Wilde Kräuter und Heilpflanzen

Wilde Kräuter und Heilpflanzen Die Heilpflanzenseite der team sante Salvator Apotheke Eisenstadt. Unser Wissen über die Wirkung der Heilpflanzen und deren Anwendung.

04/07/2025

Akutberatung an Wochenenden & Feiertagen
Die Bereitschaftsliste findet ihr auf unserer Homepage, unter Arztsuche: homoeopathie.at/arztsuche

⏰ Beratungszeiten:
Samstag: 10:00–12:00 Uhr & 17:00–18:00 Uhr
Sonn- und Feiertage: 10:00–12:00 Uhr

📞 Ablauf der Beratung:
In einem etwa 10–15-minütigen Telefongespräch erfolgt eine gezielte Akutanamnese mit anschließender Auswahl eines passenden Arzneimittels.

💳 Kosten:
45 € pro Beratung
Die Abrechnung erfolgt direkt mit dem/der Patient:in

19/02/2025
Mein Favorit bei Erkältungen: Mädesüss- Tee
29/10/2023

Mein Favorit bei Erkältungen: Mädesüss- Tee

Aspirin, welch ein Welterfolg der Pharmazie!

Schmerzen? Unseren Vorfahren blieb damals nichts anderes, als sich Linderung aus der Natur zu beschaffen. Und genau eine dieser Pflanzen war der Ausgangspunkt zur Synthese des Aspirins, das heute noch den Namen dieser Blume in sich birgt:

Das Mädesüß…

…kein süßes Mädchen!

Die Ursprünge und Herleitungen unserer deutschen Pflanzennamen sind oftmals vordergründig nur schwer nachvollziehbar. Was mag etwa unser allseits bekanntes Mädesüß mit dem süßen Liebreiz eines Mädchens zu tun haben? In diesem Falle gar nichts! Vielmehr ist hier ein alter skandinavischer Name der Pflanze (nordisch: meduwurti) über das niederdeutsche medesoet im Deutschen zu Mädesüß verballhornt worden.
Eigentlich bedeutet der nordische Name zu deutsch Metwurz, haben doch die alten Nordmänner die stark duftenden Blüten ihrem Honigwein (Met) zugesetzt, um diesem einen angenehmen Geschmack zu verleihen. In England kam man auf diesem Wege zur ähnlich klingenden Abwandlung Meadowsweet (wörtlich: Wiesensüß) für unsere schöne Blume.

Blätter wie Ulmen…

Unser Mädesüß ist ein europäisch-asiatisches Florenelement, im Mittelmeerraum allerdings zu antiken Zeiten nicht verbreitet, weshalb es in den antiken Schriften keine Erwähnung findet. In unserer Region kommt die an Bodennässe gebundene Pflanze recht häufig in Auwäldern, an Ufern und in feuchten Wiesen vor. Ihr weiterer Name Rüsterstaude bezieht sich vermutlich auf die Ähnlichkeit der Zähnung ihrer Blattfiedern mit derjenigen von Ulmenblättern (Ulme = Rüster). Jedenfalls nimmt ihre wissenschaftliche Bezeichnung Filipendula ulmaria auf diesen deutschen Namen Bezug.
Der Ursprung des Gattungsnamens Filipendula basiert allerdings auf einer anderen Art, nämlich der Knolligen Rüsterstaude oder Erdeichel (Filipendula hexapetala), wegen deren an langen Wurzelfäden hängenden Knollen (an Fäden hängend: lateinisch: filipendula).
Wichtig (vgl. unten): Vor Jahren kannte die Wissenschaft unserer Blume noch unter dem Synonym: Spiraea ulmaria.

Ein Frauenkraut…

Der süße Duft der Blüten war unseren Vorfahren neben dem Aromatisieren von Met, Bier und Wein auch zum Einreiben ihrer Bienenstöcke von Nutzen, damit die Bienen ihr neues Zuhause leichter annehmen sollten. Alte Namen, wie Allerweltheel (Allerweltsheil) oder Föiwerkraut (Fieberkraut), belegen, dass das Mädesüß bereits seit langer Zeit als Heilpflanze genutzt wird. Insbesondere bei den so genannten Frauenleiden fanden die Blüten ihre Anwendung, vom Volksmund festgehalten durch alte Namensgebungen wie Frauwenkrud oder Bärmutterstrauss.

Aspirin, der Name der Blume…

Wenn sie auch heute nur noch eine recht unbedeutende Rolle in Schul- und Volksmedizin bei grippalen und rheumatischen Beschwerden spielt, so war sie doch der Ausgangspunkt für die außergewöhnliche Erfolgsgeschichte eines weltberühmten Arzneistoffes. Im Jahre 1839 wurde aus den Blütenknospen des Mädesüßes die Salicylsäure isoliert, benannt nach dem Salicin, einem ähnlichen Inhaltsstoff aus der Rinde einiger Weidenarten (botanische Gattung: Salix). In dem Wissen um die schmerzlindernde Wirkung des Mädesüßes und der Weidenrinde erkannte man diese Substanz schließlich als deren eigentlichen Wirkstoff.
Allerdings hatte die Salicylsäure einige unangenehme Nebenwirkungen. Eine kleine chemische Abwandlung dieses Stoffes im Hause der deutschen Chemiefirma Bayer ergab die Acetyl-Salicylsäure, welche sich als pharmakologisch noch wirksamer und mit weniger Nebenwirkungen behaftet erwies. 1899 brachte Bayer dieses Produkt als neues Schmerzmittel unter der Bezeichnung „Aspirin“ heraus, ein Markenname, der weltweite Beachtung erlangen sollte. Seine Zusammensetzung aus dem „A“ des Wirkstoffs Acetylsalicylsäure und „Spirin“ von Spiraea, soll an diesen alten botanischen Namen der Ausgangspflanze, unser Mädesüß, erinnern.

