Glückskinder

Glückskinder Wir bieten eine kompetente Begleitung während der Schwangerschaft, Familienberatung und ein vielfältiges Kursangebot für (werdende) Eltern und ihre Kinder.

Kennen gelernt haben wir uns 2009 in ähnlichen Lebenssituationen: Beide frisch 'gebackene' Mamas von zwei wunderbaren Söhnen und beide eingebunden in unsere jeweiligen Ausbildungen. Beide brachten wir das Erlernte sowie das Erlebte miteinander in Verbindung und setzten uns über die Jahre hinweg mit all den freudigen sowie den schwierigen Seiten rund um Familie, Schwangerschaft, Partnerschaft, Elte

rnsein, kindlicher und elterlicher Entwicklung auseinander. Daraus erwuchs eine tiefgehende Freundschaft und gleichzeitig die Erkenntnis, gemeinsam in diesem Kontext arbeiten zu wollen. Wir ergänzen uns in unseren Kompetenzen und teilen die Leidenschaft dafür, Familien in der spannenden Zeit des Elternwerdens sowie Elternseins zu begleiten und zu unterstützen. Ina - als Hebamme - und Eva - als Sozialpädagogin (M. A.), systemische Familienberaterin und angehende Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin - entwickelten die gemeinsame Vision, mit GlücksKinder in den jeweiligen Arbeitsfeldern Familien eine optimale Begleitung anbieten zu können: Unsere Zusammenarbeit soll somit eine Bereicherung für die (werdenden) Mütter und Väter und ihre (Glücks)Kinder sein. Wie genau kann das aussehen? Im ZeitRaum - unseren Räumlichkeiten auf der Martinusstraße 43 in Kaarst - möchten wir Zeit und Raum geben für Elternwerden und
-sein, persönliche Entwicklung, Entspannung, Ruhe, Partnerschaft, Berührungen und Austausch. Ein darauf zugeschnittendes und sich ständig erweiterndes Kursangebot im ZeitRaum ergänzt die indivudellen Hebammenleistungen und die familienberaterischen sowie -therapeutischen Angebote. Wir möchten Euch herzlich einladen, uns mit allen Anliegen zu Schwagerschaft, Geburt, Familienentstehung und -entwicklung und darüber hinaus zu kontaktieren.

22/05/2026

👇 Sag mir in den Kommentaren: Womit hast du in deinem Wochenbett am meisten gekämpft?

Mein erstes Wochenbett war eine Katastrophe.

Und ich sage das ohne Dramatik – ich sage das, weil es die Wahrheit ist.

Ich hatte kein Wissen. Keine Vorbereitung. Ich dachte: „Ich bin pfiffig. Das machen so viele. Das wird schon.“

Ich war Au-Pair in den USA gewesen, hatte viel mit Kindern zu tun gehabt – ich dachte, ich wüsste, was auf mich zukommt.

Pustekuchen.

Was ich damals nicht verstanden hatte: Kinder kennen und MUTTER SEIN sind zwei völlig verschiedene Dinge.

Mein zweites Wochenbett war besser. Mein drittes war – gemessen an allem, was ich weiß und wer ich heute bin – das beste.

Nicht weil es leichter war.
Sondern weil ich vorbereitet war.

Ich hatte gelernt, Hilfe anzunehmen – und sie aktiv einzufordern.
Ich hatte verstanden, dass in mich zu investieren kein Luxus ist.
Ich hatte die Matreszenz begriffen – die neurologische, emotionale und identitäre Transformation, die mit der Mutterschaft beginnt. Das, was ich Muttertät nenne.

Und ich hatte verstanden: Der beste Zeitpunkt, damit anzufangen, sich um sich selbst zu kümmern, ist die Schwangerschaft. Spätestens das Wochenbett.

Dieser Account existiert genau dafür.

Damit du dich vorbereiten kannst – auf das Wochenbett, auf die Mutterschaft, auf dich selbst als Mutter.

Hier erforschen wir gemeinsam diesen

22/05/2026

👇 Sag mir in den Kommentaren: Womit hast du in deinem Wochenbett am meisten gekämpft?

Mein erstes Wochenbett war eine Katastrophe.
Ich hatte kein Wissen. Keine Vorbereitung. Ich dachte: „Ich bin pfiffig. Das machen so viele. Das wird schon.“

Ich war Au-Pair in den USA gewesen, hatte viel mit Kindern zu tun gehabt – ich dachte, ich wüsste, was auf mich zukommt.

