02/01/2026
Was sind eigentlich eure Neujahrsvorsätze?
Und Hand aufs Herz: Macht es wirklich Sinn, sich jedes Jahr etwas „vorzunehmen“?
➡️ Wir leben in einer Zeit, in der uns ständig suggeriert wird, man könne sich Gesundheit und Langlebigkeit einfach kaufen – mit Infusionen, Vitaminen oder fraglichen, teuren Interventionen.
Wir wissen aber, dass der größte Hebel nicht im „Longevity-Markt“ sondern im Alltag – in Routinen, Entscheidungen und Gewohnheiten liegt.
🍄 Brauchen wir Neujahrsvorsätze überhaupt?
Ja – wenn sie realistisch, konkret und alltagstauglich sind.
Studien zeigen, dass Vorsätze deutlich besser funktionieren, wenn sie konkrete Verhaltensschritte beschreiben (zB 3× pro Woche 20 Minuten gehen) statt vager Ziele wie einfach „gesünder leben“.
💡 Nachhaltige Veränderungen gelingen daher eher, wenn man:
• klein und überschaubar startet
• Fortschritte sichtbar macht (App, Kalender, Tagebuch)
• soziale Unterstützung nutzt
👉 Was bringt wirklich etwas?
Große Effekte entstehen oft aus unspektakulären, aber konsequenten Veränderungen:
• Weniger Alkohol
Schon eine Reduktion senkt Blutdruck und langfristige kardiovaskuläre Risiken. Medizinisch gibt es keinen gesundheitlichen Grund für regelmäßigen Alkoholkonsum.
• Rauchstopp
Eine der wirksamsten Präventionsmaßnahmen überhaupt. Ein erheblicher Anteil vorzeitiger Todesfälle wäre durch Nichtrauchen vermeidbar.
• Bewegung wiederentdecken
Bereits 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche (z. B. flottes Gehen) senken das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, einige Krebsarten, Depressionen und vorzeitige Sterblichkeit deutlich (WHO / PMC).
• Mehr Ballaststoffe & pflanzliche Ernährung
Eine höhere Ballaststoffzufuhr ist mit deutlich niedrigerer Gesamt- und Herz-Kreislauf-Mortalität assoziiert. Schon etwa 25 - 30 g pro Tag zeigen messbare Vorteile.
👉 Science-Fakt:
In großen Bevölkerungsstudien lassen sich rund 40–70 % kardiovaskulärer Todesfälle auf eine Kombination aus Rauchen, Bewegungsmangel, ungesunder Ernährung und Übergewicht zurückführen – alles Faktoren, die beeinflussbar sind.
Warum Vorsorge so wichtig ist
👉 Geht zur Vorsorgeuntersuchung.
Regelmäßige Checks helfen, Bluthochdruck, Prädiabetes, Fettstoffwechselstörungen & Co früh zu erkennen – bevor sie Schäden verursachen. Strukturierte Vorsorgeprogramme zeigen mehr früh erkannte Risikofaktoren und bessere langfristige Herz-Kreislauf-Prognosen.
❓Was heißt das für mich persönlich?
Ich merke eindeutig, dass ich mehr Entspannung brauche, meinen Stress reduzieren muss 😅 -
und dass Krafttraining wieder fixer Bestandteil meines Alltags sein sollte.
Studien zeigen, dass Krafttraining Muskelabbau, Stürzen und Funktionsverlust entgegenwirkt und mit niedrigerer Sterblichkeit im Alter assoziiert ist.
Ja, auch ich spüre mein Alter- aber man kann sehr viel dafür tun, wie man sich fühlt – körperlich, mental und sozial.
Und nein – man muss nicht immer vernünftig leben.
Aber zu wissen, was unserem Körper guttut und wo Risiken liegen, hilft dabei, bewusste Entscheidungen zu treffen.
In diesem Sinne war ich heute schon eine große Runde im Wald und am Nachmittag steht ein kleines Krafttraining am Programm.
Was habt ihr euch vorgenommen?