16/04/2026
Wie letzte Woche bereits angekündigt, möchte ich mir diese Woche die Nebennieren ein wenig genauer ansehen, denn in der Traditionellen Chinesischen Medizin werden die Nebennieren nicht als eigenständiges Organ betrachtet, sondern funktionell dem Nieren-System zugeordnet, das als Speicher der Lebensessenz (Jing) gilt. Dieses Jing bildet die Grundlage für Wachstum, Entwicklung, Fortpflanzung und Regeneration. Die Nebennieren lassen sich dabei symbolisch mit der „Wurzel des Yin und Yang“ in Verbindung bringen: Das Nieren-Yin steht für die kühlenden, nährenden Aspekte des Körpers, während das Nieren-Yang die wärmende, aktivierende Kraft verkörpert. Ein harmonisches Zusammenspiel beider Pole ist entscheidend für Vitalität und Belastbarkeit. Aus TCM-Sicht spiegeln Stress, Erschöpfung oder chronische Überforderung häufig eine Schwächung des Nieren-Yang oder ein Erschöpfen des Jing wider, was sich in Symptomen wie Müdigkeit, Kälteempfinden oder Antriebslosigkeit äußern kann. Therapeutisch zielt die TCM darauf ab, das Gleichgewicht von Yin und Yang zu stärken, das Jing zu bewahren und die Funktionskreise durch Akupunktur, Kräutertherapie und Lebensstilanpassungen zu regulieren.
Natürlich leistet die Ernährung einen großen Beitrag dazu, d.h. wenn du müde und erschöpft bist, solltest du vor allem darauf achten, dein Yang zu füttern. Ein wichtiger Punkt sind dabei, warme Mahlzeiten, diese helfen deinem Körper mehr Qi = Energie zu bilden. Dazu empfehle ich auch sehr gerne Kraftsuppen zu verwenden, diese kannst du pur genießen, oder du nimmst sie zum Angießen beim Kochen her. Die wichtigsten Zutaten sind hier das Wurzelgemüse und eine lange Kochzeit. Probiere es einfach aus!
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