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Kleine Anmerkung aus dem Wald zum aktuellen Zeitgeschehen.

Schöner Gedankenanstoß.Was ist da eure Erfahrung?Mein Kommentar dazu:...in so öffentlichem Raum mit bisher unbekannten P...
10/11/2025

Schöner Gedankenanstoß.
Was ist da eure Erfahrung?

Mein Kommentar dazu:...in so öffentlichem Raum mit bisher unbekannten Personen finde ich es auch nicht einfach. Da kommt es sehr darauf an, wie ich selber drauf bin und mit wie viel Humor und Liebe ich der Person verständnisvolle und zugleich auch etwas pikante Fragen stellen kann. Und ob sie dafür offen ist.

Im therapeutischen Rahmen ist das hingegen ja genau um mein Job, und der Rahmen dafür ist gegeben. Ich mache am liebsten paradoxe Interventionen, um am Ende mit dem Klienten aus einer Meta-Ebene auf die eigene Situation zu schauen. Wenn genug Ressourcen da sind, wird es meistens auch ziemlich schnell ziemlich lustig.

So mache ich das auch mit mir, wenn ich mich in einer solchen Situation ertappe.

Und gestern erzählte mir eine Klientin, was sie dazu mit sich herausgefunden hat:
Wenn sie in einseitiges Grübeln und Emotionalisierung verfällt, weil sie sich eine bestimmte negative Geschichte erzählt, gibt sie ihrem Gehirn den Auftrag sich mindestens eine oder mehrere andere Geschichten dazu auszudenken.
😅

Opferrolle oder echte Verletzung? Wir alle kennen Momente, in denen wir uns »klein« fühlen und glauben, die Welt sei gegen uns. Doch was, wenn wir uns damit ...

Es ist so eine krasse Aufgabe von uns Frauen im Moment. Und ich dachte, das wäre mehr meine Generation, und jetzt sehe i...
01/11/2025

Es ist so eine krasse Aufgabe von uns Frauen im Moment.

Und ich dachte, das wäre mehr meine Generation, und jetzt sehe ich es auch bei jungen Leuten immer wieder:

Die Missstände zu benennen ohne verbittert zu werden. Ohne in die Opfer- oder Täterrolle zu rutschen. Allen Frust fühlen zu dürfen, gerade den alltäglichen, scheinbar "normalen". Die blinden Flecken, an die Frau sich schon so gewöhnt hat. Und trotzdem nicht zu resignieren, nicht hart zu werden, nicht zuzumachen, nicht in ein Dualitätsbewusstsein zu verfallen, in dem es nur noch schwarz und weiß gibt.

Vor ein paar Tagen fand ich den Post einer jungen Frau, in der es um die weibliche Wut ging.
Ich freute mich, dass sie in der Lage ist, die Wut so zu fühlen und auch zu benennen. Weil das einfach zum Prozess der Heilung dazu gehört. Und bezeugte ihr dies gern.
Als ich mich im Folgenden weiter mit ihr beschäftigte fand ich Veröffentlichungen, wo generell hässlich über Männer geurteilt wurde.... Pauschal. Und ganz offensichtlich nicht richtig hingeschaut. Denn die Ableitung dazu war nicht sauber. Von ihr selber und darauffolgend auch haufenweise von anderen Frauen in den Kommentaren. Es war richtig eine Aufwiegelung, die auf einem Missverständnis beruhte und, sorry, total daneben war.

Ein Beispiel, wie schnell Wut in eine Generalisierung führen kann, in einen Fanatismus, in eine Totalität. Und Angst und Trauer schwingen mit. Natürlich. Weil wir Menschen so vielschichtig sind. Und die schwachen Gefühle auch immer den starken anhängig sind, und andersherum. Auch wenn wir das nicht zugeben wollen, weil die Wut uns schützt.
Und wie sehr eine Brille, einmal aufgesetzt, einschränken kann. Uns eben im Dualitätsbewusstsein gefangen hält.
Und gerade in solchen Fällen, wo VERSTÄNDLICHER WEISE große Wut ist, wo Ku**er ist, und wo eine jahrtausendealte Menschheitsgeschichte mit drin steckt, die definitiv ihren Platz haben muss und auch in der Nachwirkung immer noch berücksichtigt werden:
Weil das Patriarchat ist noch überall, und wirkt offensichtlich & subtil.

Ich bin nach 30 Jahren Selbsterforschung immer noch dabei zu verstehen, was das WEIBLICHE in seinem GRUNDWESEN eigentlich ist und ausmacht. Und das nicht, weil es besser wäre als das Männliche, sondern weil es in unserer Welt so sehr FEHLT. Und weil es so sehr notwendig ist für die innere und äußere Balance von uns allen Menschen und der Erde...
Und das Einzige, was ich sicher sagen kann:
Wir sind als Kultur gerade mal am Anfang, eine ungefähre Vorstellung von den dazugehörigen Qualitäten zu bekommen und denen auch wieder Platz einzuräumen. Gerade mal am Anfang!!

So viel wurde negiert, unterdrückt, ausgerottet ignoriert, veruteilt, bekämpft.
Und der Abdruck davon lässt sich in uns allen finden, Frauen wie Männern, und eben auch in jeder Generation. Auch, wenn es dann in unterschiedlichen Worten und Kontexten ausgedrückt oder selbstverletzend in sich hineingenommen wurde. Und wird. Immer noch; ich sehe es täglich.

Es ist wie zwei grundsätzliche universelle Muster, die hier für dieses Erdenleben Bedingung sind, und wovon eines so lange schlechtgemacht und unterdrückt wurde, dass es nur noch ab und zu und ganz zart und in sehr eingeschränkter Form wieder aufblitzt. Der Kreisel eiert. Die Schönheit mangelt. Ein Gesundwerden ist nicht möglich. Weil einfach die Balance fehlt.

Umso mehr der Blick darin geübt ist, umso schneller ist das sichtbar in sämtlichen Lebensbereichen.

Und das zu sehen und auszuhalten. Ohne hart und verbittert werden zu müssen. Es zu benennen ohne anzugreifen. Dem immer mehr Raum zu verschaffen und es zu ehren, ohne Anderes dafür schlechtmachen zu müssen.

Puh.
Das ist gerade eine große Aufgabe.

30/10/2025

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