11/04/2026
Was macht denn eigentlich ein Trauerbegleiter? Was ist das Trauercafé?
Zum Beispiel, wenn ein geliebter Mensch gestorben ist, ist der Hinterbliebene mit der Organisation der Beisetzung, den Dokumenten für die Behörden beschäftigt. 'Zeit' für die eigentliche Trauerarbeit bleibt da oft nicht. Man 'funktioniert' halt einfach.
Dann ist es wichtig, jemanden an seiner Seite zu haben, mit dem man über den Verlust und über die Emotionen sprechen kann. Als ehemalige Bestattungsberaterin kann ich ebenfalls zur Seite stehen um die Formalitäten zu regeln.
Freunde, Familie sind da ebenso sehr wichtig, besonders wenn der Verlust gerade erst geschehen ist.
Doch was ist nach ein paar Monaten, nach einem Jahr? Jeder führt ja sein eigenes Leben weiter und manchmal hört man von einigen Seiten: 'Ist doch jetzt schon so lang her, nun reichts doch mal mit deiner Trauer!'.
Oft 'passt' man dann auch nicht mehr in die lustre Gesellschaft, die sich doch bei einem Treffen mehr um 'spannendere' und fröhliche Themen austauschen möchte.
Und genau das ist es nicht: Trauer wirkt sich bei jedem Menschen anders aus. Der eine kann kurz nach der Beisetzung wieder 'voll durch starten', der andere fällt in ein tiefes Loch. Jeder trauert anders. Jeder braucht etwas anderes.
Als Trauerbegleiter haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, zuzuhören, den Hinterbliebenen durch das erste 'Trauerjahr' zu begleiten, hilfreiche Möglichkeiten an die Hand zu geben, seiner Trauer Ausdruck zu verleihen. Wir arbeiten auch mit verschiedenen Institutionen zusammen, zb dem Sternenkinder Ingolstadt e.V. wenn Eltern ihr Baby verloren haben.
Deswegen haben wir auch das Trauercafé ins Leben gerufen um genau da anzusetzen, wenn viele Menschen nicht wissen wohin mit ihrer Trauer.
Unsere Gruppe besteht oft aus 6 bis 8 Mann/Frau. Manchmal ist die Nachfrage sogar so groß, dass wir schon umgebaut haben um 12 Personen Platz zu finden. Alles bleibt in einem geschützten Raum. Wir erinnern uns gemeinsam an die schönen Zeiten oder manchmal ist es auch sehr heilsam, einige Unstimmigkeiten zu besprechen, die man mit dem Verstorbenen zu Lebzeiten nicht 'klären' konnte.
Wer lieber ein Einzelcoaching möchte, darf sich gerne bei Heidi Weisslein. Die Trauerrednerin - NEU und mir melden. Die ersten 30 Minuten sind kostenfrei. Und wir können gemeinsam besprechen was derjenige gerade braucht und wie wir ihn begleiten dürfen.
Jeder ist bei uns willkommen.
Denn Trauer endet nie. Die Liebe bleibt.