18/05/2017
Physiotherapie beutet für uns in der Therapie in der Regel "mit Bewegung zu heilen". Ihre Praxis ist allerdings auch in der Freizeit sportlich aktiv. Noch mehr sogar: Bewegung ist ein unverzichtbarer Teil unseres Lebens. Trotz langer Arbeitszeiten und der Vereinnahmung durch Familie, Freunde und Alltag gelang uns die lange Vorbereitung auf eine große sportliche Herausforderung des Jahres: den Triathlon im hessische Fulda Anfang Mai. Dabei können wir alleine schon stolz darauf sein es nach vielen Wochen Vorbereitung überhaupt an den Start geschafft zu haben, denn die meisten halten so lange gar nicht durch. Laut "Statista" haben 50% der Deutschen sich zum neuen Jahr vorgenommen mehr Sport zu treiben. Mehr als die Hälfte bricht sehr früh wieder ab oder verschiebt die guten Vorsätze auf später - viel später - wahrscheinlich zum nächsten Jahreswechsel. Der Januar zähl in Fitnessstudios demnach zu den mit Abstand umsatzstärksten Monaten mit den meisten Neukunden. Ein unternehmerischer Gewinn, trainiert doch über die Hälfte davon nach wenigen Wochen gar nicht mehr oder nur sporadisch weiter. Das bedeutet für die Studios sichere Monatsbeiträge ohne große Auslastung bzw. Abnutzung der Geräte. Jeder kennt den Wert eines gesunden Lebensstils und den Effekt von gesundem Essen und Bewegung. Sich aber entscheidend aufzuraffen und dauerhaft aus den lieb gewonnenen Routinen auszubrechen, gelingt den Meisten dabei eben nicht. Wir hatten in den vielen Wochen der Vorbereitung auch unsere Höhen und Tiefen. Gerade in stressigen, arbeitsintensiven Phasen oder wenn privat oder beruflich nicht alles `rund läuft´, sucht man sich immer wieder gerne schnelle Ersatzbelohnungen wie Schokolade oder `versackt´ einfach vor dem Fernseher. Gerade bei schlechtem Wetter oder früher Dunkelheit im Winter `schreit´ der innere Schweinehund besonders laut. Kühlschrank und Sofa werden dann schnell zu unüberwindlichen Versuchungen. Wir hatten auch Rückschläge wie Krankheit und Verletzungen. Das war frustrierend, hatten wir aber einkalkuliert. So fällt man nicht gänzlich in ein Loch. Die Rückschläge blieben Ausnahmen und wir zögerten nicht lange wieder loszulegen. Ich glaube es ist das Wichtigste den Sport zu betreiben, der uns Genugtuung und Anerkennung verschafft. Wir zwingen uns nicht zur Bewegung, sondern mit dem Abwechslungsreichen Triathlonsport etwas gefunden, was unseren Fähigkeiten und Vorlieben entspricht und zugleich mit der Vorgabe einen Triathlon zu bestehen auch ein realistisches Ziel gesetzt. Unser Resultat nachdem der Startschuss in Fulda fiel: Hannelore Happe gewann ihre Wettkampfklasse in der Super-Sprint-Distanz und ich wurde Zweiter in meiner Altersklasse auf der Olympischen Distanz. Wenn wie in diesem Fall dann positive Körperwahrnehmung und Erfolg zusammenkommen macht das Lust auf mehr. Wir haben uns gleich für die nächsten Wettkämpfe angemeldet und damit neue Ziele gesetzt. Was ist mit Ihnen? Möchten Sie auch etwas ändern? Haben Sie schon überlegt was Sie mit Ihren Vorlieben und Fähigkeiten anfangen oder leben Sie mehr oder weniger vor sich hin ohne sich zu hinterfragen? Jeder wie er mag. Schade nur um die fehlende Erfahrung, die Sie durch den Sport haben könnten - körperlich wie geistig...Ihr Michael Schenk