Pustekuchen.

Was ich damals nicht verstanden hatte: Kinder kennen und MUTTER SEIN sind zwei völlig verschiedene Dinge.

Mein zweites Wochenbett war besser. Mein drittes war – gemessen an allem, was ich weiß und wer ich heute bin – das beste.

Nicht weil es leichter war.
Sondern weil ich vorbereitet war.

Ich hatte gelernt, Hilfe anzunehmen und sie aktiv einzufordern.
Ich hatte verstanden, dass in mich zu investieren kein Luxus ist.
Ich hatte die Matreszenz begriffen die neurologische, emotionale und identitäre Transformation, die mit der Mutterschaft beginnt. Das, was ich Muttertät nenne.

Und ich hatte verstanden: Der beste Zeitpunkt, damit anzufangen, sich um sich selbst zu kümmern, ist die Schwangerschaft. Spätestens das Wochenbett.

Dieser Account existiert genau dafür.

Damit du dich vorbereiten kannst auf das Wochenbett, auf die Mutterschaft, auf dich selbst als Mutter.

Hier erforschen wir gemeinsam diesen

21/05/2026

Ein schönes kräftigendes chinesisches Ritual für dein Wochenbett 🍵

Aber er kann dich erinnern:

Du bist nicht dafür gemacht, direkt nach der Geburt wieder zu funktionieren.

In der TCM wird die Zeit nach der Geburt als eine Phase verstanden, in der der Körper viel verloren und geleistet hat.

Blut.Kraft.Wärme.Stabilität.Innere Ordnung.

Deshalb geht es im traditionellen Wochenbett nicht darum, möglichst schnell wieder „normal“ zu sein.

Es geht um Aufbau.

Um warme Nahrung.Um Ruhe.Um Schutz.Um leicht verdauliche Speisen.Um Unterstützung.Um das langsame Zurückfinden in den eigenen Körper.

Rückbildung bedeutet dann nicht nur:

Gebärmutter zieht sich zusammen.Beckenboden wird wieder kräftiger.Bauch wird wieder flacher.

Rückbildung bedeutet auch:

Dein Körper darf nach innen sortieren.Dein Nervensystem darf landen.Deine Verdauung darf unterstützt werden.Deine Energie darf zurückkommen.Du als Mutter wirst mitversorgt.

Dieser Tee aus roten Datteln, Goji-Beeren und Ingwer passt genau in diese Idee.

Nicht als Wundermittel.Nicht als Ersatz für Schlaf, Essen, Hilfe oder Hebammenbegleitung.

Sondern als kleines warmes Ritual.

Eine Tasse in der Hand.Ein Moment für dich.Ein Signal an deinen Körper:

Ich muss nicht nur geben.Ich darf auch empfangen.

Rezept:

3 rote Datteln / Jujube8 Goji-Beeren1 Scheibe Ingwerca. 500 ml Wasser15 Minuten köcheln lassen.

Speicher dir das für deine Wochenbettvorbereitung 🌈🐒

16/05/2026

War dein Muttergefühl sofort da oder musste es wachsen? Schreib es mir in die Kommentare 🤎

Manchmal ist dein Baby da.
Und dieses große Muttergefühl noch nicht.

Nicht so, wie du es erwartet hast.
Nicht so, wie es in Filmen aussieht.
Nicht so, wie alle sagen.

Und dann kommt oft sofort der Gedanke:

„Was stimmt nicht mit mir?“

Ich kenne dieses Gefühl aus meiner ersten Mutterschaft.
Und ich erlebe oft, wie sehr Frauen davon überrascht sind.

Dabei ist das gar nicht so selten.

Muttergefühle sind nicht immer ein Blitz.
Manchmal wachsen sie leise.

Über Nähe.
Über Alltag.
Über Kennenlernen.
Über Wiederholung.
Über Zeit. 🌿

Was in dieser ersten Zeit helfen kann:
Haut an Haut Kontakt.

Dein Baby auf deiner nackten Haut.
Warm.
Nah.
Ohne viel Außen.

Hautkontakt kann dein Baby unterstützen bei:

🤎 Temperaturregulation
🤎 Atmung und Herzschlag
🤎 Stressreduktion
🤎 Stillstart
🤎 Blutzucker Stabilität
🤎 Bindung und Sicherheit

Und auch für dich als Mutter kann Hautkontakt wichtig sein.

