14/04/2026
Frühere Diagnose, bessere Heilungschancen.
Dass heute scheinbar immer mehr Männer mit Prostatakrebs diagnostiziert werden, bedeutet nicht automatisch, dass deutlich mehr Männer erkranken.
Ein wesentlicher Grund ist, dass wir Prostatakrebs heute deutlich besser erkennen als noch vor einigen Jahren.
Der erste wichtige Schritt ist der PSA-Wert. Ein einfacher Blutwert, der Hinweise auf Veränderungen der Prostata geben kann und oft der Anlass für weitere Abklärung ist.
Steigt der PSA-Wert oder zeigt sich ein auffälliger Verlauf, sollte heute leitliniengerecht ein multiparametrisches MRT der Prostata erfolgen.
Das Prostata-MRT kann heute zuverlässig zwischen bösartigen Veränderungen und möglichen gutartigen Ursachen einer PSA-Erhöhung unterscheiden, zum Beispiel einer Entzündung der Prostata oder gutartiger Gewebevergrößerung.
Verdächtige Areale werden präzise sichtbar gemacht, auch Tumoren, die früher oft unentdeckt geblieben sind. Dadurch wird Prostatakrebs nicht nur häufiger erkannt, sondern vor allem früher erkannt.
Das ist entscheidend, denn je früher ein Tumor entdeckt wird, desto besser sind in vielen Fällen die Behandlungsmöglichkeiten und Heilungschancen.