang mit schwierigen Gesprächen stärken.
Danke für eure Offenheit, euren Mut und eure Bereitschaft, euch wirklich einzulassen.
Gesundheitswesen Dialog Selbständigkeit Weiterbildung