Gut leben mit Fibromyalgie

Gut leben mit Fibromyalgie Fibromyalgie ist ein Vollzeitjob ohne Aussicht auf Feierabend oder Rente.

Fibromyalgie oder Polyneuropathie?Manchmal klingen Diagnosen ähnlich kompliziert – und trotzdem meinen sie völlig unters...
15/02/2026

Fibromyalgie oder Polyneuropathie?

Manchmal klingen Diagnosen ähnlich kompliziert – und trotzdem meinen sie völlig unterschiedliche Dinge. Fibromyalgie und Polyneuropathie werden nicht selten in einen Topf geworfen. Dabei sind es zwei komplett verschiedene Krankheitsbilder. Und ja: Sie können gleichzeitig auftreten. Aber sie sind nicht dasselbe.

Fibromyalgie – das Schmerzverstärker-Syndrom

Bei der Fibromyalgie liegt keine Schädigung von Nerven oder Muskeln vor. Die Besonderheit sitzt in der Schmerzverarbeitung. Das Nervensystem ist vereinfacht gesagt auf „Dauer-Alarm“ gestellt. Reize, die andere kaum wahrnehmen würden, werden als schmerzhaft erlebt.

Typisch sind:

Weit verbreitete Muskel- und Gliederschmerzen

Erschöpfung

Schlafstörungen

Konzentrationsprobleme („Fibro-Nebel“)

Die Nerven funktionieren – sie melden nur viel zu laut.

Polyneuropathie – wenn Nerven geschädigt sind

Hier geht es tatsächlich um eine Schädigung der peripheren Nerven, häufig beginnend in Füßen oder Händen.

Typisch sind:

Kribbeln oder Brennen

Taubheitsgefühle

Elektrisierende Schmerzen

Unsicherheit beim Gehen

Die Ursache kann sehr unterschiedlich sein, zum Beispiel Diabetes, Vitaminmangel oder andere Erkrankungen.

Wo liegt also der Unterschied?

Bei der Fibromyalgie ist die Verarbeitung von Schmerz verändert. Bei der Polyneuropathie sind die Nerven selbst geschädigt.

Das ist ein großer Unterschied – auch wenn sich manche Symptome überschneiden können.

Können beide Diagnosen zusammen auftreten?

Ja, das ist möglich. Eine Fibromyalgie schließt eine Polyneuropathie nicht aus – und umgekehrt. Deshalb ist eine sorgfältige Diagnostik so wichtig. Nicht jeder brennende Schmerz gehört automatisch zur Fibromyalgie.

In meiner Praxis erlebe ich immer wieder, wie erleichternd es für Betroffene ist, wenn klar unterschieden wird: Was kommt woher? Und was braucht welche Behandlung?

Wissen schafft Orientierung. Und Orientierung nimmt ein Stück Unsicherheit.

Und nein – es ist nicht „alles nur Einbildung“. Es sind zwei reale, medizinisch anerkannte Diagnosen. Nur eben zwei verschiedene.

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Brustschmerzen bei Fibromyalgie – und plötzlich denkt man ans HerzSchmerzen im Brustbereich gehören zu den häufigsten Sy...
11/02/2026

