04/02/2026
Gute Nachrichten zum Weltkrebstag: Immer öfter ist es bei einer lebensrettenden, aber fertilitätsschädigenden Krebstherapie möglich, die Fruchtbarkeit zu erhalten. Moderne Methoden des Fertilitätserhalts, allen voran die Kryokonservierung von Eizellen, Spermien oder Gewebe, eröffnen vielen Patient*innen realistische Perspektiven für eine spätere eigene Familie. 🎗️
„Fertilitätsprotektion bedeutet immer auch den Blick nach vorne – sie steht für Hoffnung auf ein gutes, normales Leben nach der Erkrankung“, betont Martina Kollmann, Leiterin des Kinderwunschzentrums am Uniklinikum Graz.
Heute ist die Aufklärung über fertilitätserhaltende Maßnahmen fest in medizinischen Leitlinien verankert: Patient*innen müssen vor Beginn einer potenziell fertilitätsschädigenden Therapie, wie etwa einer Strahlen- oder Chemotherapie, informiert und beraten werden. Diese Gespräche verlaufen je nach konkreter Situation der Patient*innen individuell. Sowohl nach oben, als auch nach unten gibt es im Rahmen der realistischen Möglichkeiten keine starre Altersgrenze. Die Erfahrung am Uniklinikum Graz zeigt: Auch sehr junge und sogar jugendliche Patient*innen nehmen das Gesprächsangebot zur Fertilitätsprotektion sehr positiv auf und entscheiden sich häufig für fertilitätserhaltende Maßnahmen.
Das Uniklinikum Graz ist die einzige Einrichtung in der KAGes, die Kryokonservierung anbietet. Aktuell werden rund 1.000 Eizellen, Embryonen beziehungsweise Proben von Eierstockgewebe sowie etwa 1.000 Samenzellenproben gelagert. „Viele Patient*innen erleben neben der Krebserkrankung auch den möglichen Verlust der Fruchtbarkeit als tiefgreifende zusätzliche Belastung, die ihre Zukunftsvorstellungen erheblich beeinträchtigt“, sagt Kollmann. Genau hier setzt die Fertilitätsprotektion an. Sie ist mehr als eine medizinische Maßnahme – sie ist ein Zeichen dafür, dass nach dem Krebs ein Leben wartet. 💚
Alle Infos gibt's hier: https://www.uniklinikumgraz.at/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung-53
📷 LKH-Univ. Klinikum Graz / Kanizaj