Er kann helfen, Oxytocin auszuschütten.
Deinen Körper zu beruhigen.
Dich ins Spüren zu bringen.
Dein Baby kennenzulernen.

Nicht über den Kopf.
Sondern über den Körper.

Und trotzdem gilt:

Du musst dich dabei nicht sofort erfüllt fühlen.
Du darfst unsicher sein.
Du darfst fremdeln.
Du darfst denken:

„Ich brauche noch Zeit.“

Achte in diesen Momenten darauf, wie du mit dir sprichst. 🫶

Nicht:
„Ich bin keine gute Mutter.“

Sondern vielleicht:
„Ich bin im Übergang.“
„Bindung darf wachsen.“
„Ich darf mein Baby kennenlernen.“

Zwei kleine Impulse für dein Wochenbett:

1. Lege dein Baby für ein paar Minuten Haut an Haut zu dir, wenn es für euch beide passt. Ohne Ziel. Nur Nähe.

2. Schreib dir einen Satz auf, der dich auffängt, wenn Schuldgefühle kommen.

Zum Beispiel:

„Ich darf in diese Mutterrolle hineinwachsen.“

Mutterwerden ist kein Schalter.
Es ist ein Prozess.
Und du darfst Zeit brauchen. 🌈

Wie war das bei dir?
War dein Muttergefühl sofort da oder ist es gewachsen?

hautzuhaut stillstart neugeborenes hebammenwissen

14/05/2026

10 Dinge, die dein Wochenbett wirklich heilsamer machen können 🤍

Nicht mehr Kontrolle.
Nicht die perfekte Kliniktasche.
Nicht noch mehr Babyprodukte.

Sondern Vorbereitung, die dir nach der Geburt wirklich Ruhe, Heilung und Entlastung ermöglicht.

1. Grenzen VOR der Geburt besprechen
Wer darf wann kommen?
Wie viel Besuch möchtest du wirklich?
Wo brauchst du Ruhe?

2. Essen vorbereiten
Wochenbett braucht Wärme, Nährstoffe und Energie.
Koche vor. Organisiere Essen. Bitte Menschen um Hilfe.

3. Deinen Schlaf schützen
Überlegt euch vorher:
Wer übernimmt nachts was?
Wer bringt dir das Baby?
Wann kannst du ruhen?

4. Unterstützung konkret planen
Nicht nur:
„Meld dich, wenn du was brauchst.“
Sondern:
Wer kauft ein?
Wer übernimmt Wäsche?
Wer kümmert sich um Geschwisterkinder?

5. Einen Rückzugsort schaffen
Wasser.
Snacks.
Stillkissen.
Wärme.
Ladekabel.
Ruhe.
Alles griffbereit.

6. Deinen Körper ernst nehmen
Wochenbett ist Regeneration.
Nicht „schnell wieder fit werden“.
Dein Beckenboden, deine Muskeln und dein Nervensystem heilen gerade.

7. Kaiserschnitt gut versorgen
Eine Bauchgeburt ist eine große Operation.
Plane Unterstützung beim Aufstehen, Tragen, Essen und Ausruhen ein.

8. Hilfe früh organisieren
Zum Beispiel:
Wochenbettpflegerin
Doula
Stillberaterin
Beckenbodentherapeutin
Massage
Haushaltshilfe

Nicht erst suchen, wenn du völlig erschöpft bist.

9. Reize reduzieren
Weniger Termine.
Weniger Erwartungen.
Weniger Handy.
Mehr Ruhe fürs Nervensystem.

10. Dich nicht nur aufs Baby vorbereiten
Auch DU wirst geboren:
als Mutter.
Und auch du brauchst Versorgung, Halt und Zeit.

Wochenbett ist keine Phase zum Funktionieren.
Es ist eine Zeit der Heilung, Regeneration und Neuorientierung.

Und genau darüber werde ich hier in Zukunft noch viel mehr sprechen 🤍
Über echte Wochenbettvorbereitung.
Über Nervensystem, Regeneration, Grenzen, Unterstützung und Mutterwerden.

