23/09/2025
Bei Übertraining ist eine Dysregulation mehrerer spezifischer Neurotransmitter vorhanden, die sowohl körperliche als auch psychische Auswirkungen auf Sportler haben können.
Hier sind die wichtigsten Neurotransmitter, die im Zusammenhang mit Übertraining eine Rolle spielen:
1. Cortisol:
Obwohl es streng genommen kein Neurotransmitter ist, ist Cortisol ein wichtiges Stresshormon. Hohe Cortisolspiegel, die durch Übertraining verursacht werden, können die Funktion anderer Neurotransmitter beeinträchtigen, die an der Stressbewältigung und Stimmung beteiligt sind.
2. Serotonin:
Serotonin ist bekannt als das "Wohlfühl"- Neurotransmitter. Übertraining kann die Serotoninproduktion beeinträchtigen, was zu Stimmungsschwankungen, Depressionen und erhöhter Reizbarkeit führen kann.
3. Dopamin:
Dopamin spielt eine Schlüsselrolle bei Motivation, Belohnung und Freude. Die Überlastung des Körpers durch Übertraining kann zu einem Ungleichgewicht im Dopaminsystem führen, was zu einer verminderten Motivation und einem Verlust der Freude am Sport führen kann.
4. Noradrenalin (Norepinephrin):
Dieser Neurotransmitter ist an der Stressreaktion und der Erhöhung der Wachsamkeit beteiligt. Ein Übermaß an Noradrenalin, verursacht durch chronischen Stress, kann zu Angstzuständen und Schlafstörungen führen.
5. Glutamat:
Glutamat ist der primäre erregende Neurotransmitter im Gehirn. Übertraining kann zu einem Ungleichgewicht im Glutamatstoffwechsel führen, was zu einer erhöhten neuronalen Erregbarkeit und zu kognitiven Problemen führen kann.
6. GABA (Gamma-Aminobuttersäure):
GABA ist ein wichtiger hemmender Neurotransmitter, der beruhigende Effekte hat. Bei Übertraining kann es zu einer Dysregulation von GABA kommen, was zu Schlafstörungen und Angstzuständen beitragen kann.
Fazit
Durch Übertraining kann das Gleichgewicht dieser Neurotransmitter erheblich gestört werden, was sowohl die körperliche Leistungsfähigkeit als auch das psychische Wohlbefinden beeinträchtigen kann. Es ist entscheidend, auf Anzeichen von Übertraining zu achten und entsprechende Maßnahmen zur Unterstützung der Neurotransmitterbalance zu ergreifen.