EKG des Monats

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EKG des Monats "Das EKG hat alle Antworten, man muss nur die richtige Fragen stellen."

Hier ist ein "Bonbon" für EKG-freaks. Das EKG ist unabhängig vom Beschwerdebild des Patienten, es ist einfach l'art-pour...
25/10/2021

Hier ist ein "Bonbon" für EKG-freaks. Das EKG ist unabhängig vom Beschwerdebild des Patienten, es ist einfach l'art-pour-l'art spannend.

Was zeigt das EKG? Was ist das für ein Schrittmacher? Funktioniert er gut?

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EKG-Befund:
Grundrhythmus: normofrequenter Sinusrhythmus.
Frequenz (atrial, ventrikulär): ca 80bpm.
Lagetyp: Steiltyp.
QRS-Breite: schmale QRS-Komplexe.
RS-Umschlag in: V4.
ERBS: abgeflachte T-Wellen in aVL, sonst keine.
Auffälligkeiten: es gibt ein Spike zwischen der P-Welle und QRS-Komplex.

Lösung:
His-Bündel-paceing mit atrial getriggerter ventrikulären Stimulation. Anhand des EKGs funktioniert der Schrittmacher nicht fehlerhaft.
His-Bündel-paceing bedeutet, dass eine Elektrode mittels mapping auf das (oder in der Nähe des) His-Bündels gelegt wird. Hiermit entsteht kein pathologisches Depolarisationsmuster, wie zum Beispiel mit einer RV-Sonde, sondern die Erregung läuft über die physiologischen Bahn.
Sicherheitshalber kann eine RV-Sonde gelegt werden, da die Dyslokation eine relativ häufige Komplikation ist, jedoch wenn der Operateur große Erfahrung gesammelt hat, kann auf die Sicherheitssonde verzichtet werden. Die His-Bündel-Sonde hat meistens eine schlechte Sensing und hohe Reizschwellen, um die Sensing zu verbessern kann ebenfalls eine RV-Sonde gelegt werden. Hohe Reizschwelle bedeutet mehr Strom für die Stimulation, die Lebensdauer ist dementsprechend durchschnittlich kürzer als beim Schrittmacher mit RV-Stimulation.

Die aktuelle Leitlinien sind meine Meinung nach eher konservativ/restriktiv bzgl. der Indikation für His-Bündel-paceing. Die Indikation ist grundsätzlich bei AV-Knoten-Erkrankung mit voraussichtlich hohem paceing-Anteil (mind. 20%) bei nicht hochgradig eingeschränkter LVEF und schmalem QRS-Komplex (

Anamnese:Die 84-jährige Demenz-WG-Bewohnerin klagt seit ca. einer Stunde über starke Brustschmerzen. Sie ist agitiert, s...
08/10/2021

Anamnese:
Die 84-jährige Demenz-WG-Bewohnerin klagt seit ca. einer Stunde über starke Brustschmerzen. Sie ist agitiert, schreit laut nach Hilfe. In den Diagnosen ist eine Linkschenkelblock seit Jahren bekannt. Vom Notarzt wird ein 12-Kanal-EKG geschrieben.

Wie ist das EKG zu werten, handelt es sich um ein akutes Koronarsyndrom anhand des EKGs? Wie kann man einen STEMI bei Linkschenkelblock vermuten?

EKG-Befund:
Grundrhythmus: Sinusrhythmus
Frequenz: ca 80/Min
Lagetyp: überdrehter Linkstyp,
QRS-Breite: breite QRS-Komplexe
QRS-Morphologie: Linkschenkelblock
RS-Umschlag in: V4
ERBS: konkordante T-Wellen in I, V4-6.
ST-Hebung in I, V3-5. "Shark fin sign" ("Haiflosse-Zeichen") in V3.

Diagnose:
Anterolateraler STEMI (einen LAD-Verschluss entsprechend) bei Linksschenkelblock

Therapie:
Koronarangiographie mit Rekanalisation der LAD/RD1

Zusatzinformation:
Es handelt sich tatsächlich um einen STEMI. Bei Linkschenkelblock muss man die Sgarbossa-Kriterien kennen um einen STEMI zu erkennen.
Bei "normalem" Linkschenkelblock (also ohne STEMI) "schauen" die QRS-Komplexe und die T-Wellen in "unterschiedliche Richtungen": wenn der QRS-Komplex positiv ist (meistens I, aVL, V5-6), sind die T-Wellen negativ; wenn der QRS-Komplex negativ ist (meistens III, aVR, V1-3), sind die T-Wellen positiv.
In diesem EKG fällt es auf, dass der QRS-Komplex breit ist (also es handelt sich um einen Block), mit negativer V1-Ableitung (also einen Linkschenkelblock entsprechend), jedoch in den Ableitungen I, sowie V4-6 sind die QRS-Komplexe und T-Wellen konkordant (die "schauen in die selbe Richtung").
Darüber hinaus in V3 ist der J-Punkt >5mm über der Nulllinie.

