27/01/2025
GEFÄSS-SYSTEM
Je weiter die Gefäße vom Herzen entfernt sind, desto ver-
zweigter und kleiner werden sie.
Die Blutgefäße mit großem
Durchmesser sind vor allem für den Bluttransport und einen
kontinuierlichen Blutstrom zuständig, während die kleinen
Gefäße – sie werden auch als Mikrogefäße bezeichnet – die
Versorgung der Körperzellen und den Abtransport von Stoff-
wechsel- und Abbauprodukten übernehmen.
Zu den Mikrogefäßen gehören die Arteriolen, Kapillaren
und Venolen (s. Abb.). Die Kapillaren sind die Austausch-gefäße unseres Körpers.
Sie bilden eine netzartige Struk-
tur, das sogenannte Kapillargebiet.
Wenn das Blut, von den
größeren Arteriolen kommend, sich im Kapillargebiet auf
die vielen Kapillargefäße verteilt, sinkt der Blutdruck und das Blut fließt nur noch mit geringer Geschwindigkeit.
Über die dünnen, halbdurchlässigen Gefäßwände der Kapillaren
kann nun der Gas- und Stoffaustausch zwischen Blut und
umliegendem Gewebe stattfinden. Anschließend fließt das
Blut weiter durch die postkapillaren Venolen, zu denen sich das Kapillargebiet wieder verbunden hat.
Blutdruck und Fließgeschwindigkeit steigen und das Blut gelangt über die
größer werdenden Venen schließlich zurück zum Herzen.
Die Fortbewegung des Blutes in den Gefäßen wird als Blutfluss oder Blutströmung bezeichnet.
Den Blutfluss im Bereich der Blutgefäße mit Durchmessern kleiner als 0,1 Millimeter bezeichnen Mediziner als Mikrozirkulation.