01/10/2025
Da war ganz schön was los gestern Abend bei uns an der Nordseeklinik!
Mehr als 100 Einsatzkräfte der Polizei Westerland, der Freiwilligen Feuerwehren Westerland, Tinnum und Wenningstedt sowie der Atemschutzwerkstatt der Gemeinde Sylt probten gemeinsam mit Mitarbeitenden der Nordseeklinik den Ernstfall. Jugendfeuerwehrleute sowie Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren List, Archsum, Keitum, Rantum und Hörnum waren zudem, ebenso wie Auszubildende der Klinik, als Patientendarsteller:innen und Übungsbeobachter dabei.
Das Szenario: Ein Brand mit starker Verqualmung ist im Obergeschoss des Akutkrankenhauses ausgebrochen. Zahlreiche Patient:innen müssen aus dem Gebäude befreit und entsprechend ihrer Verletzungen behandelt werden. In Folge des Geschehens kommt es an der Norderstraße aufgrund einer Panikreaktion außerdem zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und einem Bagger, Personen sind eingeklemmt. Weil alle fluchtartig das Gebäude verlassen haben, wurde in einer Mitarbeiter-Küche zudem Essen auf dem Herd vergessen und es entsteht ein weiterer Brandort.
Solche Übungen sind zum einen rechtlich vorgeschrieben, um regelmäßig die Alarmpläne für einen Großschadensfall zu überprüfen. Wir sehen es aber auch als unsere Pflicht an, Vorsorge für die Sicherheit unserer Patient:innen sowie unserer Mitarbeitenden zu treffen, indem wir unser Personal regelmäßig entsprechend schulen und den Ernstfall trainieren. Und nicht zuletzt dienen solche Übungen dazu, die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte zu optimieren und den Feuerwehrleuten die Gelegenheit zu geben, sich mit den Gegebenheiten der Klinik vertraut zu machen.
Das Motto der Übung war „Fördern durch Fordern“. Es ist völlig normal, dass beim Abarbeiten der „Übungsvorgaben“ nicht alles glatt und reibungslos laufen kann. Und das ist auch gut so: Nur so können wir dazulernen! Solche Übungen sind notwendig, um das, was in Vorträgen, Fortbildungen und Planspielen regelmäßig in der Theorie behandelt wird, dem Praxistest zu unterziehen. Alles, was Mitwirkenden und so genannten „Übungsbeobachtern“ aufgefallen ist, wird jetzt ausgewertet und fließt in künftige Schulungen ein.
Nochmals vielen Dank an alle Mitwirkenden!