12/02/2026
❄️ Das Thema Unterkühlung wird in vielen Erste Hilfe Trainings oft nur am Rande behandelt. Auch wenn der Notfall sich eher schleichend entwickelt, handelt es sich um mehr als nur „Frieren“ und ist kein seltenes Extremereignis.
🥶 Mit sinkender Körperkerntemperatur verändern sich Verhalten, Wahrnehmung und schließlich auch lebenswichtige Körperfunktionen – ein potenziell lebensbedrohlicher Zustand. Entscheidend ist, die Warnzeichen zu erkennen und die Maßnahmen dem jeweiligen Stadium anzupassen.
Medizinisch wird Unterkühlung in vier Stadien eingeteilt:
1️⃣ Leichte Unterkühlung – Erregungsstadium (34–36 °C)
Muskelzittern, blasse/zyanotische Haut, schnelle Atmung
→ Bewegung möglich, warme gezuckerte Getränke (kein Alkohol), medizinische Abklärung empfohlen
2️⃣ Moderate Unterkühlung – Erschöpfungsstadium (30–34 °C)
Kein Zittern, Müdigkeit, verlangsamte Atmung, teilweise Wärmegefühl („Kälteidiotie“)
→ Nicht mehr bewegen, nicht reiben, flach lagern, wenn möglich warme gezuckerte Getränke, Notruf
3️⃣ Schwere Unterkühlung – Lähmungsstadium (27–30 °C)
Stark reduzierte Atmung, fehlende Schmerzreaktion, zunehmende Bewusstseinseintrübung
→ Schonend behandeln, stabile Seitenlage bei Bewusstlosigkeit, nichts trinken lassen, Notruf
4️⃣ Scheintod – Endstadium (