16/12/2025
Meine Antwort auf eure Fragen
BROT – Genussmittel, Grundnahrungsmittel oder Problem?
Brot hat bei uns eine lange Tradition. Kaum ein Land kennt so viele Brotsorten, und für viele gehört das Abendbrot ganz selbstverständlich zum Alltag und zum familiären Zusammensein dazu. Gleichzeitig ist Brot in den letzten Jahren stark in Verruf geraten – durch Low-Carb-Diäten, Gluten- oder Zuckerangst und pauschale Empfehlungen wie „Brot lieber ganz weglassen“.
Aber wie sinnvoll ist das wirklich?
Vorab ist mir wichtig:
Ein Lebensmittel wirkt nie für sich allein. Entscheidend ist immer der Zusammenhang – die gesamte Ernährung, die Menge, die Häufigkeit und die individuelle Verträglichkeit. Oder anders gesagt: Vielfalt ist wichtig – und die Menge macht den Unterschied.
Brot ist nicht gleich Brot
Wenn wir über Brot sprechen, müssen wir genauer hinschauen:
Welches Getreide wird verwendet?
Vollkorn oder Auszugsmehl?
Sauerteig oder Hefe?
Stark verarbeitet oder handwerklich hergestellt?
Diese Unterschiede machen metabolisch einen großen Unterschied – z. B. für Blutzucker, Sättigung und Verdauung.
Ganzheitliche & ayurvedische Einordnung
Aus ganzheitlicher und ayurvedischer Sicht ist Brot kein neutrales Lebensmittel. Es kann: nährend und stabilisierend wirken oder belastend, wenn Verdauungskraft und Zubereitung nicht zusammenpassen.
Pauschal gesagt: Nicht jedes Brot passt zu jedem Menschen – und nicht zu jeder Lebensphase. Schwere, dichte Brote (z. B. Vollkorn, Roggen, Sauerteig) brauchen eine gute Verdauungsleistung. Leichtere Brote (z. B. leichteres fein gemahleneres Getreide, kleinere Mengen) sind oft bekömmlicher – vor allem bei empfindlicher Verdauung.
Wenn du Fragen zu Ernährungsthemen oder bestimmten Lebensmitteln hast, stell sie gerne. Ich betrachte Ernährung immer ganzheitlich – individuell, alltagstauglich und ohne Dogmen.