Die Sgarbossa-Kriterien sind:
1. Hebung von mind. 1mm mit Konkordanz,
2. ST-Senkung von mind. 1mm mit Konkordanz in V1-3 (vergl. ST-Senkung wie bei RCx-STEMI ohne Linkschenkelblock),
3. Mind. 5mm Hebung bei Diskordanz.
Die erste zwei Punkte haben alleine eine Spezifizität von 90%. Der dritte Punkt allein ist jedoch dafür nicht ausreichend.
In unserem Fall werden 1. und 3. jedoch erfüllt. Es handelt sich also um einen STEMI. Die Veränderungen sind im anterolateralen Bereich, also ist eine Okklusion des LAD-Versorgungsgebietes zu vermuten. In unserem Fall war es tatsächlich eine dominante RD1.

Noch eine Auffälligkeit bringt uns zur Diagnose STEMI näher. Die Konfiguration der T-Welle in V3 erinnert uns an eine Haiflosse. Wenn der QRS-Komplex, ST-Segment und T-Welle ein einziges Dreieck formen (wie die Rückenflosse des Haifisches) wird im Englischen von "shark-fin-sign" gesprochen, welches als STEMI-Equivalent zu werten ist.

Nach der PCI war die Patientin beschwerdefrei, sie konnte zeitnah zurück ins Heim geschickt werden.
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Heute ist kein 12-Kanal-EKG, sondern ein Monitorausdruck zu analysieren. Anamnese:Die 81-jährige Patientin wird auf die ...
22/06/2021

Heute ist kein 12-Kanal-EKG, sondern ein Monitorausdruck zu analysieren.

Anamnese:
Die 81-jährige Patientin wird auf die Chest-Pain-Unit mit paroxysmalen Palpitationen aufgenommen. Sie hat für paar Minuten Herzrasen, die mehrmals am Tag auftreten. Die fangen plötzlich an und enden plötzlich. Sie muss anhalten, wenn die Beschwerden auftreten, sie entwickelt hierunter Luftnot, Unruhe und Unwohlsein, bzw. einen präkollaptischen Zustand.

Es sind mehrere Erkenntnisse festzustellen, aber gehen wir eins nach dem anderen durch. Was ist die Ursache der Palpitationen?

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Heute wird kein 12-Kanal-EKG zur Befundung dargestellt, sondern ein Langzeit-EKG. Anamnese:Der Patient wird konsiliarisc...
15/04/2021

Heute wird kein 12-Kanal-EKG zur Befundung dargestellt, sondern ein Langzeit-EKG.

Anamnese:
Der Patient wird konsiliarisch von der Neurologie vorgestellt, zur Befundung des Langzeit-EKGs. Der 70-jähriger Patient liegt auf der Stroke-Unit, hat einen MCA-Infarkt erlitten. Vorbekannt sind eine arterielle Hypertonie mit Monotherapie und ca. 30 pack-years Nikotinkonsum.

Was ist die Ursache des Schlaganfalls?

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EKG-Befund:
Es sind mehrere Plateau-Phasen im Frequenzprofil mit plötzlichem Anfang und Ende.
Die Ausschnitte aus der Plateau-Phasen zeigen eine unregelmäßige Tachykardie, ohne sichere P-Wellen, a.e. Vorhofflimmern-Phasen entsprechend. Ausserhalb der Plateau-Phasen ist ein normofrequenter Sinusrhythmus zu detektieren.
Es wurden mehrere Konversionen dokumentiert, mit dementsprechenden nicht-signifikanten präautomatischen Pausen.

Diagnose:
Paroxysmales Vorhofflimmern

Anamnese:Der 46-jähriger Patient stellt sich selbständig im Krankenhaus vor, er habe seit ca. halbe Stunde starke Brusts...
04/12/2020

Anamnese:
Der 46-jähriger Patient stellt sich selbständig im Krankenhaus vor, er habe seit ca. halbe Stunde starke Brustschmerzen, die gleich seien wie damals vor sechs Jahren beim Herzinfarkt (damals medialer LAD-STEMI). Er ist kaltschweißig, leidend, jedoch normoton und normofrequent mit einer guten peripheren Sättigung. Nach Nachfrage berichtet er, dass er ASS vor 2-3 Wochen selbstständig abgesetzt habe.
Es wird ein EKG geschrieben (Nr. 1). Der Patient wird in einem Krankenhaus mit Herzkatheterlabor zur Verlegung angeboten. Es wird ein Verlaufs-EKG vor der Verlegung geschrieben (Nr. 2). Der Patient wird notfallmässig in das zweite Krankenhaus verlegt. Es wird ein Aufnahme-EKG im zweiten Krankenhaus geschrieben (Nr. 3). Er erhielt ASS und Heparin i.v. Er wurde demnach in das Katheterlabor verlegt.

Was zeigt das erste EKG? Was zeigt das zweite EKG? Welche Pathologien sind zu erkennen? (Das dritte EKG liefert beim Zweifel die Antworten...) Was ist nun zu tun? Welches Gefäß ist betroffen?

