11/04/2026
Durch harte Disziplin kann man alles erreichen. Man muss es nur wollen. Für manche Bereiche im Leben mag das stimmen. Aber unliebsam gewordene Situationen sind ja selten über Nacht entstanden. Man wacht ja nicht eines Morgens auf und merkt, dass man 5, 10 oder 30 Kilo zu viel auf den Hüften hat. Oder die Kondition plötzlich futsch ist. Oder das Zerdenken -neudeutsch Overthinking - eine gewisse Eigendynamik entwickelt hat.
Das sind alles Prozesse und Routinen, die ohne großartigen Aufwand ihren Dienst verrichten, weil irgendwelche Erfahrungen in der Vergangenheit diese Idee für die einzige Lösung entschieden haben. Um beispielsweise Sicherheit zu gewinnen, oder eine "dicke Haut" zu schaffen. Oder was auch immer deine einzigartige Idee hinter dem Muster ist.
Disziplin bedeutet für mich, Energie in einen Prozess zu stecken, um Momentum aufzubauen. Wie ein liegen gebliebenes Auto anschieben, damit es sich fortbewegt. Wenn es mal rollt, ist es weniger kraftaufwändiger. Wenn ich Leute beobachte, die von Diäten oder Diätversuchen erzählen, fühlt es sich so an, als wär hier teilweise ein innerer Konflikt zwischen "Ich will schlank und fit sein" und "Die Pizza schmeckt doch so gut". Hier ist auch der potentielle Faktor für den Jojo-Effekt. Erst hat man den gewünschten Erfolg, dann lässt man nach und fällt in alte Muster zurück. Ich kenn diese Rückfälle von meinen früheren Versuchen, mit dem Rauchen aufzuhören.
Dieser innere Konflikt ist außerdem kein Grundrauschen, das sonst keinen Einfluss auf dich haben könnte. Es raubt still und heimlich auch Energie, macht müde. Es fühlt sich vielleicht auch fast so an, als wolle der alte Einfluss einen einfach ausbremsen, um den Erfolg zu verhindern. Erfolg wäre dann ja dann damit gleichzusetzen, dass dieser Einfluss überflüssig ist. Und das mögen die von sich überzeugten Teile überhaupt nicht. Die haben ihre Aufgabe und diese Programme werden ausgeführt, um aus deren Sicht dich zu schützen.
Wo soll die Reise der gewünschten Veränderung hinführen? Von wo startest du? Das sind im Grunde die beiden einzigen Fragen, die du brauchst, um von A nach B zu kommen. Den Rest erledigt dein höchster mentaler Begleiter: dein Bauchgefühl.
Das Spannende daran: es gibt keinen Jojo-Effekt, keinen Rückfall in alte Muster. Die Einflüsse haben ein Update erfahren und dadurch brauchts kein Festhalten an alten Mustern. Es gibt nun andere Ressourcen und Erfahrungen, auf die deine innere Steuerungszentrale zugreifen kann.
Nicht nur das. Der innere Konflikt und Energieraub fällt ebenso weg. Alle Energie fließt in eine Richtung. In die deines Erfolgs.
Oder anders betrachtet: Wie viel Disziplin benötigst du, um deine alte Gewohnheit am Laufen zu halten? Wie viel bewusste Entscheidungskraft braucht ein Raucher, um zur Zigarette zu greifen? Wie viel bewusste Entscheidungskraft braucht jemand, um sich eine Tafel Schokolade oder eine Tüte Chips zu gönnen? Wie viel bewusste Entscheidungskraft braucht jemand, um das Overthinking zu beginnen? Und wie viel davon ist einfach Routine? Gewohnheit? Ein konditioniertes Muster, das auf irgendeine - nicht direkt auf dem ersten Blick sichtbaren - Nutzen in deinem Leben hat?
Disziplin ist eine sehr wertvolle Fähigkeit, die man im Leben braucht. Diese kann man wie einen Muskel auch trainieren.
Es gibt eben auch Themen, die man anders bewältigen kann.
Hypnose ist aus meiner Sicht nie die einzige Möglichkeit, seine Muster oder sein Leben zu ändern.
Hypnose ist aber ein sehr mächtiges Werkzeug, das für viele Leute die richtige Lösung sein kann.
Eine der wichtigsten Erkenntnisse, die ich in meinen Sitzungen erleben durfte:
Sich selbst die Erlaubnis zu geben, Veränderung anzunehmen und zuzulassen.
Das ist weit weg von "wollen" und "müssen".
Das ist die Basis, auf die der angestrebte Erfolg fußt.
Bis morgen ;)