04/01/2026
❗Warum ein neues Alzheimer-Medikament NICHT von der Krankenkasse bezahlt wird – und was das mit der Transkraniellen Pulsstimulation (TPS) zu tun hat 🧠
Viele Menschen glauben: Wenn ein Medikament zugelassen ist, zahlt automatisch die gesetzliche Krankenkasse. 😇
👉 Doch genau das stimmt nicht! Ein aktueller Bericht des Tagesspiegel zeigt das am Beispiel des neuen Alzheimer-Medikaments Lecanemab sehr deutlich.
💊 Lecanemab – was ist passiert?
Lecanemab ist ein neues Medikament gegen Alzheimer. Kosten: rund 25.000 Euro pro Patient und Jahr – nur für das Medikament 💵! Hinzu kommen weitere Kosten, etwa für regelmäßige MRT-Untersuchungen, Arztbesuche und Kontrollen.
➡️ Aber: Lecanemab wird voraussichtlich NICHT von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.
Warum? 🧠 Wer entscheidet eigentlich darüber? Was die meisten nicht wissen 😈: In Deutschland entscheiden zwei Institutionen, ob eine neue Therapie von den Krankenkassen übernommen wird:
🏛️ der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) - das wichtigste Entscheidungsgremium im Gesundheitssystem. Dort sitzen Vertreter von Krankenkassen, Ärzten und Kliniken – und der Politik.
Der G-BA entscheidet am Ende: 👉 Ja, die Kasse zahlt – oder Nein, sie zahlt nicht.
🔬 Dann haben wir das „Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen“ (IQWiG). Das IQWiG prüft für den G-BA die Studienlage. Es fragt nicht: Wirkt etwas bei einzelnen Menschen?
Sondern: 👉 Gibt es einen klar belegten Zusatznutzen im Vergleich zur bisherigen Standardtherapie – statistisch messbar?
👉 Nur wenn das IQWiG einen solchen Zusatznutzen bestätigt, hat der G-BA überhaupt eine Grundlage für eine Kostenübernahme.
Und genau hier liegt der Knackpunkt. ⚖️ Das Ergebnis bei Lecanemab ist negativ. Das IQWiG sagt:
⚕️Kein belegter Zusatznutzen gegenüber der bisherigen Standardtherapie
⚕️Wirkung: statistisch messbar – für die Betroffenen im Alltag aber nicht spürbar
⚕️Nebenwirkungen: höchst relevant
➡️ Folge: Keine automatische Kostenübernahme durch die Krankenkassen.
⚡ Und jetzt der Vergleich, über den kaum gesprochen wird:
💊 Lecanemab kostet also ca. 25.000 € pro Jahr, relevante Nebenwirkungen durchaus möglich. Nutzen: nur rein statistisch, da die Wirkung der Infusions-Therapie für die Patienten eben nicht spürbar ist (es geht um Amyloid-Abbau, nicht um die Verbesserung des Krankheitszustandes 😈).
🧠 Und dann haben wir unsere Transkranielle Pulsstimulation (TPS): ca. 2.000–3.000 € für eine 6-teilige Behandlung, kaum je Nebenwirkungen und wenn, dann leicht und vorübergehend.
Die TPS bringt vielen Alzheimer-Patienten spürbare Effekte und stoppt bzw. verzögert den Krankheitsverlauf. Dies zeigen über 60 Studien, dies zeigen die Behandlungen tausender Betroffener.
💡 Und dafür 2.000–3.000 Euro. ➡️ Das ist weniger, als viele Alzheimer-Betroffene in einem einzigen Monat als Eigenanteil im Pflegeheim zahlen müssen.
Und trotzdem glaubt der, pardon, „Durchschnittsbürger“ oft:
„Die TPS wird nicht bezahlt, weil sie nicht wirkt.“
❌ Das ist falsch.
Sie wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt,
👉 weil nicht-medikamentöse Therapien im System deutlich schlechter gestellt sind,
👉 weil Medizintechnik keine milliardenschwere Lobby wie die Pharmaindustrie hat,
👉 und weil politische Entscheidungen oft nicht das widerspiegeln, was Patienten und Angehörige real erleben bzw. brauchen.
➡️ Doch immerhin übernehmen mehr und mehr private Krankenkassen die Kosten für die TPS – denn nüchtern gesagt: Ein Pflegefall kommt sehr viel teurer.
🧠💬 Unser Fazit: Es geht hier nicht um das „entweder/oder“ -also entweder Medikamente oder andere Therapien. Es geht um Ehrlichkeit, Transparenz und echte Hilfe für Betroffene.
👉 Was zählt mehr? Statistische Effekte auf dem Papier – oder das, was Menschen mit Alzheimer wirklich im Alltag helfen kann?
Fazit 🧠: Wer also trotz aller Aufklärung – denn die Medien haben das Thema Lecanemab ausführlich und kritisch behandelt 🎺 – unbedingt eine Lecanemab-Behandlung anstrebt, der muss eben künftig sehr tief in die Tasche greifen 💶. Bei diesen Beträgen ist das echte 2-Klassen-Medizin.
Hier geht es zum Bericht im TAGESSPIEGEL:
https://www.tagesspiegel.de/gesundheit/wohl-keine-kassenerstattung-fur-lecanemab-institut-sieht-keinen-zusatznutzen-bei-behandlung-von-fruhem-alzheimer-15090239.html
Ein Urteil des Kölner Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit zum Alzheimer-Medikament Lecanemab erschwert dessen Kostenübernahme durch die Krankenkassen. Experten warnen nun vor einer Zwei-Klassen-Medizin.