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Anamnese:Der ca 75-jähriger Patient wird kurz vorm Winter an einem kalten Abend mit der Feuerwehr in die Rettungsstelle ...
24/11/2020

Anamnese:
Der ca 75-jähriger Patient wird kurz vorm Winter an einem kalten Abend mit der Feuerwehr in die Rettungsstelle gebracht. Die Eigenanamnese ist nicht möglich, der Patient ist zwar wach und fixiert mit den Augen, er spricht jedoch nicht. Er ist hilflos auf der Strasse liegend vorgefunden, und besorgte Passanten hatten die Feuerwehr alarmiert.
Es wird ein EKG geschrieben, hier sind die Brustwandableitungen zu sehen.

Was zeigt das EKG? Welchen Vitalparameter sollte man unverzüglich messen?

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Anamnese:Die Patientin hat einen neuen Schrittmacher bekommen bei AV-Block II° mit chronotroper Inkompetenz. Die Implant...
07/09/2020

Anamnese:
Die Patientin hat einen neuen Schrittmacher bekommen bei AV-Block II° mit chronotroper Inkompetenz. Die Implantation der atrialen Sonde gestaltete sich schwierig, bei der Sensingmessung konnten nur schlechte Werte registriert werden.
Nun habe sie Brustschmerzen bei bekannter KHK, es wird ein EKG geschrieben.

Was zeigt das EKG? Funktioniert der Schrittmacher richtig?

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Fall Nr. 10Anamnese:Der 66-jähriger Patient stellt sich wegen Herzrasen und thorakalen Beschwerden beim Tennis-spielen v...
03/07/2020

Fall Nr. 10

Anamnese:
Der 66-jähriger Patient stellt sich wegen Herzrasen und thorakalen Beschwerden beim Tennis-spielen vor. Er habe öfter solche Attacken, nun konnte er aber nicht weiterspielen. Als Vorerkrankung ist eine arterielle Hypertonie bekannt, welche mit Candesartan/HCT behandelt wird.
Aktuell ist im EKG eine starrfrequente schmal-QRS-Tachykardie festzustellen. Ein Adenosin-Test wird durchgeführt. Was zeigt dieses EKG?

Was ist der Grundrhythmus? (Kleine Ergänzung: was ist der Grundrhythmus am Anfang der Pause? Und am Ende der Pause?)

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Fall Nr. 9Anamnese:Der 23-jährige Patient stellt sich in der Rhythmusambulanz wegen anfallsartigen Palpitationen vor. Di...
12/06/2020

Fall Nr. 9

Anamnese:
Der 23-jährige Patient stellt sich in der Rhythmusambulanz wegen anfallsartigen Palpitationen vor.
Dieses EKG wird aktuell geschrieben.
Was ist die Ursache der Palpitationen? Für fortgeschrittene: wo liegt die?

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Fall Nr. 8Anamnese:Der 67-jährige Patient kommt zur regulären Schrittmacherkontrolle. Nach Nachfrage berichtet er über B...
13/03/2020

Fall Nr. 8

Anamnese:
Der 67-jährige Patient kommt zur regulären Schrittmacherkontrolle. Nach Nachfrage berichtet er über Belastungsknick mit Belastungsluftnot seit ca zwei Wochen.
Er hat vor ca. drei Monaten einen DDD-Schrittmacher bekommen wegen intermittierendem AV-Block II°. In der aktuellen Messung hat sich die atriale Sensing deutlich verschlechtert, die sonstige Werte sind aber stabil und im guten Bereich.

Was zeigt das EKG? Wie verfährt man weiter?
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Fall Nr. 7. Anamnese:Der 64-jährige Patient kommt wegen stärksten Brustschmerzen seit ca eine Stunde mit Notarzt-Begleit...
06/03/2020

Fall Nr. 7.

Anamnese:
Der 64-jährige Patient kommt wegen stärksten Brustschmerzen seit ca eine Stunde mit Notarzt-Begleitung in die Rettungsstelle. An kardiovaskulären Risikofaktoren bietet er eine arterielle Hypertonie. Der Patient ist kaltschweissig, er sieht gräulich im Gesicht aus. Die Vitalparameter sind stabil.

Was zeigt das EKG? Wie ist dieses EKG zu werten? Welches Gefäß ist betroffen?
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Fall Nr. 6Anamnese:Der 60-jährige Patient wird kurz nach dem Silvesterfeier mit Notarzt in die Rettungsstelle gebracht. ...
03/03/2020

Fall Nr. 6

Anamnese:
Der 60-jährige Patient wird kurz nach dem Silvesterfeier mit Notarzt in die Rettungsstelle gebracht. Die Anamnese ist etwas erschwert bei Sprachbarriere und alkoholisiertem Patient, der wohl eine Flasche Wodka getrunken habe. Er habe starke Brustschmerzen, die Dauer kann er nicht genau angeben.

Welche pathologische Befunde sind im EKG zu erkennen? Was ist der Grundrhythmus, gibt es P-Wellen, und falls ja, dann wo sind die? Gibt es ein Zusammenhang zwischen den Hauptbefund und den Grundrhythmus?

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