24/10/2025
Unter dem Titel „Cochlea-Implantation und Inklusion: Moderne Methoden der Rehabilitation von Menschen mit Hörbeeinträchtigungen“ läuft die zweitägige internationale wissenschaftlich-praktische Konferenz weiter. Sie findet im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen der Kirgisischen Staatlichen Universität I. Arabaev und der Lehnhardt Stiftung statt.
Das Projekt der Lehnhardt Stiftung wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) unterstützt und trägt den Titel „Entwicklung eines nachhaltigen Programms zur Unterstützung von gehörlosen und schwerhörigen Kindern in Kirgisistan“.
An der Veranstaltung nehmen Wissenschaftler und Fachleute aus Deutschland, Russland und Kirgisistan teil.
Die Veranstaltung wird vom Institut für Pädagogik und Psychologie der KSU organisiert.
Die Teilnehmer wurden von Aigul Chaldanbaeva, Prorektorin der KSU für Wissenschaft und Innovation, sowie Dr. Monika Lehnhardt-Goriany, Vorsitzende des Lehnhardt Stiftung (online), begrüßt. Beide wünschten der zweitägigen Konferenz einen erfolgreichen Verlauf und aktive Zusammenarbeit.
Während der Konferenz hielten Fachleute aus verschiedenen Bereichen interessante Vorträge, darunter:
„Erfolge von Patienten nach Cochlea-Implantation“ – Vasima Khalfina (Pädaudiologin, Zentrum „Sluch“),
„Ausbildung von Studierenden pädagogischer Fachrichtungen zur Arbeit mit hörgeschädigten Kindern in Kirgisistan“ – Zamira Dzhaparova (Ph.D., Dozentin, Leiterin des Lehrstuhls für Sonderpädagogik und Psychokorrektur an der KSU I. Arabaev),
„Inklusion in Zahlen: Eine moderne Sicht auf die Situation in Kirgisistan“ – Ainur Dzhetibaeva und Anastasia Kalugina (Surdopedagogin, NGO „Slishim vmeste“),
„Lebensgeschichten: Herausforderungen für Kinder mit Cochlea-Implantaten an Regelschulen“ – Meerim Dzhumalieva,
„Schule und Inklusion: Lebendige Erfahrungen in der Dynamik“ und „Masterclass: Probleme und Lösungen für hörgeschädigte Schüler im Klassenzimmer“ – Marina Gureva (Surdopedagogin, Städtisches Surdozentrum für Kinder, St. Petersburg, Russland),
„Marte Meo: Videoanalyse der Interaktion zwischen Eltern und Kind“ – Yvonne Seebens (Leiterin des CIC Rhein-Main Cochlea-Implantations-Rehabilitationszentrums in Friedberg und Frankfurt, Surdopedagogin, Audiologie-Assistentin, Deutschland).
Die Vortragenden teilten nicht nur ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse, sondern auch praktische Erfahrungen aus ihrer Arbeit.
Kurze Erläuterung:
„Marte Meo“ ist eine Methode zur Entwicklungsförderung von Kindern und zur Unterstützung der Eltern, die auf der Videoanalyse alltäglicher Interaktionen basiert. Der Begriff stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „aus eigener Kraft“. Die Methode hilft Erwachsenen und Kindern, durch Videoaufnahmen besser zu verstehen, wie sie ihre Stärken nutzen können, um Kommunikation und Entwicklung zu fördern.
Die Veranstaltung wird im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Pädagogik und Psychologie der Kirgisischen Staatlichen Universität I. Arabaev und der Lehnhardt Stiftung durchgeführt