02/04/2026
Heute, am Welt-Autismus-Tag nehmen wir einmal die Mütter in den Blick. So schwierig es für die Kinder und Erwachsenen am Spektrum ist, so herausfordernd ist es auch für deren Eltern. Darum ist es wichtig, sich bewusst regulieren zu lernen, wenn man ein Kind hat, das weit über die Maßen eines neurotypischen Kindes Bedarf nach Regulation und spezifischer Versorgung hat. Sich selber gut zu versorgen ist wichtig, wenn man diese Mammutaufgabe bewältigt.
Seit ein paar Jahren habe ich eine Elterngruppe in meiner Praxis. Der Erfahrungsaustausch, die guten Ideen und der Zusammenhalt tragen und das ist gut für die Mamas und die Kinder, aber auch für die Geschwister und Väter. Wir haben mittlerweile Volksschule und Gymnasium miteinander bewältigt, Ärgernisse geteilt, kennen uns in Bezug auf erhöhte Familienbeihilfe und Pflegegeld aus und ja, die PVA ist derzeit in aller Munde wegen Long COVID und Gutachten, die zur Verzweiflung führen: Es ist auch mit Autismus (und ADHS) nicht einfach Unterstützung zu bekommen. Im Miteinander ist ein reicher Erfahrungsschatz entstanden und viel Lachen. Lachen und den Alltag immer wieder mit einem Augenzwinkern sehen tut gut. Wie alle Kinder entwickeln sich auch Kinder mit ASS (und ADHS - Doppeldiagnosen sind häufig) weiter und es ist so eine Freude, weil sich die Mühe und der eigene notwendige Entwicklungsprozess so lohnen.
Als Elterngruppe gedacht ist es nach wie vor eine Mamagruppe. Die Väter passen derweil auf die Kinder auf, Babysitter zu finden ist nicht immer trivial. Vielleicht liegt es aber auch daran, das Mamas tendenziell eher den Austausch suchen oder dieses Setting, wie wir es haben, bevorzugen. Immer wieder kommt die Idee auf, dass es für die Papas auch toll wäre. Vielleicht findet sich dafür einmal ein Kollege, den das Thema auch interessiert.
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