21/05/2026
Nein, ich möchte jetzt nicht über Begriffsdefinitionen diskutieren. Ich behandele in meiner Praxis bereits seit über zwölf Jahren neurodivergente Menschen und weiß, dass Sie gleich anmerken werden, dass es die Neurodivergenz noch gar nicht so lange gibt. Doch, es gibt sie sogar schon viel länger. Allerdings unter anderen Namen. Seien es pauschal Wahrnehmungsdefizite oder konkreter auditive, visuelle oder taktile Wahnehmungsverarbeitungsstörungen, Autismus-Spektrum-Störungen, ADHS oder Entwicklungsverzögerungen schulischer oder sprachlicher Fertigkeiten. Unter dem Begriff der Neurodivergenz werden viele Symptome zusammengefasst, um all diese Besonderheiten in ein besseres Licht zu rücken. Ich halte das für sinnvoll, denn auch wenn die Reaktionen der Betroffenen für ihr Umfeld sehr seltsam und manchmal sehr anstrengend sein können, sind es keine Marotten, sondern unterschiedliche Arten, Sinnesreize aufzunehmen und zu verarbeiten. Da das Ergebnis dieser Verarbeitung Gefühle sind, sind die Reaktionen für Außenstehende manchmal äußerst ambivalent. Gerade bei Kindern wird dann gerne mal mit Erziehungsversuchen reagiert, die das Thema meist noch schlimmer machen.
Mehr dazu lesen Sie meinen neuen Blogbeitrag: https://praxis-tiede.de/verbindlichkeit-ist-wichtig-bei-neurodivergenz/