11/03/2026
In Deutschland steigt die Zahl der Testosteron-Verordnungen seit Jahren – besonders bei jungen Männern.
Klingt erstmal unauffällig. Ist es aber nicht.
Bei rund einem Drittel der Verschreibungen fehlt eine klare medizinische Begründung. Manchmal sogar die Blutuntersuchung, die einen Mangel überhaupt erst nachweist.
Was das für uns bedeutet:
Wenn Testosteron zum Lifestyle-Produkt wird, werden wir zum Problem.
Nicht weil unsere Therapie falsch ist – sondern weil echte medizinische Bedürfnisse plötzlich misstrauisch beäugt werden. Weil Ärzte zögern. Weil Kassen hinterfragen. Weil wir uns rechtfertigen müssen für etwas, das unser Körper schlicht nicht selbst produziert.
Dazu kommt:
Ob jemand die richtige Versorgung bekommt, hängt in Deutschland teilweise mehr vom Wohnort oder vom Arzt ab als von medizinischen Kriterien.
Das ist nicht Pech. Das ist ein strukturelles Problem.
Deshalb ist der Vorstand von 47xxy im direkten Austausch mit der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie. Unsere Perspektive – die von Menschen mit angeborenem Hypogonadismus – wurde eingebracht. Die DGE hat zugesagt, sich fachlich damit auseinanderzusetzen.
Wir bleiben dran.
Und wir halten euch auf dem Laufenden.