Speicher dir den Beitrag für später 🌈

14/05/2026

Ich nehme euch heute mit ins Wochenbett. Nicht das aus den Hochglanzmagazinen. Nicht das aus der Netflix-Serie. Das echte. 🩺
Weil beides, was wir dort zu sehen bekommen, entweder komplett überdramatisiert ist oder eine absolute Fantasieveranstaltung. Alles andere wäre ja auch langweilig, oder? 😅
Wenn du ans Wochenbett denkst, denkst du vielleicht an Erschöpfung. An Schmerzen. An dieses Auf-und-Ab mit den Hormonen. An Stillen rund um die Uhr.
Aber weißt du, woran die wenigsten denken?
An Langeweile. 🌿
Und daran, wie einsam sich diese Zeit anfühlen kann.
Ich erlebe es immer wieder bei den Frauen, die ich begleite: Da ist einerseits diese tiefe Sehnsucht nach Ruhe. Nach Stille. Nach einem Tag, an dem nichts von ihnen verlangt wird.
Und gleichzeitig dieser Zug nach draußen. Ins Café. In die Stadt. In das Leben, das sie vorher hatten.
Beides gleichzeitig. Und keine Ahnung, was man damit anfangen soll. 🤍
Was dabei oft passiert: Die Stille wird bedrohlich.
Wenn das Handy weggegeben ist, das Baby schläft und du einfach nur da liegst – kommen die Fragen. Die existenziellen. Die, die man gerne noch ein bisschen länger verdrängt hätte.
Ruhe ist eben nicht immer Erholung. Manchmal ist Ruhe der Ort, an dem Ängste entstehen. 🌱
Deshalb spreche ich das in der Vorbereitung gerne an: Was tut dir gut, wenn du Beschäftigung brauchst – ohne dabei aufzustehen, Leistung zu bringen oder irgendetwas zu müssen?
Für manche ist es ein Hörbuch. Für andere die Serie, die sie schon immer sehen wollten – Baby auf der Brust, Decke drüber, fertig.
Niemand erwartet von dir, dass du dein Baby 24/7 anschaust und jede einzelne Sekunde davon genießt. 🎧📺
Ich sage das als Hebamme mit zwölf Jahren Berufserfahrung im Wochenbett:
Das Bild, das wir von dieser Zeit haben, stimmt nicht mit dem überein, was ich täglich sehe.
Und es wird Zeit, dass wir darüber reden. ❤️
Wie war das bei dir? Oder was stellt ihr euch gerade vor, wie sich diese Zeit anfühlen wird?
Schreibt es mir in die Kommentare. 👇

13/05/2026

Ich war heute bei ihr. Zweites Kind, dritte Woche. Alles äußerlich „gut”.
Und dann sagt sie mir leise, ganz vorsichtig, fast flüsternd: „ich hab das noch niemanden erzählt. Ich habe manchmal Gedanken, dass meinem Baby etwas passiert. Dass ich aus Versehen etwas tue. Ich bin doch keine schlechte Mutter, oder?”
Nein. Du bist keine schlechte Mutter.
Du hast Intrusive Thoughts. Aufdringliche, ungewollte Gedanken. Und sie sind häufiger im Wochenbett als du denkst. Aber sie sind nicht normal im Sinne von: du musst damit allein sein.
Warum passiert das?
Dein Gehirn ist gerade im Hochalarm-Modus. Es schützt dein Kind – und überschießt dabei. Hormonsturz, Schlafentzug, neue Verantwortung, ein komplett verändertes Nervensystem. Dein Kopf produziert Worst-Case-Szenarien, weil er dich wachrütteln will. Das ist Biologie. Keine Schuld.
Was hilft – sofort:
1️⃣ Benennen, nicht bewerten. „Das ist ein Gedanke. Er ist nicht ich. Er ist nicht wahr.” Gedanken sind keine Absichten.
2️⃣ Nicht verstecken. Das Schweigen macht es größer. Einer Vertrauensperson sagen – Partnerin, Hebamme, Freundin. Laut aussprechen nimmt ihnen Macht.
3️⃣ Den Körper regulieren. Ausatmen, länger als einatmen. Füße auf den Boden. Kältes Wasser ans Handgelenk. Dein Nervensystem braucht ein Signal: Ich bin sicher.
Und dann: Hol dir Unterstützung. Sprich mit deiner Hebamme offen darüber. Mit deiner Gynäkologin. Oder such dir therapeutische Begleitung – z. B. über Schatten & Licht e.V. (schatten-und-licht.de), die sich speziell auf psychische Erkrankungen rund um Schwangerschaft und Wochenbett spezialisiert haben.
Du musst das nicht durchbeißen. Du musst es nicht wegdenken. Du darfst Hilfe annehmen.
Das Wochenbett ist kein Ort, an dem du funktionieren musst. Es ist ein Ort, an dem du getragen werden darfst.
Und wenn du gerade nickst – schreib mir. Oder schick diesen Post jemandem, der ihn gerade braucht. 🤍

05/05/2026

Ich wollte heute einfach nur eine kleine Story aufnehmen.
Zum Internationaler Hebammentag.
Ein paar Worte. Ein bisschen Stolz.