Brustschmerzen bei Fibromyalgie – und plötzlich denkt man ans Herz
Schmerzen im Brustbereich gehören zu den häufigsten Symptomen bei Fibromyalgie. Und sie machen Angst. Verständlich – denn alles, was in Herznähe zieht, drückt oder sticht, lässt sofort die Alarmglocken schrillen.
Im Bereich des Brustbeins laufen viele kleine Nerven, Sehnen und Muskelansätze zusammen. Wenn sich dort Muskeln verspannen oder fasziale Strukturen gereizt sind, kann das ordentlich wehtun. Dazu kommen manchmal Schmerzen, die sich wie „vom Herzen kommend“ anfühlen – obwohl medizinisch alles in Ordnung ist.
Wichtig ist natürlich: Herzbeschwerden sollten immer ärztlich abgeklärt werden. Wenn der Kardiologe grünes Licht gibt, darf man aufatmen.
Und dann darf man verstehen: Auch das Herz ist ein Muskel. Und unser Körper reagiert bei Fibromyalgie besonders sensibel auf Spannung, Stress und Überlastung.
Viele Betroffene waren schon mehr als einmal mit Verdacht auf Herzinfarkt in der Notaufnahme. Diese Angst sitzt tief. Und sie ist real.
Was helfen kann?
Sanfte Dehnungen für Brust und Schultern. Wärme. Bewusstes, ruhiges Atmen.
Und manchmal – ganz unelegant, aber hochwirksam – eine schnurrende Katze, die sich mitten auf dem Brustkorb niederlässt und vibriert. Besser als jede Wärmflasche. 🐾
Was hilft dir bei diesen Schmerzen?
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Stricken ist wie Therapie  nur mit mehr Wolle und weniger  'wie fühlen Sie sich dabei'😄
11/02/2026

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Spannende - nicht esoterische - Infos zu sog. stillen Entzündungen
07/02/2026

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Mein heutiger Gast ist Dr. Anne Fleck.Anne ist Fachärztin für Innere Medizin und Rheumatologie, Bestsellerautorin und vielen als „Doc Fleck“ aus dem Fernsehe...

Fibromyalgie & Älterwerden – wird es wirklich immer schlimmer?Viele Erkrankungen nehmen mit dem Alter zu.Bei Fibromyalgi...
02/02/2026

Fibromyalgie & Älterwerden – wird es wirklich immer schlimmer?

Viele Erkrankungen nehmen mit dem Alter zu.
Bei Fibromyalgie kann es – überraschenderweise – auch anders laufen.
Das höre ich immer wieder in Rückmeldungen aus meinen Vorträgen und aus der Praxis.
Warum könnte das so sein?
Leider gibt es zu Fibromyalgie nur wenige aussagekräftige Studien. Aber aus der Erfahrung heraus zeigt sich immer wieder ein Muster:
Der größte Symptomverstärker bei Fibromyalgie ist Stress.
Und der Körper unterscheidet dabei nicht zwischen „gutem“ und „schlechtem“ Stress.
Mit dem Älterwerden fallen für viele Menschen einige Dauerstressoren weg oder werden weniger:
🌚Arbeitsdruck
🌚Mehrfachbelastungen
🌚Pflege der Eltern
🌚ständiges Funktionieren-Müssen
Stattdessen kommt oft:
ein langsameres Tempo,
mehr Selbstbestimmung,
mehr Raum für Dinge, die guttun
Wenn das Leben ruhiger wird, reagiert der Fibro-Körper häufig ebenfalls ruhiger.
Nicht immer. Nicht bei allen. Und natürlich nur, wenn keine weiteren schwerwiegenden Erkrankungen dazukommen.
Wichtig bleibt – in jedem Alter – der multimodale Therapieansatz.
Fibromyalgie ist kein Sprint.
Eher ein lebenslanger Spaziergang – mal holprig, mal überraschend ruhig.
Und manchmal wird der Weg mit den Jahren sogar ein kleines bisschen freundlicher

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Wenn ich gehe, dann geht’s mir gut.Nicht weil alles leicht ist.Sondern weil ich meinen Körper ernst nehmeund rechtzeitig...
31/01/2026

Wenn ich gehe, dann geht’s mir gut.
Nicht weil alles leicht ist.
Sondern weil ich meinen Körper ernst nehme
und rechtzeitig aus dem Nebel gehe.

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W🧶llcha🧶s? W🧶llverrückt?Willk🧶mmen im Club!Der Strick- & Häkeltreff „Nadel chill 🧶ut :-))“ geht weiter. alle 2 W🧶chen mi...
31/01/2026

W🧶llcha🧶s?
W🧶llverrückt?
Willk🧶mmen im Club!

