31/10/2025
TTouch – wenn der Körper denkt
Ein Blogbeitrag von Bibi Degn (Tellington Instruktorin für Pferde und Kleintiere aus Spanien)
Körperhaltung, Atem, Bewegungen beeinflussen, wie wir wahrgenommen werden, aber auch, wie wir uns fühlen und denken, denn Gefühle entstehen nicht im Kopf – der Körper spielt eine große Rolle.
Ein Beispiel: Wer mit hängenden Schultern und gesenktem Blick geht, signalisiert Niedergeschlagenheit, verstärkt aber auch innerlich dieses Gefühl. Der Hund, der die Rute einklemmt, das Pferd mit hoher Kopfhaltung zeigt seine Unsicherheit - verstärkt sie aber auch mit der Körperhaltung.
Embodiment wird in der Psychologie, im Coaching, in der Pädagogik genutzt – und in der Tellington TTouch® Methode mit Tieren. Embodiment erinnert uns daran, dass wir keine Köpfe sind, die “Körper spazieren tragen”, sondern verkörperte Wesen.
Genau so lässt sich die oft verblüffende Wirkung der Tellington-Methode verstehen: Durch achtsame Berührung und bewusste Körperübungen entsteht Embodiment, das zu mehr Balance, Vertrauen und Gelassenheit führt. Lernen wird dann möglich, es entsteht Beziehung, und es können bewusste kluge Entscheidungen zu Lebenssituationen getroffen werden.
Jeff aus dem Auslands-Tierschutz hockt unter dem Sofa und wagt sich nur zum Fressen ein paar Schritte heraus. Mit einem Tellington-Körperband verändert er seine Körperhaltung - die Rute ist nicht mehr unter den Bauch gezogen, sondern entwickelt einen leichten Schwung. Jeff beginnt in direkter Folge, sein Umfeld zu erforschen und bewegt sich frei durch den Raum.
Hayati, mein Araber-Wallach, hebt den Kopf und starrt auf das Nachbargrundstück. Ich frage ihn, den Kopf zu senken und er kann wieder in Beziehung sein und weiter lernen.
TTouch bedeutet: Wenn du den Körper veränderst, veränderst du auch Verhalten!
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