Und dann saß ich da.

Und hab gemerkt: So einfach ist das nicht.

Ich bin Hebamme.
Mit ganzem Herzen.
Wirklich.

Ich habe mir mein Examen erkämpft.
Mit Blutschweiß und Tränen.
So wie viele andere auch.

Und dann geht es los.
Nächte. Wochenenden. Rufbereitschaft.
Verantwortung für Mutter und dein Baby.
Entscheidungen, die alles verändern können.

Dazu kommt:
Teure Haftpflicht.
Pflicht-Fortbildungen.
Qualitätsmanagement nach ISO-Norm.
Dokumentation. Organisation. Daueranspannung.

Und gleichzeitig sind wir ein zentraler Teil der Prävention.
Wir begleiten.
Wir sehen früh, wenn etwas kippt.
Wir stärken.
Wir halten.

Eigentlich genau das, was dieses Gesundheitssystem dringend braucht.

Und trotzdem…

Ich kenne so viele Kolleginnen, die nicht mehr können.
Die aufhören.
Die ihre Praxen schließen.
So wie ich.

Ich kenne Beziehungen, die daran zerbrechen.
Familien, die diesen Job nicht mehr mittragen können.

Und die Kolleginnen im Kreißsaal?
Tag und Nacht im Einsatz.
Freiwillig.
Mit einer Belastung, die kaum auszuhalten ist.

Ja, ich bin stolz, Hebamme zu sein.
Aber da ist auch Wut.

Tiefe Wut.

Weil diese Arbeit nicht einfach „schlecht bezahlt“ ist.
Sondern weil sie zeigt, welchen Wert Fürsorge in dieser Gesellschaft hat.

Und ja –
„Im Mittelalter verbrannt. Heute verheizt.“
Das trifft.

Ich würde so gerne sagen:
Ich bin Hebamme. Punkt.
Und dabei nur Stolz fühlen.

Ohne diesen bitteren Beigeschmack.

Vielleicht ist genau heute der Tag, das laut zu sagen.

Für uns.
Für dich als Mutter.
Für dein Baby.

Weil gute Begleitung kein Luxus ist.
Sondern Grundlage.

05/05/2026

Ich bin Hebamme, Mutter und Frau an diesem 5. Mai 2026. Internationaler Hebammentag…

Es wird immer schwerer.

Ich kenne so viele Kolleginnen.
Sie lieben diesen Beruf.
Sie brennen dafür.
Und trotzdem denken sie jeden Tag ans Aufhören.
Viele haben es schon getan.

Warum?

Weil wir längst nicht mehr nur Hebammen sind.

Wir dokumentieren.
Wir schreiben Rechnungen.
Wir korrigieren Fehler.
Wir prüfen Kontoeingänge.
Und hoffen, dass das Geld kommt, bevor die eigenen Kosten abbuchen.

Wir wissen, wie wichtig Fortbildungen sind.
Aber wir wissen oft nicht, wovon wir sie bezahlen sollen.

Wir wissen, dass Qualitätsmanagement nötig ist.
Und richtig.
Aber es kostet Zeit.
Energie.
Und Geld für Software, die auch erst mal da sein muss.

Und dann ist da noch unsere eigentliche Arbeit.

Frauen begleiten.
Mütter stärken.
Dein Baby im Blick behalten.
Halt geben, wenn alles neu ist.

Wir arbeiten an Wochenenden.
An Feiertagen.
Manche von uns 24/7 über Wochen hinweg.

Und trotzdem steht am Ende oft eine leise Frage im Raum:

Was ist unsere Arbeit eigentlich wert?

Ich kenne keine Kollegin, der das egal ist.
Im Gegenteil.

Wir tragen Verantwortung.
Wir halten aus.
Wir geben alles.

Und genau deshalb braucht es heute mehr als nur schöne Worte.

Es braucht Veränderung.
Es braucht Wertschätzung, die sich auch zeigt.
Im System.
Im Alltag.
Im Geld.

Für uns.
Für dich.
Für dein Baby.