Der Strick- & Häkeltreff
„Nadel chill 🧶ut :-))“ geht weiter.

alle 2 W🧶chen mittwochs
17–19 Uhr

VollM🌕ndS🌞nne
30/01/2026

VollM🌕ndS🌞nne

30/01/2026

Wir freuen uns auf DICH! 🤍🎶

Fibromyalgie = Weichteilrheuma?Kurz gesagt: Nein.Der Begriff „Weichteilrheuma“ taucht trotzdem immer wieder auf – vermut...
28/01/2026

Fibromyalgie = Weichteilrheuma?

Kurz gesagt: Nein.
Der Begriff „Weichteilrheuma“ taucht trotzdem immer wieder auf – vermutlich, weil er vertrauter klingt und leichter über die Lippen geht. Fachlich korrekt ist er jedoch nicht.
Was stimmt:
Bis 2022 wurde die Fibromyalgie dem rheumatischen Formenkreis zugeordnet

(ICD-10: M79.7). Entsprechend waren offiziell die Rheumatolog:innen zuständig.
Mit der Einführung der ICD-11 hat sich das geändert:
Fibromyalgie wird nun den chronischen primären Schmerzsyndromen zugeordnet
(ICD-11: MG30). Damit liegt die formale Zuständigkeit heute bei den Schmerztherapeut:innen.
Wichtig zu wissen:
Der Buchstabe „M“ in der ICD steht für organische Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems.
Fibromyalgie ist damit keine psychische Erkrankung.
Psychische Diagnosen beginnen in der ICD mit dem Buchstaben „F“.
Aber – und das ist wichtig:
Wer sich bei seiner Rheumatologin oder seinem Rheumatologen gut aufgehoben fühlt,
sollte nicht vorschnell wechseln. Gute Versorgung hängt nicht am ICD-Code, sondern an Kompetenz, Erfahrung und Haltung.
Die Realität zeigt allerdings auch:
Immer mehr Rheumatolog:innen lehnen neue Fibromyalgie-Patient:innen ab – mit dem Hinweis, sie seien „nicht mehr zuständig“.
Das ist für Betroffene frustrierend, ändert aber nichts an der Tatsache:
Fibromyalgie ist real, komplex – und verdient eine ernsthafte, kontinuierliche Behandlung.

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Die Diagnose Fibromyalgie – knifflig und keine Sache einer einzigen UntersuchungBevor eine Ärztin oder ein Arzt die Diag...
28/01/2026

Die Diagnose Fibromyalgie – knifflig und keine Sache einer einzigen Untersuchung
Bevor eine Ärztin oder ein Arzt die Diagnose Fibromyalgie (ICD-10: M79.7 / ICD-11: MG30) stellt, sollten alle anderen Erkrankungen ausgeschlossen sein, die ähnliche Symptome verursachen können.
Leider wird die Diagnose oft allzu vorschnell gestellt.
Der sogenannte ÄrzteMarathon ist zwar zeitraubend, aber notwendig – auch bei bereits bestehender Diagnose. Denn neue Symptome werden häufig automatisch der Fibromyalgie zugeschrieben. Dabei gilt: Fibromyalgie schützt nicht vor anderen Erkrankungen.
Oder salopp gesagt: Man kann Flöhe und Läuse haben.
Fibromyalgie besteht zudem nicht nur aus Schmerzen. Diese sind zwar das Leitsymptom, aber nur einer von vier HauptSymptomKreisen:
🟣Schmerzen, DauerSchmerz, WanderSchmerzen
🟣Fatigue (Dauererschöpfung und Leistungsminderung)
🟣kognitive Einschränkungen (Fibrofog)
🟣VerarbeitungsStörungen durch Reizüberflutung (Hochsensibilität)
Schau dir dazu gerne die Informationen der Deutschen Schmerzliga an:
https://dgs-praxisleitlinien.de/wp-content/uploads/2022/11/DGS-PLF-Fibromyalgie-Teil-1-Diagnostik-V1.1.pdf
Dieser DiagnoseKatalog liegt übrigens allen Ärztinnen und Ärzten vor. Vielleicht hilft dir das weiter.

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