02/11/2022
Hach ja, Feiertag... kann sooo schön sein! Tolles Wetter, einfach ein Wohlfühltag. Falsch gedacht.
Gestern flog mir hier meine Beziehung mit meiner 16jährigen Tochter um die Ohren. Mit mächtig viel Krawums und Tränen.
Auslöser war eine Kleinigkeit, falsche, beziehungsweise zu wenig Kommunikation.
Was mir eine unnötige Autofahrt von 2,5 Stunden bescherte und den Vorwurft ich würde ja nie zuhören. Den ich übrigens gerne zurück gab. Verhärtete Fronten auf beiden Seiten.
Kennt ihr das? Wenn ihr das Gefühl habt, eine andere Sprache zu sprechen als das Gegenüber? Das ihr nicht verstanden werdet?
Nun denn, das Gefühl hatten wir beide. Und wir sind beide impulsiv und leidenschaftlich. Was ich mir alles anhören konnte hat mich tief getroffen und auch verletzt. Tränen flossen reichlich auf beiden Seiten.
Ich hab natürlich auch "zurückgeschossen". Allerdings und Gott sei Dank, werd ich immer besser darin, sachlich zu bleiben bei solchen Diskussionen, das war nicht immer so. Die gewaltfreie Kommunikation hat mir dabei geholfen.
Und so tobte und redete und schrie und heulte sich gestern jeder von der Seele was ihn belastete. Legte seine Sichtweise der Dinge klar, wie unverstanden, ungehört, ungesehen jeder sich fühlt. Wie wenig wertgeschätzt.
Und es gab sooo viele Parallelen zu der Beziehung mit meinem Vater und mir!
So muss es ihm mit mir in der Pupertät gegangen sein! Spannend, das nach all den Jahren von der anderen Seite zu sehen. By the way, mein Verhältnis mit meinem Papa ist seit Jahren so gut wie noch nie, auch dank Aufstellungsarbeit, Entwicklung, dass ich loslassen konnte.
Dass mir die gleichen Themen hier nochmal gespiegelt werden würden mit meiner Tochter... da bedachte ich gestern das Universum und die ganze Spiriszene mit ein paar schönen Schimpfwörtern. Hust... wer hat schon Bock den Spiegel vorgehalten zu bekommen!?
Eine Nacht darüber schlafen hat schon viel geholfen. Und mein Mann, der als neutrale Person "übersetzt" hat. Danke dafür Schatz.
Dennoch: ich hab es in der Hand. Ich kann meine Sichtweise ändern, meine Verantwortung nehmen. Wie will ich die Beziehung zu meiner Tochter haben? Welche Mama will ich sein?
Was meine Tochter will und daraus macht, liegt in ihrer Verantwortung.
Ich bin kein großer Redner, meine Gefühle auszudrücken fällt mir manchmal wirklich schwer. (Wie meinem Papa, ach guck) aber ich darf mich fragen:
Was hätte die Dani von damals, mit 16 wohl gerne gehört? Wie wollte sie behandelt werden?
Was möchte meine Tochter wohl gerne von mir hören? Wie will sie behandelt werden?
Heute... na vielleicht auch erst morgen, werd ich das Geschenk hinter dieser Situation erkennen 😉 und wieder ein bisschen mehr Heilung einziehen lassen
Und ich darf Fragen stellen. Universum wie kanns gehn? Wie kann ich tochterisch sprechen und verstehen? Wieviel mehr Freude darf ich als Mama haben? Wieviele innige Momente dürfen zu uns kommen die sich jetzt vielleicht noch nicht trauen? Wieviel mehr Sichtbarkeit darf noch einziehen bei uns? Wer oder was kann noch helfen?
Habt einen kommunikativen und verständnisvollen Mittwoch ihr Lieben
Von ❤️
Dani
(Und passend dazu die Karte heute von der lieben Tanja Böttcher 🙏🏻💚)