Kurz gesagt:

Hebammen lieben ihren Beruf.
Aber die Bedingungen treiben sie raus.
Und das betrifft uns alle.

04/05/2026

Weißt du, wer deine Menschen sind?

Nicht die, die es gut meinen. Die, bei denen du einfach du sein kannst.

Das Wochenbett macht dich verletzlich. Nicht weil irgendetwas mit dir nicht stimmt – sondern weil dein Körper genau das gerade braucht. Der Oxytocinschub, der dich bindungsfähig macht, macht dich gleichzeitig sensibler. Anfälliger für Ängste. Für Sorgen. Für das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt, obwohl du gar nicht genau sagen kannst was.

Das ist keine Schwäche. Das ist Biologie.

Und genau deshalb macht es einen riesigen Unterschied, mit wem du dich umgibst.

Es gibt diese Menschen. Du kennst sie. Die, bei denen du nachts um drei anrufen könntest und die einfach fragen: Erzähl mal. Was ist los? Ohne Ratschläge. Ohne Relativieren. Einfach da.

Genau diese Menschen sind dein Oxytocin-Boost im Wochenbett.

Sie halten dich. Sie tragen dich. Nicht weil sie perfekte Begleiter:innen sind – sondern weil sie sich sicher anfühlen. Weil du bei ihnen nicht funktionieren musst.

Dieses Gefühl – gehalten, getragen, gesehen zu sein – das ist kein Nice-to-have im Wochenbett. Das ist Grundversorgung.

Und du kannst etwas dafür tun.

Nicht alles liegt in deiner Hand. Aber das hier schon: Lass genau diese Menschen wissen, dass du auf sie zählst. Jetzt. Bevor das Baby da ist. Sag ihnen konkret, was du brauchst. Darf ich dich anrufen, wenn es mir nicht gut geht? Kannst du einfach vorbeikommen, ohne dass ich vorher aufräumen muss?

Die meisten dieser Menschen würden sofort ja sagen.

Sie warten nur darauf, gefragt zu werden. 🤍

31/03/2026

Stell dir vor, du weißt, dass in ein paar Monaten eine große Rechnung kommt. 💸
Würdest du nur schauen, was gerade in deinem Portemonnaie ist – oder auch, was auf deinem Konto liegt?
Genau das passiert in der Schwangerschaft mit deinem Eisen.
Der Hb-Wert – das ist das Bargeld in deinem Portemonnaie. Er zeigt, ob du gerade akut zu wenig rote Blutkörperchen hast. Und ja, er wird standardmäßig im Mutterpass kontrolliert.
Der Ferritinwert – das ist dein Sparkonto. Dein Eisenreservoir. Der Wert, von dem dein Körper zehrt, wenn die Ausgaben steigen.
Und die Geburt? Die ist eine große Ausgabe. 🩸
Blutverlust. Stillen. Die körperliche Regeneration danach. Dein Körper braucht in dieser Zeit enorm viel – und wenn das Sparkonto schon vorher leer war, merkst du das im Wochenbett deutlich.
Wie das aussieht? So:
😶‍🌫️ Bleierne Erschöpfung, die durch Schlaf nicht besser wird
🧠 Konzentrationsprobleme, Gedankennebel
😔 Stimmungstiefs, Reizbarkeit, innere Leere
💓 Herzrasen, Schwindel, Kopfschmerzen
🪟 Das Gefühl, neben sich zu stehen
Diese Symptome werden erschreckend oft mit einer Wochenbettdepression verwechselt. Und dann wird behandelt – ohne vorher zu prüfen, ob der Körper einfach leer ist.
Dabei wäre die Prävention so einfach.
Das Problem: Der Ferritinwert wird nicht standardmäßig im Mutterpass abgefragt. Nicht jede Gynäkologin bestimmt ihn automatisch mit.
Das bedeutet: Du hast hier ein Stück weit Eigenverantwortung. 👇
✔️ Frag aktiv nach deinem Ferritinwert – am besten noch in der Schwangerschaft
✔️ Füll deinen Eisenspeicher gezielt auf – über deine Ernährung
✔️ Und wenn nötig: mit geeigneten Eisenpräparaten ergänzen
Fang früh an. Wie beim Sparen gilt auch hier: Je früher, desto besser.
Dein Wochenbett beginnt nicht nach der Geburt. Es beginnt mit der Vorbereitung. 🤍

Adresse

Linsellesstraße 142
Willich
47877

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