26/12/2025
Die Bibel im Licht des Charakters von Jesus, der uns den Vater zeigte zu lesen, eröffnete mir damals neue und befreiende Sichtweisen.
Das beginnt schon in Genesis:
1.Mose 3, 15-19
Der Text beschreibt nicht, wie Gott Menschen „bestraft“, sondern wie Gott ihnen erklärt, was Trennung von der Liebe bedeutet. Es ist eher ein Arztbericht als ein Gerichtsurteil.
1. Worum geht es in Genesis 3 überhaupt?
Adam und Eva haben nicht einfach „eine Frucht gegessen“.
Sie haben etwas Tieferes getan:
Sie wollten selbst bestimmen, was gut und böse ist – unabhängig von Gott.
Das ist die Urform dessen, was wir heute Ego, Kontrollwunsch, Selbstzentrierung nennen.
Der Mensch verlässt das Vertrauen in die Liebe und geht in Angst, Vergleich, Macht und Schuld.
2. Vers 15 – Der Kampf zwischen Schlange und Mensch
„Ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau … er wird dir den Kopf zertreten …“
Die Schlange steht nicht für ein Tier, sondern für:
Angst
Misstrauen
das innere „Ich bin getrennt, ich muss mich selbst retten“
Gott sagt hier nicht: „Ich bestrafe dich“,
sondern: „Ich werde nicht zulassen, dass diese Angst das letzte Wort hat.“
Es ist die erste Heilungszusage der Bibel:
Der Mensch wird der inneren Lüge nicht für immer ausgeliefert sein.
3. Vers 16 – Schmerzen bei der Geburt
Das ist keine Strafe für Frauen.
Es ist eine Beschreibung dessen, was passiert, wenn Leben nicht mehr aus Vertrauen fließt, sondern aus Angst.
Gebären bedeutet:
Neues Leben entsteht immer durch Loslassen – und das tut weh.
Psychologisch: Jede echte Beziehung, jede Liebe, jede Kreativität macht verletzlich.
Wenn Vertrauen fehlt, wird es schmerzhaft
4. Vers 17–19 – Der verfluchte Acker
„Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen.“
Nicht: Gott macht das Leben schwer.
Sondern: Wenn der Mensch sich von der Quelle trennt, wird alles mühsam.
Arbeit wird dann:
Zwang
Leistung
Selbsterhaltung statt
Fluss
Freude
Verbundenheit
Das kennen wir alle.
Burnout ist Genesis 3.
5. „Staub bist du“ –4 kein Todesurteil, sondern Erdung
Gott sagt nicht:
„Du bist wertlos.“
Sondern:
„Du bist Teil der Erde. Du bist ein Wesen aus Beziehung.“
Tod bedeutet hier:
Getrenntsein fühlt sich tot an.
Nicht biologisch, sondern innerlich.
6. Was tut Gott wirklich?
Wichtigster Vers davor (3,21):
Gott macht Adam und Eva Kleider.
Während sie sich schämen, deckt Gott sie zu.
Das ist das wahre Gottesbild hier.
Nicht:
„Raus aus meinem Garten, ihr Sünder!“
Sondern:
„Ihr habt euch verirrt – ich lasse euch nicht n***t darin.“
7. Zusammengefasst
Genesis 3,15–19 ist kein Strafkatalog, sondern eine liebende Diagnose:
„Wenn ihr euch von der Liebe trennt, wird die Welt sich so anfühlen.“
Gott ist nicht Zeus auf Steroiden.
Er ist ein Vater/Mutter-Herz, das sagt:
„Ich sehe, was diese Trennung mit euch macht.
Und ich werde euch daraus zurückholen.“
Das ist im Grunde genommen die ganze Bibel in einem Kapitel. 😉🥰
Frohbotschaft, nicht Drohbotschaft.