20/02/2026
Was mich in den letzten Tagen stark beschäftigt:
Viele Frauen tragen sehr viel. Oft still.
Ich kenne dieses Muster aus meinem eigenen Leben, auf Grund meiner Geschichte:
Dieses leise Gefühl, stark sein zu müssen.
Nicht zu viel Raum einzunehmen.
Und vor allem: niemandem zur Last zu fallen.
Und in meiner Praxis begegnen mir genau diese Frauen immer wieder.
Ich habe mich in letzter Zeit oft gefragt, warum so viele Frauen glauben, alles alleine tragen zu müssen, bzw. warum dies oft ganz unbewusst geschieht.
Häufig beginnt es schon früh.
Vielleicht lernen viele von uns schon als Mädchen, aufmerksam zu sein für Stimmungen, Spannungen, Bedürfnisse. Wir entwickeln feine Antennen. Wir lernen zu halten, zu regulieren, zu vermitteln.
Vielleicht liegt es auch tiefer – in unserer Geschichte.
Über Generationen hinweg mussten Frauen tragen: Familien, Verluste, Unsicherheiten. Stärke war kein Konzept, sondern Notwendigkeit. Und dieses innere Wissen wirkt weiter.
Doch das Bild ist nicht nur schwer.
Denn dieses „Tragen können“ hat auch Kraft hervorgebracht:
Tiefe.
Empathie.
Verantwortungsbewusstsein.
Resilienz.
Eine stille Führungsqualität.
Viele Frauen sind stark geworden, weil sie viel getragen haben.
Die Frage ist nur:
Muss Stärke bedeuten, alles alleine zu halten/auszuhalten?
Nein, muss es nicht!
Es geht darum:
Tragen zu können – und sich tragen zu lassen.
Verantwortung zu übernehmen – und Unterstützung anzunehmen.
Nicht aus Schwäche. Sondern aus innerer Freiheit.
Wenn du spürst, dass du nicht mehr alles alleine tragen möchtest, du dir Zeit und Raum schenken willst, dann melde dich gerne telefonisch unter 0699/19238463 oder www.ursula-walli.at