31/12/2025
2026 öffnet sich nicht nach außen, sondern nach innen.
Es ist ein Jahr, das leise spricht und wartet, bis wir still genug sind, es zu hören. Der große Lärm der Welt verliert an Kraft, nicht weil er verschwindet, sondern weil sich etwas in den Menschen neu ausrichtet.
In diesem Jahr geschieht das Wesentliche im kleinen Raum.
Nicht in Weite und Größe, sondern dort, wo wenige zusammenkommen und jede Anwesenheit Gewicht hat. Wo Blicke sich halten können, wo Worte gehört werden und Stille ihren Platz hat. Begegnung wird aufrichtig. Präsenz wird spürbar. Was dort geteilt wird, wirkt weiter, als es zunächst scheint.
Erdung ist ganz wichtig um bei sich zu bleiben und sich zu spüren.
Es zeigt sich darin, wie Menschen zuhören, wie sie entscheiden, wie sie sich geben. Das Licht will nicht mehr erklärt werden, es will gelebt werden – in der Art, wie Verantwortung übernommen wird, wie Grenzen geachtet werden, wie Nähe zugelassen wird.
Viele werden eingeladen, ihr inneres Feld bewusster zu halten.
Nicht durch Rückzug, sondern durch Klarheit. Beziehungen ordnen sich leise. Manche lösen sich, ohne zu verletzen. Andere werden tiefer, weil sie nichts mehr darstellen müssen.
Die Zeitqualität ist langsam und prüfend.
Geduld ist kein Stillstand, sondern ein aufmerksames Dabeibleiben. Wege zeigen sich erst im Gehen, Räume erst im Betreten. Wer dem eigenen Rhythmus vertraut, wird geführt – ruhig, verlässlich, Schritt für Schritt.
Das Geschenk von 2026 ist ein stilles Erinnern:
Dass das Wesentliche nah ist.
Dass Tiefe dort entsteht, wo Menschen sich im kleinen Raum begegnen und bereit sind, einander wirklich zu sehen.
Was in diesem Jahr in solcher Weise wächst, wird weiter getragen – über dieses Jahr hinaus.
🍀 #2026