12/01/2026
Diese letzten Tage waren Winter pur.
Richtig Winter.
Mit klirrender Kälte, bis zu minus 15 Grad in der Nacht,
mit einer Landschaft, die still und weiß wurde
und einer Welt, die für einen Moment langsamer atmete.
So viel wurde angekündigt: Sturm, Chaos, Ausnahmezustand.
Und dann war er einfach da – der Winter.
Still. Klar. Wunderschön.
Ich habe ihn sehr genossen.
Dieses Weiß.
Diese Ruhe.
Dieses Gefühl, dass draußen alles leiser wird und sich innen Räume öffnen.
Ich arbeite auch mit Kindern – und zu sehen, wie sie im Schnee spielen, rodeln, Schneemänner bauen,
mit roten Wangen und leuchtenden Augen wieder hereinkommen, hat mich tief berührt.
Es hat mich an meine eigene Kindheit erinnert.
Denn meine Winter waren weiß.
Und dieses innere Winterwunderland habe ich mir bewahrt.
Auch jetzt, als Erwachsene.
Auch hier im Norden, wenn es grau ist, regnet und vom Schnee keine Spur mehr zu sehen ist.
Ich liebe den Winter.
Nicht nur wegen des Schnees.
Sondern wegen der Ruhe.
Wegen des Raumes, den er öffnet.
Wegen der Einladung, tiefer zu sinken, zu wurzeln, innezuhalten und mich auf das Kommende vorzubereiten – ohne Eile, ohne Druck.
Ich würde niemals einfach nur warten, dass der Winter endlich vorbei ist.
Oder im Januar schon Osterhasen kaufen.
Dafür ist es jetzt noch nicht an der Zeit.
Jetzt ist Winter.
Jetzt ist Ruhe.
Jetzt ist Zeit, innere Räume zu erforschen.
Und wenn du das hier liest
und den Winter vielleicht bisher nur als etwas Schweres erlebt hast – dann habe ich bald etwas für dich,
das dir helfen kann, ihn mit anderen Augen zu sehen.