05/05/2026
Welthebammentag.
Mir fehlen heute die Worte.
Seit über 16 Jahren bin ich Hebamme.
Wie oft habe ich in der Zeit gehört: „Hebamme! Das ist doch so ein schöner Beruf!“
Und das stimmt. ❤️
Und gleichzeitig geben so viele Kolleginnenihren Beruf auf. Obwohl sie ihn lieben.
Oder sind ausgebrannt. Oder suchen nach Alternativen. Oder ergänzen ihre Arbeit mit Angeboten, die besser vergütet werden.
Verzweifeln an einem System, was diesen Beruf nicht trägt. Nicht fair vergütet.
Es gab so viele Petitionen und Demos.
Ich erinnere mich noch eine meine erste Demo in Freiburg am Hebammentag - so motiviert und voller Hoffnung. „Hebammen sind so wichtig - da muss doch was passieren“, - dachte ich damals…
Mittlerweile bin auch ich nicht mehr klassisch als Hebamme tätig. Nicht, weil ich den Beruf nicht mag. Im Gegenteil. Ich vermisse meine Tätigkeit als Hebamme so oft. 😔
Nein, ich habe mich umorientiert, weil ich als alleinerziehende Mutter in dem System untergegangen bin. Arbeitszeiten mir Kinderbeteeuung nicht vereinbar waren. Sozialabgaben einen erschlagen, wenn man nur Teilzeit arbeitet. Kinderbetreuung am Wochenende teurer ist, als man nachher netto verdient, aber die Frauen auch zum Wochenende ihre Hebamme brauchen.
Ich merke heute, dass ich sehr traurig bin. Traurig darüber Hebamme zu sein, aber von dem Beruf in klassischer Form nicht wirklich leben zu können.
Mir fehlen heute die Worte.
Was ist deine Verbindung zum Welthebammentag? Schreib gern mal in die Kommentare!
evibodman