21/12/2025
✨ Eine ehrliche Frage - ohne Neid, ohne Bewertung: Wenn wir technisch in der Lage sind, Raumfahrzeuge barrierefrei zu machen, warum behandeln wir Barrierefreiheit im Alltag noch immer wie eine Ausnahme und nicht wie eine Selbstverständlichkeit?
Wir haben lange überlegt, ob wir diesen Moment aufgreifen sollen.
Ein Raumflug, ermöglicht durch ein Milliardärs-Unternehmen, ist eigentlich nicht das, wofür wir stehen. Doch manchmal lohnt es sich, out of the box zu denken.
🎉 Herzlichen Glückwunsch an Michaela Benthaus.
Im Dezember 2025 flog Michaela Benthaus als erste querschnittsgelähmte Frau ins Weltall. Dass sie mit Blue Origin ins All fliegen kann, ist beeindruckend. Es ist ein historischer Moment und wir freuen uns ehrlich mit ihr.
🚀 Und genau dieser Moment macht etwas sichtbar:
Während Raumfahrtunternehmen Barrieren überwinden, kämpfen Menschen mit Behinderungen im Jahr 2025 auf der Erde noch immer um Rampen, Aufzüge, Fahrzeugumbauten, Assistenz oder Kostenübernahmen.
➡️ Nicht, weil es technisch unmöglich wäre. Sondern weil:
- Teilhabe im Alltag noch immer verhandelbar gemacht wird.
- Eingliederungshilfe im SGB verankert ist und uns zu Bittstellern macht.
- Das Barrierefreiheitsgesetz wieder nicht zu Barrierefreiheit verpflichtet im privaten Raum.
📡 Fortschritt misst sich nicht daran, wie weit wir fliegen können.
Sondern daran, wen wir mitnehmen hier auf der Erde, im echten Leben, jeden Tag.
Lasst uns diesen Moment nutzen, um neu zu denken.
Nicht gegen jemanden. Sondern für:
- eine Gesellschaft ohne Hürden.
- ein Nachteilsausgleichsgesetz, auf Bundesebene.
- die Einhaltung des Grundgesetzes Artikel 3 Abs. 3