Fotos und Text: Wolfgang Stein, Saarbrücken

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22/06/2023

Berlin, 21. Juni 2023. Hypericum perforatum, Johanniskraut, wird in Teil 31 der Serie über homöopathische Arzneimittel des Bundesverbandes Patienten für Homöopathie (BPH) vorgestellt. Jeden Mittwoch gibt es ein weiteres Arzneimittelbild von A bis Z. So stellen wir insgesamt 57 in der Homöopathi...

21/06/2023

21. Juni: Sommersonnenwende…
..welch ein bedeutsames Datum in nahezu allen Hochkulturen der Erde. Auch hierzulande war sie einst ein solch gefeiertes Ereignis, dass ihr eigens eine Blume gewidmet war…

Das Johanniskaut, Hypericum perforatum

Unvorstellbar heilsam?

Als „Hyperikón“ bezeichnete der griechische Arzt Dioskurides das Johanniskraut zur Zeit der Antike, was manche Sprachwissenschaftler etwas nüchtern als „unter (hypo) dem Heidekraut (erikón) wachsend“ deuten. Andere sehen den Begriff zusammengesetzt aus „hypér“ (über) und „eíkon“ (Bild, Vorstellung). Vielleicht wollte der Grieche damit zum Ausdruck bringen, dass ihm die Heilkraft des Johanniskrautes über jedwedes Vorstellungsvermögen ging. Der römische Schriftgelehrte Plinius wandelte diese Benennung schließlich ins lateinische Hypericum, welche die botanische Wissenschaft heute noch für das Johanniskraut verwendet.

Dem Teufel ein sichtbares Ärgernis…

Von den vielen heimischen Arten ist Hypericum perforatum das Häufigste und wird als das Echte Johanniskraut schlechthin angesehen. Die lateinische Artbezeichnung „perforatum“ bedeutet zu deutsch wörtlich „durchlöchert“ und bezieht sich auf die mit kleinen, durchscheinenden Punkten (pflanzliche Ölkörper) versehenen Blätter. Ein Foto davon zeige ich Euch in meinem Kommentar. Der Legende nach entstammen diese Löcher übrigens einem Wutausbruch des Satans, welcher sich über die hexen- und teufelabwehrenden Kräfte dieser auch als Hexenkraut und Jageteufel bezeichneten Pflanze allzu sehr ärgerte und sie mit hunderten Nadelstichen traktierte.

Sommersonnenwende und Johannistag…

Unser Echtes Johanniskraut blüht um das bedeutsame Datum der Sommersonnenwende und war daher bereits unseren germanischen Vorfahren ein wichtiges Kraut. So trug man beim Tanz um das Sonnenwendfeuer Kränze aus Johanniskraut, welche nach der Feier auf die Hausdächer geworfen wurden, um die bösen Dämonen aus dem Heim zu verbannen. Den roten Saft, welcher sich aus den gelben Blütenknospen pressen lässt, wurde von den Christen als Blutstropfen Johannes des Täufers gedeutet. Dadurch erhielt die Pflanze ihren heutigen deutschen Namen. Das ursprünglich heidnische Sonnenwendfest wurde nunmehr diesem Heiligen geweiht und der Johannistag auf den 24. Juni festgelegt.

Alter Glaube versus neues Wissen…

Der alte Aberglaube, welcher sich um diese mystische Pflanze rankte, war aber nur schwer aus den Köpfen unserer Vorfahren zu verbannen. So galt die Pflanze lange Zeit noch als bedeutsame Orakelblume. In Thüringen stellte man so viele Blütenzweige, wie Menschen im Hause wohnten, in ein besonderes Glas. Derjenige, dessen Zweig zuerst verwelkte, sollte auch als Nächster sterben. Am Aufblühen bzw. Verwelken eines Blütentriebes erkannten die Mädchen, ob sie im laufenden Jahr noch einen Freier finden werden oder eben nicht. Auch die Farbe des aus den Blüten gedrückten Saftes (rot oder grau) gab Auskunft über zu erwartendes Glück. „Bist mir gut, gibst mir Blut; bist mir gram, gibst mir Schlamm“ sprach der Volksmund in Schlesien. Das Bestreichen eines Gewehrlaufes mit dem Pflanzensaft verhieß unfehlbare Treffsicherheit.
Die in der Volksmedizin schon seit alters her genutzte und auch in der heutigen Schulmedizin hinreichend anerkannte, beruhigende und antidepressive Heilwirkung des Johanniskrautes sollte natürlich nicht unerwähnt bleiben.

Sag die „Wahrheit“…

Bedeutung hatte das zauberhafte Kraut sogar zur finsteren Zeit der Inquisition. Ein Trank aus Distelsamen und Johanniskraut sollte alle Gewalt des Teufels aus den Gefolterten vertreiben und diese somit zwingen, die Wahrheit zu sagen.

Fotos und Text: Wolfgang Stein, Saarbrücken

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Eure Autorinnen Lilian, Sarah und Wolfgang

02/10/2021

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Kennst Du schon die wunderbaren Duftkreationen von Steppenduft ❤️? Reine ätherische Öle, sorgfältig und mit viel Liebe zu einzigartigen Raumsprays verarbeitet! Jetzt neu bei uns in der Team Sante Salvator Apotheke 😊 Du wirst begeistert sein!

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