25/06/2016
Aus Schwerte an die Weltspitze
Ein Highlight des 3. Schwerter Gesundheitstag am morgigen Sonntag beginnt um 12 Uhr, wenn Professor Thomas A. Schildhauer über seine innovative Forschung für Patienten mit Rückenmarkverletzungen spricht und damit zurück in seine Heimatstadt kommt. Wie aus dem RTG-Pennäler der weltweit gefragte Spitzenmediziner wurde, erzählt der Chef des Bochumer Uniklinikums Bergmannsheil kurz im Vorfeld.
Was verbindet Sie mit Schwerte?
Ich bin in Schwerte groß geworden, habe das Ruhrtal-Gymnasium genossen und war zeitweilig in verschiedenen Sportvereinen in Westhofen und Schwerte aktiv.
Was ist eine wichtige Erfahrung Ihrer Auslandsaufenthalte?
Während fast 7 Jahren Auslandsaufenthalten in Südafrika, Schweiz und USA habe ich zahlreiche neue Forschungstechniken und klinische Herangehensweisen kennengelernt. Gerade die Möglichkeit auf hiesige und ausländische Erfahrungen zurückgreifen zu können, ist jeden Tag von großem Vorteil. Allerdings lernt man auch die wirklich vielen positiven Seiten unseres Gesundheitssystems, bei allen trotzdem bestehenden Kritikpunkten, schätzen.
Was gab den Anstoß, die Exoskelett-Roboter-Therapie zu erforschen?
Anstoß für die Forschung mit dem Exoskelett-Roboter hat ein Vortrag des Erfinders, Prof. Sankai aus Japan, gegeben. Die Roboterentwicklung war ursprünglich für eine bessere Mobilität der zunehmend alternden Bevölkerung vorgesehen. Allerdings wurden schnell die weiteren Einsatzmöglichkeiten bei bestimmten Gruppen von behinderten Menschen deutlich. Das hat schliesslich zu den ersten Studien weltweit außerhalb Japans geführt. In der neurologisch-kontrollierten Exoskelett-Anwendung bei Rückenmark-verletzten Patienten ist das Bergmannsheil mittlerweile weltweit führend.
Mehr Informationen auf
www.schwerter-gesundheitstag.de